Programm 2020

Was uns wichtig ist - Grundsätzliches

Konstruktive Lösungsvorschläge effektiv mit allen Beteiligten diskutieren, gemeinsam beschließen und konsequent umsetzen

  • Wir wollen die herausragenden Ausgangsposition und die Potenziale unseres Ortes nutzen
  • Wir wollen im Gemeinderat gemeinsam mit den anderen Fraktionen die besten Lösungen entwickeln
  • Wir wollen die Bürger immer einbinden, wenn sie von Entscheidungen betroffen sind

Wir werden die Potenziale des Ortes entdecken, wecken und fördern

Unser Ort hat alle Voraussetzungen für eine gute Zukunft. Er hat engagierte Bürger die sich einbringen können und wollen. Wir haben erfolgreiche Unternehmer, die mit Umsicht wirtschaften und deren Wissen und Erfahrungen für den Ort wertvoll sind. Wir haben ein vielfältiges gesellschaftliches Leben in den Vereinen. Sozialverbände, Rettungsorganisationen und aktive religiöse Gemeinden z.B. der christlichen Kirchen und der islamischen Glaubensgemeinschaft kümmern sich um das Wohl der Menschen. Die Arbeitskreise, Ortsreferenten und weitere interessenbezogene Initiativen aus der Bürgerschaft liefern wertvolle themenbezogene Sacharbeit und Ergebnisse.

Diese Potenziale müssen viel mehr einbezogen und genutzt werden, als es in den vergangenen Jahren der Fall war. Dazu werden wir regelmäßige Treffen vereinbaren und direkte Ansprechpartner in Gemeinderat und Verwaltung zuordnen, um die Kommunikation mit engagierten Personen und Gruppen sicherzustellen.

Wir werden zuhören und uns Ratschläge ebenso wie fachliche Kompetenz in Spezialthemen aktiv einholen.

Nicht nur auf kommunaler Ebene werden wir alles tun, um Aktivitäten zu starten, die den Ort nach vorne bringen. Es geht uns zusätzlich auch darum, zu privatem Engagement zu motivieren, dieses zu begleiten und zu unterstützen.

Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen annehmen und den Ort nach vorne bringen.

Wir wissen alle, dass große Herausforderungen einfacher zu bewältigen sind, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen und alle den Erfolg wirklich wollen. Kleinkariertes, egoistisches Denken und persönliche Angriffe sind nicht mehr gefragt. Wichtig ist Kompromissfähigkeit, um im Dialog gemeinsame Ziele zu setzen. Damit werden die besten Lösungen für Bad Endorf gefunden.

Jedoch werden wir uns unsere Vorstellung, wie die Zukunft des Ortes zu gestalten ist, nicht durch faule Kompromisse verwässern lassen. Im Gegenzug sind wir dankbar für jeden konstruktiven Vorschlag und nehmen sachliche Kritik wohlwollen entgegen. Bei den Visionen für die Zukunft unseres Ortes ist es schlussendlich nicht entscheidend, wer die beste Idee hatte, sondern dass sie umgesetzt wird.

Gute Konzepte und klare, nachvollziehbare Strategien zu ihrer Umsetzung sind überzeugend. Damit können Skepsis und Misstrauen überwunden werden. Gegenseitiger Respekt und sachlicher Umgang miteinander sind weitere wichtige Voraussetzungen für erfolgreiche Zusammenarbeit.

Bürger werden wieder mehr beteiligt und informiert

Manche Entscheidungen müssen auf der Basis komplexer Sachverhalte getroffen werden. Damit die Bürger nachvollziehen können, warum eine Entscheidung ein bestimmtes Ergebnis gebracht hat, werden wir die Entscheidungsprozesse nachvollziehbar darstellen.

Dazu gehört auch eine aktive, positive Öffentlichkeits- und Pressearbeit. Die Einbindung von Vereinen, Arbeitskreisen und Bürgerinitiativen gehört zu unserem Selbstverständnis.

Uns ist es wichtig, dass zwischen Bürgerschaft, Gemeindeverwaltung, Gemeinderat und Bürgermeister ein Vertrauensverhältnis entsteht. Die Basis für Vertrauen ist Respekt, Offenheit und Fairness im Umgang miteinander. Damit ist ein neues Wir-Gefühl in Bad Endorf möglich.

  Familien müssen sich wohlfühlen

Ein sorgenfreies Familienleben ist die Basis für eine funktionierende Gemeinde

  • Wir wollen, dass Jung und Alt kooperieren, miteinander vieles organisieren und sich gegenseitig begeistern.
  • Wir wollen eine Familienpolitik, die als ein wichtige, kommunale Aufgabenstellung gesehen wird: Nicht nur für, sondern mit Familien planen!
  • Wir wollen ein generationenübergreifend kinder- und familienfreundliches Bad Endorf.

Deshalb ist eine flexible Kinderbetreuung, welche die persönliche Situation der Eltern berücksichtigt, unumgänglich. Das werden wir gemeinsam mit den Eltern und den Einrichtungen vorantreiben.

