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Pflegebeauftragter Hermann Imhof in Roth

Rechtzeitig ans Altern denken und Pflege wertschätzen

 
v.l. Hermann Imhof, MdL, Volker Bauer, MdL, Wolfgang Wagner, Dr. Markus Rückert

Roth (dn) Der Pflege- und Patientenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Hermann Imhof referierte vor knapp 40 interessierten Zuhörern im Augustinum Roth nachdenklich-kritisch zu den Herausforderungen und Zukunftsfragen der Pflege.

Im Stiftskonzept des Augustinums, in dem die Menschen "daheim altern können" erkannte der CSU-Politiker, eine, von ihm als "Quartierskonzept" bezeichnete, Lösungschance für würdevolles Altern, "wenn die Kinder und Enkel berufsbedingt, anders wo auf der Welt gebunden sind."  Eingängig warb der Vater zweier im sozialen Sektor tätigen Töchter dafür sich rechtzeitig mit dem eigenen Altern und den auftretenden Bedürfnissen und finanziellen Belastungen zu beschäftigen. Vehement warb er auch für mehr Wertschätzung den Pflegenden gegenüber - auch und vor allem bei der Bezahlung. Anschaulich berichtete er von einigen "sehr vielsagenden Begegnungen" (Imhof).

So habe etwa ein Top-Manager eines deutschen Automobilkonzerns bei einer Podiumsdiskussion Imhof als "Begründung" dafür, dass Pflegekräfte unterdurchschnittlich verdienen, geäußert, "die sind ja auch nicht produktiv" - um die Aussage, nach einem kurzen Moment der Reflexion zu revidieren. Diese Einsicht habe aber nicht jeder.

Etwas in Rage redete sich Imhof, der nach langjähriger Berufserfahrung bei der Caritas erst mit 50 Jahren in den Landtag einzog, als es darum ging, dass es immer noch Menschen gibt, die Nahestehenden den Berufswunsch Pflegefachkraft versuchen auszureden. "Wenn ich Phrasen höre wie "Du willst doch nicht anderen den A... auswischen", dann fehlt mir dafür jegliches Verständnis", so der Nürnberger CSU-Abgeordnete. "Ich sage dann immer sinngemäß "Hoffentlich brauchen Sie dann einmal niemanden, der sich um Sie kümmert."