Meldung

Zum Überblick

Gemüsestand an der B 303

Ein Stück Lebensqualität geht verloren

 
Erich Reichelt (li.) und Marcel Trost (re.)

Ein Stück Lebensqualität geht verloren

Seit vielen Jahren war Erich Reichelt mit seinem Verkaufsstand bei der B303 in Höhe der Einmündung zu Schafhof ansässig. Er verkaufte dort Obst und Gemüse aus der Region. „Produkte aus eigenem Anbau und Anbau von anderen Bauern mit welchen er sich zusammengeschlossen hat“, wie mir Erich Reichelt in einem persönlichen Gespräch erzählte. Es war ein Stück Nahversorgung was Erich Reichelt mit seinem Verkaufsstand betrieb. Kunden kannten ihn, und er kannte die Kunden.

Ist es nicht wichtig, Nahversorgung zu fördern? Warum kommen so plötzlich solch hohe Forderungen an den Verkäufer von der Gemeinde Ahorn? Natürlich sollten die Wettbewerbsbedingungen für zugrunde liegende Verkäufer fair sein. Es ist aber auch sinnvoll, dass die Verantwortlichen in einer Gemeinde daran interessiert sein sollten, dass Nahversorgung in einer Gemeinde betrieben wird. Zu hohe Hürden sollten Verkäufern nicht in den Weg gelegt werden. Alle örtlichen Verkäufer von Lebensmitteln oder deren gleichen sind wichtige Bestandteile unserer regionalen Infrastruktur.

Der Bescheid, welcher ein Entfernen des Verkaufswagens in der Nacht und Sonntags vorsah, ist aus meiner Sicht nach überzogen. Der Verkaufswagen stand nicht auf sondern neben dem verlaufenden Kutschweg. Personen, welche auf dem Wanderparkplatz weiter abseits ihr Auto abstellen wollten, waren hiervon nicht beeinträchtigt. Feststellend kann man sagen, dass eine Nutzung des Kutschenwegs über Jahre hinweg reibungslos gegeben war! Der zugestellte Bescheid ist natürlich rechtens, ein Kompromiss wäre dennoch möglich gewesen. In Entscheidungen, sollte man, und das sollte für Politiker eigentlich selbstverständlich erscheinen, den Kompromiss im Auge behalten und nicht gegen sondern mit den Menschen in der Bevölkerung arbeiten.

Ich freue mich, dass Erich Reichelt nun die Möglichkeit bekommen hat, in der Dorfmitte Weitramsdorfs, seinen Stand unter machbaren Umständen zu betreiben. Hier hat man erkannt, dass Nahversorgung für die Gemeinde von wichtiger Bedeutung ist.

Marcel Trost, 1. Vorsitzender Junge Union Ahorn