Wer heute eine Familie gründet und Kinder bekommt, ist mit vielerlei Problemen wie finanziellen Einbußen, organisatorischen Schwierigkeiten und Engpässen bei der Kinderbetreuung mit Folgen für das Berufsleben oder den Weg aus der Arbeitslosigkeit konfrontiert. Dies trifft prinzipiell auf alle Familien, im besonderen Maße auf Alleinerziehende, auf kinderreiche Familien und oft auch auf Familien mit Migrationshintergrund zu. Die von Arbeitgebern zunehmend geforderte Flexibilität und Mobilität ist für Eltern mit Kindern deutlich schwerer zu erfüllen, als für Kinderlose. Es ist daher außerordentlich wichtig, das Betreuungsangebot mit den Trägern, Einrichtungsleitern und vor allem den Eltern optimal auszugestalten.

Größere Flexibilität erzeugt leider auch höhere Kosten. Daher sind Modelle zu entwickeln, die das Grundangebot günstig halten, bei Sonderwünschen ggf. dafür etwas höhere Gebühren berechnen. Härtefälle sind dabei besonders zu unterstützen.

Die Bedürfnisse werden sich in den kommenden Jahren immer mehr verändern. Vom Gesetzgeber garantierte Rechtsansprüche auf Betreuungsplätze werden auch bei uns auf dem Land in Zukunft immer häufiger eingefordert werden. Dies betrifft vor allem die Kinderkrippen. Die Ganztagesbetreuung an den Schulen wird ebenfalls zukünftig ausgebaut werden müssen, um zum Beispiel den Bedürfnissen der Berufspendler entgegenkommen zu können.

Auf diese Veränderungen muss die Gemeinde vorbereitet sein. Das beginnt mit möglichst präzisen Bedarfsprognosen und Konzepten, in welchen Räumlichkeiten und unter welcher Trägerschaft ggf. zusätzliche Gruppen untergebracht werden können. Hier werden wir eng mit allen Beteiligten zusammenarbeiten.

Um das Ganze dauerhaft auch finanziell leisten zu können, ist über die kommunalen Spitzenverbände und alle Kontakte in die Kreis-, Landes- und Bundespolitik eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen einzufordern. Bad Endorf ist mit solchen Bestrebungen sicher nicht alleine.

Wir sorgen dafür, dass das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche ausgeweitet wird.

Das derzeitige Angebot des Ferienprogramms in den Sommerferien wird gerne und gut angenommen. Die Koordination im Rathaus ist Garant für diesen Erfolg. Wir wollen dieses Angebot ausbauen.

  Senioren sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft

Senioren haben besondere Bedürfnisse

  • Wir wollen das Potenzial der lebenserfahrenen, wissenden Senioren sinnvoll nutzen und das „Alter“ weiter in die Mitte der Gesellschaft holen
  • Wir wollen, dass unsere Senioren mit allen für sie wichtigen Informationen versorgt werden
  • Wir wollen, dass sich unsere Senioren im Ort gefahrlos bewegen können

Gehwege und öffentliche Bauten werden barrierefrei oder behindertengerecht gebaut.

In Bad Endorf wird – wie überall in der Bundesrepublik - die durchschnittliche Bevölkerung immer älter. Das Leben und Zusammenleben im Ort ist daher einem kontinuierlichen Wandel unterzogen und hieraus ergeben sich Konsequenzen beispielsweise für Wohnen, Ortsgestaltung, Einzelhandel und vieles mehr.

Die Gestaltung des öffentlichen Raumes und der Infrastrukturen innerhalb einer Gemeinde hat einen wesentlichen Einfluss auf die Mobilität, die Unabhängigkeit und die Lebensqualität von Personen mit Mobilitätseinschränkungen. Der barrierefreie Zugang zu öffentlichen Gebäuden fördert die Selbstständigkeit und ermöglicht vielen Bürgern die Teilnahme am sozialen Leben in der Gemeinde. Wir werden daher Sorge tragen, dass Baumaßnahmen entsprechend geplant und umgesetzt werden.

Gehwege müssen dauerhaft sicher benutzbar sein. Engstellen – lange Zeit toleriert – stellen Gefahrenstellen dar. Sie müssen behoben werden. Von barrierefreien, schwellenlosen Wegen und Übergängen profitieren nicht nur Senioren, sondern auch Familien mit Kinderwägen und Menschen mit Behinderung.

Wir fördern seniorengerechte Dienstleistungen in Form von ehrenamtlichen und unternehmerischen Aktivitäten.

Da der demographische Wandel nahezu alle Lebensbereiche vor Ort betrifft,  ist es notwendig, für seine Gestaltung eine Gesamtstrategie zu erarbeiten, an der möglichst viele Akteure und Ressorts mitarbeiten. Von den Kommunalpolitikern verlangt dies ein Umdenken von der kurzfristig an Wahlperioden orientierten hin zu einer langfristigen Planung. Von der Verwaltung erfordert es die Bereitschaft zur intensiven, ressortübergreifenden Zusammenarbeit. „Tun wir genug, um bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen?“ und „Wie können wir engagierten Bürgern mehr Verantwortung übertragen?“ müssen zentrale Leitfragen sein. Der erreichte Stand ist regelmäßig zu überprüfen.

