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CSU Kreisausschuss

Wahl-Nachlese und Umbruch

 
Volker Bauer, MdL will 2018 wieder für die CSU in den Landtag. Bezirksrat Ernst Schuster hört nach 20 Jahren auf.

Schwanstetten (dn) Die Sitzungslokalität passte zum Inhalt. Mitten im Umbau befindet sich das Sportheim des FC Schwand, in dem sich der Kreisausschuss der CSU traf. Vor dem Umbruch steht die CSU. Zwar wählten 40,6 Prozent der Wähler im Landkreis Roth mit ihrer Zweitstimme die CSU. Das sind zwei Prozent mehr als der CSU-Bayerndurchschnitt. Und Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler deklassierte ihre Mitbewerber mit 47,7 Prozent (Bayerndurchschnitt der CSU, 44,2 Prozent). Dennoch hatte CSU-Kreisvorsitzender keinen Grund zur Freude. „Jeder 6. Wähler aus 2013 hat uns dieses Mal die Zweitstimme verweigert“, analysierte CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer und machte vor allem den unklaren Kurs gegenüber Kanzlerin Merkel dafür verantwortlich.     

Im Bericht aus dem Haustürwahlkampf unterstrichen der Kreisvorsitzende der Jungen Union Daniel Nagl und die Bezirksvorsitzende der Frauenunion Cornelia Griesbeck diese Einschätzung. Zwar seien die Menschen, vor allem nach dem TV-Duell dankbar für Informationen gewesen und hatten das persönliche Gespräch und Aktionen vor Ort einen Einfluss auf’s Wahlergebnis vor Ort. Ortsverbände und Kreisverband aber konnten nicht ausgleichen, dass viele Menschen keine konstante Linie im Wahlkampf erkennen konnten. Davon „Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen“, sprachen deshalb auch die CSU-Bürgermeister Udo Weingart (Spalt) und Werner Langhans (Wendelstein). Dies fange ganz oben, wo das bürgerliche Lager gespalten wurde, an und ziehe sich bis zu den Mandatsträgern im Kreis und in die Gemeinden durch, die den Aufbau von glaubwürdigen, wahrnehmbaren Nachfolgern nicht verschlafen dürften.     

CSU-Kreisvorsitzender Volker Bauer wiederholte in diesem Zusammenhang seine früh vorgetragene Forderung, die CSU möge rasch zu einer „Marschroute“ finden, die im Blick auf die Landtagswahl 2018 Klarheit schafft. „Es ist schön, dass ich das Vertrauen der Staatsregierung und Kollegen habe und in Zusammenarbeit mit dem BBV, dem LBV, dem Landschaftspflegeverband und dem Bayerischen Jagdverband ein 50 Millionen Euro Förderprojekt für Bodenbrüterschutz erarbeiten darf, oder wir bei medizinischer Versorgung und Lärmschutz den entsprechenden Ministern regelmäßig auf die Füße steigen. Aber die Menschen im Land interessiert vor allem, wer 2018 CSU-Spitzenkandidat wird“, so Bauer, der am 24. November wieder für das Amt des CSU-Direktkandidaten zur Landtagswahl im Landkreis Roth kandidieren wird.    

Noch nicht entschieden ist hingegen, wer Bezirksrat Ernst Schuster nachfolgen wird. Der ehemalige Bürgermeister von Thalmässing sitzt seit 1998 im Bezirkstag und sagte jetzt: „Zwanzig Jahre Tätigkeit im Bezirk sind genug.“ Zwar designierte bislang nur der Kreisverband der Jungen Union unterstützt von Mittelstandsunion und Seniorenunion und unabhängig von Schusters Entscheidung bereits im Mai Ihren 29jährigen Kreisvorsitzenden Daniel Nagl einstimmig als Kandidaten, jedoch ist damit zu rechnen, dass bis zur Nominierung am 24. November, beziehungsweise bis zur Designieren des CSU Kreisausschusses am 13. November noch weitere Hüte in den Ring fliegen.