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Julia Klöckner zu Gast

Zukunft der CSU im Lkr. Roth und bei der FU

 
Julia Klöckner, MdL (CDU) auf Einladung von Marlene Mortler, MdB (CSU) in Wendelstein mit Volker Bauer, MdL

Roth (dn) „Jena, Regen, Bad Kreuznach. Wer in Deutschland an Feinoptik denkt, denkt nicht zuerst an Wendelstein“, erklärt der langjährige Geschäftsführer der Firma Sill-Optics Berndt Zingrebe dem Abgeordneten-Trio ihm gegenüber. Die für den Wahlkreis Roth verantwortliche Bundestags-abgeordnete Marlene Mortler wollte ihrer rheinland-pfälzischen Kollegin Julia Klöckner (CDU) zeigen, dass in Bayern der Mittelstand einen wesentlichen Anteil zu Wertschöpfung und technologischen Weiterentwicklung leistet. Der Einladung gefolgt waren auch der gelernte Elektromeister und Landtagsabgeordnete Volker Bauer und der Wendelsteiner Bürgermeister Werner Langhans.    

Sie alle zollten beim Rundgang durch die Produktionshallen nicht nur der Innovationsfähigkeit des Unternehmens ihren Respekt, sondern auch dem vorbildlichen Unternehmertum Zingrebes. 1994 entschloss dieser sich, angesichts drohender Insolvenz, für die 43 Mitarbeiter der Firma Verantwortung zu tragen. Zingrebe führte den Betrieb in Eigenverantwortung weiter. „Nach einem halben Jahr sind wir in die schwarzen Zahlen gekommen; und bis heute geblieben“, zeigte sich der gebürtige Göttinger zufrieden. Dabei ist der Bereich, in dem Sill-Optics tätig ist kein einfacher. „Wir sind Exoten. Als mittelständisches Unternehmen haben wir uns auf die Herstellung von hochtechnischen Feinoptiken für rund 500 Kunden spezialisiert“, so Zingrebe. Darunter fallen auch Linsen mit atomlagen-dünnen Beschichtungen für Hochleistungslaser. „Mehr als 0,05% Restreflexion sind bei dem, was da Energie durchgeht nicht drin“, erklärt der gelernte Optiker und Feinmechatroniker. Auf die Frage Klöckners wie er die Zukunftsaussichten beurteile antwortete der Seniorchef mit Blick auf den Zwang zur technischen Weiterentwicklung und den globalen Wettbewerb selbstbewusst: „In unserem Bereich ist’s wie beim Glubb; man braucht Stürmer, keiner Verteidiger, wenn man erfolgreich sein will.“   

Stürmer, nicht Verteidiger. Diese Beschreibung passt auch auf den Auftritt Julia Klöckners bei der Jahreshauptversammlung des Bezirksverbands Mittelfranken der Frauenunion in Feucht. Im Frühjahr kandidierte Klöckner in ihrer Heimat Rheinland-Pfalz als Ministerpräsidentin und unterlag trotz zahlreicher Skandale der SPD-geführten Regierung. Für die junge Powerfrau allerdings weder Grund zur Resignation, noch zur Rückkehr in den Bundestag. „Ich habe sie vor einem Jahr gefragt, ob sie in meinen Wahlkreis kommt – egal wie die Wahl ausgeht. Und es zeugt von Zuverlässigkeit, dass Julia heute da ist“, erklärte Mortler. Applaus bei den Frauen – und einigen Männern – im Saal.

Viele sehen Klöckner, die als ehemalige Staatssekretärin im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bereits Regierungserfahrung besitzt, als geeignete Kraft für die Zeit nach Merkel. Bei der FU liefert Klöckner dann auch ein buntes, aber mitreisendes rhetorisches Potpourri aus dem Appell an Frauen sich politisch einzusetzen, kritischer Auseinandersetzung mit „landespolitisch unterschiedlichen Herangehensweisen“ – nicht ohne die CSU als vorbildlich zu loben – und der Betrachtungen von Heimat, Kultur und Kulinarik als identitätsstiftend. CSU-Innenminister und Bezirksvorsitzenden Joachim Hermann,MdL gefiel’s. In seinem abschließenden Grußwort lobte er Klöckner als Zukunft der CDU.