Konkret hilft eine neue zentrale Stelle im Rathaus zur Beratung von Bürgern in neuen Lebenslagen. Dazu gehören zum Beispiel auch unsere zugezogenen Neubürger, junge  Familien mit Neugeborenen, von Schicksalsschlägen getroffene Bürger und  viele andere mehr, die Veränderungen nicht alleine bewältigen können. Diese Stelle erfasst und vernetzt das Angebot von Vereinen, Verbänden, Dienstleistern und ehrenamtlich Aktiven. Sie vermittelt passgenaue Hilfestellung und stellt erste Kontakte zu Anbietern und Ansprechpartnern her.  Als zentraler Service werde hier aktiv Angebote und Engagement im Ehrenamt gesucht und gefördert. Auch wer sich einbringen möchte, ist hier willkommen und wird in das Netzwerk eingebunden. So entsteht eine neue offene und generationenübergreifende Sozialkultur des Gebens und Nehmens.

Gemeinsam mit engagierten Bürgern aller Altersgruppen müssen wir innovative Formen des sozialen Zusammenlebens von Alt und Jung in der Gesellschaft entwickeln. Die hierfür benötigten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen müssen geschaffen und die Mitverantwortung des Einzelnen angeregt werden.

Wir brauchen neue Visionen für das Leben im Alter. Dies setzt voraus, dass wir unsere, meistens einseitig negativ geprägten Bilder vom Altern den Realitäten anpassen und das Alter in seiner Komplexität darstellen und positiv wahrnehmen. Mit zunehmendem Alter nimmt sicherlich die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Personen zu. Dennoch sind viele ältere Menschen - selbst im hohen Alter - noch autonom und gehen ihren Aktivitäten nach, sei es im privaten Bereich oder im sozialen Leben. Das ist ein wertvoller Stützpfeiler unserer Gesellschaft.

  Die Natur ist unsere Lebensgrundlage

Die Natur ist unsere Lebensgrundlage und muss erhalten werden

  • Wir wollen unsere Natur für Einwohner und Gäste schützen und erhalten
  • Wir wollen, dass unsere Kinder die Natur erfahren und genießen können
  • Wir wollen keine Experimente zu Lasten unserer Natur

Bei der Ortsentwicklung werden wir darauf achten, im Einklang mit der Natur die besten Lösungen zu finden.

Unser Ort muss sich entwickeln, um für die Bürger und die Gäste attraktiv zu werden. Die attraktive Lage in der Tourismusregion Chiemsee und die optimale Verkehrsanbindung Bad Endorfs erzeugen Zuzug und damit Bedarf an neuen Gebäuden und Infrastruktur. Das darf allerdings nicht zu Lasten der Natur gehen.

Wir legen ein besonderes Augenmerk auf den nachhaltigen Umgang mit unbebauten Flächen. Wir werden Grünflächen erhalten und vor allem innerorts neue schaffen.

In der Bauleitplanung sind Nachverdichtung und das Schließen von Lücken bevorzugte Mittel, um Flächenverbrauch am Ortsrand und seine Folgen zu vermeiden.

Der Erhalt und die Pflege unserer Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie weiterer Biotope liegen uns besonders am Herzen. Sie sind die besonderen Attraktionen unserer reizvollen Landschaft und wesentliche Grundlage der großen Naherholungsqualität der Gemeinde. Sie erfahren im Flächennutzungsplan besonderen Schutz. Sie müssen aber auch real vor schädlichen Einflüssen geschützt und sorgsam gepflegt werden.

Alle Vorhaben und Maßnahmen im und um den Ort werden aus diesem Blickwinkel auf den Prüfstand gestellt.

Die Natur ist unser wichtigstes Gut. Deshalb muss bei allen Entscheidungen abgewogen werden, welche Auswirkungen das jeweilige Ergebnis auf die Natur hat.

Der Flächennutzungsplan ist das hierfür geeignete Arbeitsmittel in der Bauleitplanung. Er regelt zukünftige Entwicklungsziele und muss kontinuierlich fortgeschrieben werden. Definierte Schutzziele dürfen nicht blindlings über den Haufen geworfen werden. Alle Veränderungen werden mit den Bürgern diskutiert. Dabei werden insbesondere die Belange des Naturschutzes und die Anforderungen der Bürgerschaft berücksichtigt.

Wir wollen, dass unser Ort auch für unsere Kinder und Enkel lebenswert bleibt.

  Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gemeinde

Eine zukunftsfähige Landwirtschaft pflegt unsere einzigartige Kulturlandschaft

  • Wir wollen erfolgreiche landwirtschaftliche Betriebe in unserer Marktgemeinde
  • Wir wollen die Landwirtschaft als Pfeiler für Tradition und Brauchtum erhalten und fördern
  • Wir wollen, dass die vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gemeinde gepflegt und weiterentwickelt wird

Im offenen und ehrlichen Dialog mit den bäuerlichen Betrieben unterstützen wir eine wirtschaftlich erfolgreiche und nachhaltige Landwirtschaft, die unsere Landschaft pflegt und schützt.

