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JHV des JU-Kreisverbandes Roth

Die JU war noch nie so präsent

 
Bild: Hintere Reihe v. li: Fabian Giersdorf, Danile F. Nagl.Vordere Reihe v. li: Marlene Mortler, Sebastian Ehard, Hansgeorg Hauser.

 HEIDECK (rs) –Die Junge Union im Landkreis Roth hat während ihrer Jahresversammlung langjährige Mitglieder geehrt. Nicht alle Urkunden konnte Vorsitzender Daniel F. Nagl selbst überreichen. Schließlich gehörte er selbst zum Kreise der Ausgezeichneten. Mit Marlene Mortler (CSU) war zur Unterstützung die aktuelle Bundestags-abgeordnete  für Roth aus Lauf ebenso zum CSU-Nachwuchs gekommen wie ihr Vorgänger Hansgeorg Hauser aus Rednitzhembach. Nicht nur, um den Geehrtenzu gratulieren.  

Sebastian Ehard aus Abenberg ist für 15 Jahre JU-Mitgliedschaft ausgezeichnet worden. Fabian Giersdorf aus Roth und Daniel F. Nagl aus Schwanstetten sind seit zehn Jahren in der JU engagiert. Barbara Geißel aus Abenberg und Matthias Nachtrab aus Büchenbach fehlten. Geißel hätte eine Urkunde für 15 Jahre in der JU erhalten, Nachtrab für zehn Jahre.

"Die JU war in Roth noch nie so präsent." Mit dieser Feststellung hatteCSU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter Volker Bauer die Arbeit der Nachwuchsorganisation bereits im Vorfeld gelobt. Daniel F. Nagl ist seit einem Jahr JU-Vorsitzender im Kreis Roth und hat seinen eigenen Worten zufolge seither Wert auf Stabilisierung nach Innen, aber auch auf politische Initiativen nach Außen gelegt. "Die Fläche stärken", das sei sein Motto gewesen, erklärte Nagl und nannte die Außenwirkung des Verbands "sehr gut".  

Insbesondere die Aktionen für die bessere touristische Erschließung der Rednitz im Landkreis-Norden durch Wassersport seien auf fruchtbaren Boden gefallen. "Roth und Rednitzhembach wollen es zum LEADER-Projekt machen", sagte Daniel F. Nagl. LEADER ist ein Förderprogramm der EU für Investitionen in die Entwicklung ländlich-strukturierter Räume. Innerverbandlich sah Nagl die JU insbesondere durch die aktiven Ortsverbände Hilpoltstein, Greding und Roth auf Erfolgskurs. Für die Zukunft gab er als Ziele die Gründung neuer Ortsverbände in Thalmässing, Rohr und Heideck sowie ein Mitgliederwachstum von zehn Prozent aus.

Marlene Mortler berichtete zu wichtigen Themen aus dem Bundestag. Die Milchkrise, die Diskussion um Glyphosat sowie TTIP nahmen dabei den breitesten Raum ein. Angesichts des dramatischen Preisverfalls bei Milch sprach sich Mortler für staatliche Hilfen an die Landwirte aus. "Wir dürfen den ländlichen Raum nicht ausbluten lasse." Finanziert werden sollten die Hilfen je zur Hälfte vom Bund und den Ländern. Ferner forderte sie mehr Wettbewerb und mehr Produkte. "In Bayern gibt es mehr Vielfalt und mehr Molkereien, deshalb sind die Preise hier höher als im Norden", stellte Mortler fest, machte aber auch auf besondere Verhältnisse in Bayern aufmerksam. "Hier sind die Höfe kleiner und brauchen deshalb mehr Wertschöpfung." Für Glyphosat und TTIP brach die CSU-Parlamentarierin ebenfalls eine Lanze aus Sicht der Landwirtschaft. Das Unkrautvernichtungsmittel sei "bei richtigem Einsatz das harmloseste und bestgeprüfte, das es gibt", erklärte sie. Ein Verbot würde zu höheren Kosten und mehr Kohlendioxidausstoß führen. Beim Freihandelsabkommen sah sie "mehr Chancen als Risiken", wollte aber zugleich "rote Linien nicht preisgeben". Mortler: "Wir sollten die Chance nützen, Standards zu setzen."  

Ein äußerst kritisches Referat hielt Hansgeorg Hauser. Der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium warf einen Blick auf die Folgen der Globalisierung und schilderte die daraus resultierenden Verhältnisse für die Bevölkerung in den Schwellen- und Entwicklungsländern. "Die Menschen dort arbeiten teils unter sklavenähnlichen Bedingungen", sagte Hauser und forderte Verbraucher und Politik zum Handeln auf. "Wir müssen von Rücksichtslosigkeit, Egoismus und der Geiz-ist-geil-Mentalität abrücken. „Moralisches Handeln ist unerlässlich, um Lebensverhältnisse, Kinder und Umwelt in weiten Teilen dieser Welt zu schützen."