Veränderungen in der Struktur des Agrarsektors mit Betriebsaufgaben, Konzentrationsprozessen und großen Investitionen fordern unseren Landwirten vieles ab. Trotzdem zeigt sich, dass der bei uns übliche bäuerliche Familienbetrieb ein Zukunftsmodell ist. Nur erfolgreiche landwirtschaftliche Betriebe können nachhaltig für die Pflege unserer Kulturlandschaft sorgen, deren Erscheinungsbild unsere Heimat prägt und das unsere Gäste genau so erwarten.

Ausgewiesene Schutzgebiete, Seen, Biotope und die sie durchziehenden Gewässer sind besonders sensible Landschaftsteile. Sie stellen in unserer Gemeinde eine besondere Attraktion dar. Ihr Schutz bedarf gesonderter Maßnahmen, die im Dialog mit den Landwirten entstehen. Schutzziele und Bewirtschaftung von Wald und Flur werden so miteinander vereinbar. 

Damit die Bewirtschaftung der Höfe und Nutzflächen gesichert möglich bleibt, werden wir die Belange der Landwirte insbesondere in der Bauleitplanung berücksichtigen.

Pflege und Unterhalt der Feld- und Wanderwege sind eine gemeinsame Aufgabe von Landwirten und Gemeinde.

Bei allen Fragen und Entscheidungen, die wesentliche Auswirkungen auf die Betriebe haben, finden wir gemeinsam mit den Vertretern der Landwirte die optimalen Lösungen. Dadurch entsteht die für die Betriebe notwendige Verlässlichkeit, auf der sie ihre eigenen Planungen aufbauen können.

Wichtige Erwerbszweige ergeben sich in der regionalen Direktvermarktung – z.B. über Hofläden, den Bauernmarkt oder Urlaub auf dem Bauernhof. Wir werden die landwirtschaftlichen Betriebe dabei unterstützen und sie in alle zukunftsweisenden Überlegungen mit einbeziehen.

Direktvermarktung ab Hof und auf dem Bauernmarkt bietet die Möglichkeit, die landwirtschaftlichen Produkte mit ihrer hohen Qualität direkt zum Endverbraucher zu bringen. Damit kann die Wertschöpfungskette abgekürzt werden und der größere Ertrag bleibt im heimatlichen Betrieb. Wir unterstützen im Rahmen des Ortsmarketings bei Werbemaßnahmen und vermitteln, wenn Auflagen drohen, den Betrieb unmöglich zu machen.

 „Urlaub auf dem Bauernhof“  ist vor allem bei Familien eine stark nachgefragte Form des Gastgewerbes und als Erwerbszweig für viele Landwirte sehr interessant. Wir werden die Betriebe unterstützen, die diese Dienstleistungen anbieten und sie vor allem in unsere Tourismus-Konzeption einbinden.

Bei der Energiewende kommt der Landwirtschaft beim Wechsel auf CO2-neutrale regionale Energieträger eine Schlüsselrolle zu, die wir gemeinsam gestalten werden.

Ein wesentlicher Bestandteil von „Nachhaltigkeit“ ist der Beitrag der Landwirtschaft zur ökologischen, klimaneutralen Energieversorgung durch die Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe, zum Beispiel Holz und Biogas aus Gülle. Wir werden gemeinsam mit der Landwirtschaft entsprechende Konzepte zur Gestaltung der Energiewende im Ort entwickeln und partnerschaftlich vorantreiben.

  Den Verkehr in den Griff bekommen und ein besseres Ortsbild schaffen

Gebäude, Straßen, Freiräume und Verkehr prägen den Eindruck des Ortes

  • Wir wollen einen schöneren Ort für Einheimische und Gäste.
  • Wir wollen ein staufreies Bad Endorf.
  • Wir wollen, dass Einkaufen wieder Spaß macht.

Wir unterstützen alles, was zur Attraktivität und Sauberkeit des Ortes beiträgt.

Nur wenn ein Ort ein schönes Erscheinungsbild hat, fühlen sich die Einwohner wohl und Gäste werden angezogen. Und nur wer sich wohl fühlt, wird Geschäfte und Gaststätten betreten, darin einkaufen und verweilen.

Maßnahmen zur Verbesserung des Ortsbildes können bei ganz kleinen Handlungen beginnen und bei groß angelegten Verschönerungsmaßnahmen enden. Dabei kann nicht nur die Gemeinde aktiv werden. An vielen Stellen im Ort ist es das private Engagement unserer Bürger, das sich um ein positives Erscheinungsbild kümmert.

Wir werden alles, was die Bürger tun, um das Ortsbild zu verbessern, unterstützen. Wir informieren über Fördermöglichkeiten und  beraten - im Sinne eines Gesamtbildes des Ortes - bei der Durchführung der Maßnahmen.  Zum Beispiel unterstützen wir Lösungen bei der Straßensanierung, die von den Anwohnern selbst organisiert werden. Am Ende ist das dann auch kostengünstiger für die Anwohner, als wenn die Gemeinde die Straße saniert und die Kosten auf die Anwohner umlegt.

Selbstverständlich werden wir seitens der Gemeinde Verschönerungsmaßnahen planen und durchführen. Das beginnt bereits bei unkrautfreien Randsteinen, schlaglochfreien Parkplätzen, Straßen, Wander- und Gehwegen, Beseitigung von herumliegendem Müll und einer gefälligen Gestaltung von Wertstoffinseln.  

Ein weiterer Punkt zur Sicherstellung der Attraktivität des Ortes ist der Erhalt unserer Bahnstation. Wir werden uns dafür einsetzen, dass Bad Endorf direkt mit hoher Taktfrequenz an dieser Verkehrsader angeschlossen bleibt - denn das ist wichtig für unsere Pendler und für die Gäste, die ohne Auto zu uns kommen wollen.

Das Ortszentrum soll zum Verweilen einladen. Bei der baulichen Entwicklung werden wir die Aufenthaltsqualität verbessern und Grünflächen berücksichtigen.

Ziel künftiger Ortsentwicklung muss sein, dass Bürger und Gäste eine „Wohlfühl-Atmosphäre“ vorfinden. Dazu gehören neue Grünflächen, die verträgliche Organisation des innerörtlichen Verkehrs, die Entwicklung der Brachen im Ortszentrum, das Bereitstellen vernünftiger Parkplätze und die Sanierung einiger wichtiger Straßenzüge mit ihrem Umgriff im Ort.

Die Bahnhofstraße ist Aushängeschild und Lebensader Bad Endorfs. Gemeinsam mit den Anwohnern und den Inhabern der Geschäfte werden wir dafür ein Konzept entwickeln. Darin werden Parkplätze neu organisiert, Fußwege sicherer gestaltet und dem Straßenzug verlorengegangenes Grün zurückgegeben. Läden und Gastronomie können fußläufig erschlossen werden.

Das Ortszentrum im Bereich des Bebauungsplanes „Marktplatz“ kann nicht isoliert von der Neugestaltung der Bahnhofstrasse und der Verkehrsplanung am Kirchplatz entwickelt werden. Ganzheitliche Planung über die Grenzen der jeweiligen Bebauungsplangebiete hinaus verspricht bessere Lösungen. Es müssen klare Qualitätskriterien für die Planung festgelegt und in Zielen formuliert werden. Dazu gehören ein geeignetes Parkplatzangebot, die Erschließung von allen Seiten, die Verknüpfung mit Kino, Bahnhofstraße, Katharinenheim und anderen wichtigen Einrichtungen sowie ein klares Gebäude- und Freiraumkonzept, das die Idee eines wirklichen Platzes verfolgt.  Sind diese Ziele mit einem klaren und nachvollziehbaren Bebauungskonzept erfasst, können Bürgerschaft, Anlieger, Eigentümer und andere Projektbeteiligte von den Ideen und zur Mitwirkung überzeugt werden.

Fördermittel können über die Städtebauförderung oder über Ortserneuerungsprogramme beantragt werden.

Der Verkehr muss entzerrt werden. Dies können wir zum Beispiel durch die Realisierung des Kreisels unter Einbeziehung der Traunsteiner Straße, eine bessere Verkehrsführung in und um den Ort sowie durch das Schaffen besserer Parkmöglichkeiten erreichen.

Die Verkehrssituation im Ort erfordert besonders schnelle und umfassende Maßnahmen.  Jeder, der durch die Bahnhofstraße geht, fühlt sich insbesondere durch die großen Lastkraftwagen bedrängt, die durch den Ort donnern. Zu den Stoßzeiten erliegt der Verkehr.

Der innerörtliche Verkehr muss besser durch den Ort fließen können. Dies werden wir mit einer Kreisellösung am Kirchplatz unter Einbeziehung der Traunsteiner Straße erreichen. Ampeln sollten nicht zusätzlich in den Verkehr eingreifen. Linksabbiegerspuren müssen ebenfalls vermieden werden, da Linksabbieger den Kreuzungsverkehr queren. Dieses Projekt kann bei vernünftiger Planung und Durchführung kurzfristig durchgeführt werden. Wir werden darauf achten, dass alle Möglichkeiten der Förderung ausgeschöpft werden.

Sollten in der Zukunft alle Stricke reißen, ist eine Umgehungsstraße die letzte mögliche Lösung des Verkehrsproblems. Die festgelegte Trasse muss dafür im Flächennutzungsplan freigehalten werden, um Handlungsoptionen zu wahren. Es muss allen klar sein, dass die Umgehungsstraße finanziell nur mit Partnern in Land und Bund realisiert werden kann. Der bauliche Aufwand ist aufgrund der anspruchsvollen Topografie und der Länge der Trasse besonders hoch, der Eingriff in die Natur als sehr intensiv zu bezeichnen. Wenn wir das vermeiden können, dann werden wir das tun.

Zur Verkehrsführung um den Ort muss mit den Nachbargemeinden und den zuständigen Behörden ein überregionales Verkehrsleitsystem aufgebaut werden, das vor allem Schwerlast-Durchgangsverkehr von den sich in Bad Endorf kreuzenden Staatsstraßen wegleitet und über leistungsfähigere Wege führt.

  Das Gewerbe fördern

Ein florierendes Gewerbe sichert die finanzielle Grundlage von Bad Endorf

  • Wir wollen ein leistungsstarkes Gewerbe
  • Wir wollen private Initiativen und Investitionen fördern
  • Wir wollen die GWC AG als wichtiger Bestandteil des örtlichen Gewerbes weiterentwickeln

Deshalb sichern wir ansässige und fördern neue Betriebe des Handels, des Handwerks, der Produktion und der Dienstleistung einschließlich des Tourismus.

Es gilt der Satz: “Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts.“ Das Gewerbe trägt wesentlich dazu bei, dass die Marktgemeinde finanziell handlungsfähig ist. Dies ist die Voraussetzung für ein soziales und ökologisches Bad Endorf.

Es gibt bereits viele leistungsstarke Unternehmen im Ort. Diese müssen wachsen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Damit sie dies tun können, müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dabei werden wir sicherstellen, dass für die Unternehmen, die Gemeinde und die Bürger Vorteile entstehen. Und selbstverständlich werden wir darauf achten, dass diese Entwicklung sich in die Gesamt-Entwicklung des Ortes harmonisch einfügt.

Nur ein auf mehreren Säulen gebautes Gewerbe sichert den Ort gegen wirtschaftliche Krisen. Dabei ist der Tourismus integraler Bestandteil.

Wir sorgen für klare Vorgaben und unmissverständliche Rahmenbedingungen. Da-mit bieten wir den Unternehmen Verlässlichkeit für deren Planungen. Die Basis da-für ist eine intensive Kommunikation mit den Unternehmen.

Die Leerstände in der Bahnhofstraße werden wir beseitigen.

Leerstehende Geschäftsräume sind kein gutes Schaufenster für einen Ort. Wir werden deshalb alles tun, um traditionelles Gewerbe wieder zu beleben und neue Unternehmen zu motivieren, sich im Ort niederzulassen.

Wir entwickeln ein Gesamtkonzept, das die Attraktivität des Ortes steigert. Dies beinhaltet auch die Verbesserung der Infrastruktur und der Verkehrssituation einschließlich komfortabler Parkmöglichkeiten. Eine Verschönerung des gesamten Ortsbildes erreichen wir mit Plätzen und Grünzonen, die sich zum Wohlfühlen eignen.

Wir unterstützen die Ansiedlung neuer, innovativer Wirtschaftszweige, damit hochwertige Arbeitsplätze entstehen können.

Wir haben in Bad Endorf hervorragende Voraussetzungen für eine funktionierende Wirtschaftsstruktur und durchaus sehr gute Entwicklungschancen, auch dank privater Investoren. Diese werden wir unterstützen. So erschließt sich die Marktgemeinde neben den bewährten auch neue, bisher nicht angesiedelte Wirtschaftszweige.

Beispielsweise können wir als einziger Ort in der Umgebung eine hervorragende IT-Infrastruktur bieten. Mit der privaten Initiative für unser Glasfaser-Netz sind wir mit Hochgeschwindigkeit an die Datenautobahnen angeschlossen. Dies ist für Unternehmen der IT-Branche eine herausragende Grundlage.

Wir werden Wirtschaft, Gesundheit und Tourismus fördern, indem wir die Dinge zusammenbringen und in einem Innovations- und Existenzgründerzentrum bündeln. Wir werden – zusammen mit Vermietern, Gastronomie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und produzierendem Gewerbe - eine Bestandsaufnahme erstellen, um dann gezielt fehlende Betriebe und Dienstleister anzusiedeln. Dies verhindert dann auch leerstehende Läden und sorgt für mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort.

Innovative Wege machen auch Türen zu vielfältigen Fördermöglichkeiten auf. Diese werden wir gemeinsam mit unseren Partnern in Politik, bei Förderstellen und –banken für die Unternehmen zugänglich machen.

Diese Dinge werden wir mit wesentlich mehr „Unternehmergeist“ lösen, als dies in den letzten Jahren geschehen ist.

Die Gesundheitswelt Chiemgau AG ist der größte Vermögensgegenstand der Gemeinde und wesentlicher Bestandteil des örtlichen Gewerbes. Wir werden die Entwicklung der GWC AG begleiten und gemeinsam für eine gute Zukunft dieses Unternehmens sorgen.

Bad Endorf soll sich hin zum Gesundheitsort entwickeln, wie dies im Leitbild 2015, das die Bürger maßgeblich mitbestimmt haben, bereits festgelegt wurde. Der wirtschaftliche Grundpfeiler in Bad Endorf ist der naturnahe Tourismus und der Erhalt unserer Chiemgau Therme.

Wir werden – gemeinsam mit der Chiemgau Therme – ein Tourismuskonzept entwickeln und umsetzen. Ziel dabei ist, dass alle Beteiligten (Unternehmen, Marktgemeinde und Bürger) davon profitieren können.

Dafür muss die GWC AG zukunftsorientiert aufgestellt werden. Dies bedeutet, dass die Aufgaben der GWC AG und die Aufgaben des Ortes klar zugeordnet und aufeinander abgestimmt sein müssen. Dazu sind die optimalen unternehmerischen Strukturen zu schaffen und die Kooperation zwischen Unternehmen und Gemeinde eindeutig zu regeln.

Die GWC AG und die Stiftung Gesundheitswelt Chiemgau Bad Endorf GmbH sind die größten Vermögensgegenstände des Ortes. Sie beinhalten allerdings auch hohe Risiken. Diese zukunftssicher zu ordnen ist eine der herausragenden Aufgaben der nächsten Jahre.

  Der Tourismus gehört zu Bad Endorf

„Bad Endorf – der Gesundheitsort, in dem Gäste und Einheimische Gesundheit in Natur, Sport und Kultur erleben und erfahren können“ (Leitbild 2015)

  • Wir wollen Gesundheitstourismus mit höchster Qualität: „Klasse vor Masse“
  • Wir wollen einen Gesundheitsort, den Gäste und Einheimische gleichwertig erleben und erfahren können
  • Wir wollen einen Tourismus, der auch positiv zur finanziellen Lage des Ortes beiträgt

Das „Leitbild 2015“ werden wir wieder aufgreifen und gemeinsam mit den Bürgern, Vermietern, Unternehmern und den Nachbargemeinden diskutieren, Entscheidungen treffen und diese umsetzen.

Bad Endorf liegt in einer der schönsten Gegenden Deutschlands und ist deshalb prädestiniert für einen hochwertigen Tourismus. Mit unserer Jod-Therme, mit der Klinik und einer breitgefächerten medizinischen Versorgung sowie einer wunderschönen Natur haben wir beste Voraussetzungen. Wir sehen deshalb im Gesundheitstourismus einen wesentlichen Baustein für eine gute Zukunft.

Im „Leitbild 2015“ wurden dazu Zielvorgaben festgelegt. Dieses Leitbild wurde von der Bürgerschaft entwickelt und als klare Willenserklärung formuliert. Die grundsätzlichen Aussagen gelten nach wie vor, müssen aber auf die aktuelle Situation angepasst werden.

Im Mittelpunkt steht das Jod-Thermal-Wasser. Es dient der Gesundheit, Entspannung, Fitness und dem Wohlbefinden. Der Fitness- und Gesundheitsgedanke wird auch dadurch unterstrichen, dass es am Ort eine sportliche „Kaderschmiede“, die Bundespolizeisportschule, gibt, in der Leistungssportler fit gemacht werden. Vom gesundheitsbewussten Senior bis zum Hochleistungssportler sind alle bei uns gut aufgehoben. Das ist unser Anspruch.

In den letzten Jahren wurden die im „Leitbild 2015“ formulierten Ansätze nicht in genügendem Umfang weiterverfolgt und umgesetzt. Dies bedeutet, dass ein eindeutiges Bekenntnis zum Gesundheitstourismus kommuniziert und die Entscheidungen und Handlungen auf dieser Grundlage gefällt werden müssen.

Durch die Zusammenführung von Tourismus und Gewerbe in einem Innovations- und Existenzgründer-Zentrum entsteht ein Konzept, das sicherstellt, dass alle wichtigen Bereiche gemeinsam weiterentwickelt werden.

Mit unseren Pfunden müssen wir wuchern und sie optimal für die Zukunftsgestaltung des Ortes nutzen. Gut organisiert und sorgfältig betrieben werden die Aktivitäten im Tourismus auch zur Verbesserung der finanziellen Situation des Ortes beitragen.

Darüber hinaus ist ein hochwertiger Gesundheitstourismus das Ziel der Bayerischen Staatsregierung. Deshalb sind hier vielfältige Fördermöglichkeiten nutzbar.

Wir werden „Bad Endorf“ zu einer Marke entwickeln.

Bad Endorf verträgt nicht jede Art von Tourismus. Massen- und „Spaß“-Tourismus lehnen wir ab. Wir wollen Bad Endorf zu einem Zentrum für Gesundheit, Sport und Kultur entwickeln. Deshalb werden wir Attraktionen rund um die Themen Entspannung, Fitness und Wellness fördern. Es gilt, unsere unverfälschte Natur mit einem sanften Tourismus erkundbar und erlebbar zu machen.

Dazu müssen wir jedoch über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Aus diesem Grund streben wir eine enge Zusammenarbeit mit allen Chiemsee-Gemeinden an. Die ersten Weichen hierfür haben wir bereits gestellt. Wir werden in diesem Zusammenhang nachhaltig eine Fusion der beiden Tourismusverbände Rosenheim und Traunstein fordern, da es nicht sein kann, dass Marketing an einer Landkreisgrenze endet. Wir werden für die geleisteten Verbandsbeiträge immer wieder den entsprechenden Gegenwert aktiv einfordern und uns aktiv in die Arbeit einbringen.

Dafür muss „Bad Endorf“ als Marke entwickelt werden.

Für diejenigen, die mehr zum „Leitbild 2015“ wissen wollen: auf der Homepage der Gemeinde ist es als PDF-Datei abrufbar:

http://www.bad-endorf.de/service-kontakt/download-zentrale.html -> Leitbild 2015

Im kulturellen Bereich werden wir Traditionelles pflegen und Neues etablieren, um Einheimischen und Gästen ein vielfältiges und attraktives Programm zu bieten.

Unser traditionelles Brauchtum wird in hervorragender Weise durch unsere Vereine gepflegt. Mit zum Beispiel Volkstheater, Kino, Kleinkunst, Opernfestival, Musikkapelle, Chor- und Kirchenmusik gibt es weitere attraktive Angebote. Damit wird Bad Endorf hervorragend repräsentiert. Dieses Engagement unterstützen wir sehr gerne.

Ergänzungen zu diesem Angebot sind zum Beispiel im Bereich der bildenden Künste, Fotografie, Band- und Musik-Events möglich.

Als Grundlage müssen die möglichen Veranstaltungsorte – Gaststätten, Kursaal, Orangerie, Haus des Gastes, und private Räumlichkeiten – mit ihren Konditionen ermittelt werden. Sie allen können intensiver genutzt werden. Dieses Potenzial werden wir nutze, um Bad Endorf als attraktiven Kulturstandort zu vermarkten.

  Die Finanzen konsolidieren

Unser Motto ist: „sinnvoll sparen und zukunftsorientiert investieren"

  • Wir wollen die finanzielle Handlungsfähigkeit der Marktgemeinde wieder herstellen und sichern
  • Wir wollen unsere finanziellen Mittel in sinnvolle Projekte investieren
  • Wir wollen das Vermögen des Ortes so einsetzen, dass es den Bürgern zugute kommt

Selbstverständlich werden wir die Abarbeitung der üblichen Pflichtaufgaben, wie z.B. Straßenbau, Kindergärten, Schul- und Gebäudeunterhaltung, einer Gemeinde sicherstellen und weitsichtig planen.

Über die Finanzierung der Pflichtaufgaben hinaus stehen aus den Gemeinde-Einnahmen weitere Mittel zur Verfügung. Diese dienen dazu, wichtige Maßnahmen zur Ortsentwicklung zu finanzieren. Wir werden dies nach der Gleichung: „weniger überflüssige Beratung, weniger Gutachten und weniger Gegengutachten = mehr Mittel für die Bürger“ verfolgen.

Jeder Unternehmer weiß, dass ein Unternehmen keine Zukunft hat, wenn es nicht sinnvoll investiert. Dies gilt auch für eine Marktgemeinde. Wir werden die verfügbaren Mittel genau dort einsetzen, wo sie die Situation der Marktgemeinde nachvollziehbar verbessern werden.

Dies wird grundsätzlich in Form von Projekten geschehen, die dem Bürger bekannt gemacht, mit ihm diskutiert und auf Basis eines gut funktionierenden Projektmana-gements umgesetzt werden. Jeder interessierte Bürger soll wissen, was gemacht wird, wie es gemacht wird und welches Ergebnis es hat.

Schwerpunkte für Projekte werden sein: Maßnahmen zur Verkehrsinfrastruktur, zur Verbesserung des Ortsbildes, zur Förderung des Gewerbes einschließlich des Tourismus, zur Verbesserung der Lebenssituation zum Beispiel junger Familien und Senioren.

Dazu ist es auch notwendig, die Beteiligungen der Gemeinde neu zu ordnen. Dies werden wir im Sinne des Ortes gemeinsam mit unseren Partner in den Ministerien und Aufsichtsbehörden regeln.

Wenn wir unsere finanziellen Möglichkeiten erweitern und sie zielgerichteter einsetzen wollen, müssen wir auch das Vermögen der Marktgemeinde betrachten und überlegen, wie wir es besser nutzbar machen. Die Gesundheitswelt Chiemgau AG ist – allen Verbindlichkeiten zum Trotz – gleichzeitig der größte Vermögensgegenstand der Marktgemeinde.

Wir werden – erstmalig in der Geschichte von Bad Endorf – ein Verzeichnis über das Vermögen der Gemeinde erstellen und darauf ein professionelles Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsmanagement installieren. Dadurch sind wir in der Lage, die Finanzen durch besseres Wirtschaften, konsequenteres Sparen und das Ausnutzen von – sinnvollen – Fördermöglichkeiten zu konsolidieren.

Dies bedeutet dann auch, dass wir Investitions- und Unterhaltspläne für die Liegenschaften aufstellen und die Haushaltsmittel optimal einstellen können.

Dies werden wir gemeinsam mit der Kämmerei leisten.

Eine Gemeinde in der Situation Bad Endorfs benötigt ein gutes Netzwerk, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Durch gute Konzepte und geschickte Verhandlungen mit unseren Partnern sind noch viele Finanzquellen erschließbar.

Wir werden an den Toren, die wir hier für die Gemeinde schon einmal aufgestoßen hatten, erneut klingeln und werden beispielsweise die Zukunft der Gesundheitswelt Chiemgau AG – zusammen mit den Vorständen und unseren Partnern in den Ministerien und Aufsichtsbehörden - sichern.