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Zahl der Einbrüche steigt

Kriminalhauptkommissar gibt Tipps zum Schutz von Haus und Wohnung

 
Kriminalhauptkommissar Stephan Birzle beantwortete zahlreiche Fragen rund um Einbruchsschutz und die Sicherheit von Haus und Wohnung.

 

Auf Einladung von Frauen-Union und CSU referierte Kriminalhauptkommissar Stephan Birzle von der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle Kempten im Kolpinghaus über den Schutz vor Einbrüchen. Der gute Besuch zeigte, dass hohes Interesse besteht sein Zuhause zu schützen. Einbrüche habe es schon immer gegeben, aber die Zahl steige, so der Referent. In Deutschland sei die Zahl im Jahr 2015 auf rund 167.000 Fälle gestiegen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Einbruchdiebstahls zu werden in Nordrhein-Westfalen sechsmal höher ist als in Bayern, seien die Zahlen vor Ort besorgniserregend. Wurden doch in Buchloe im vergangenen Jahr neun Einbrüche in Wohnungen und sieben Einbrüche in Gewerbebetriebe verzeichnet.

Entgegen landläufiger Meinung kämen die meisten Täter tagsüber. Besondere Gefahr bestehe in der Urlaubs- sowie der dunklen Jahreszeit. Schwachstellen an den Häusern seien Fenster und Türen. Überwiegend beschaffen sich die Täter Zugang durch aufhebeln. Nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen, bliebe ein Drittel der Einbrüche im Versuch stecken, so Birzle. Türen, Fenster und Schlösser gäbe es in verschiedenen Widerstandsklassen und DIN-Normen. Ihren Zweck können diese aber nur erfüllen, wenn sie fachgerecht eingebaut seien.

Der Kriminalhauptkommissar verwies auf Kleinigkeiten, die ein Einbruchsrisiko erheblich reduzieren könnten. „Verschließen sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren, denn gekippte Fenster sind offene Fenster“ legte er den Zuhörern ans Herz. Für Bad- und WC-Fenster, die häufig gekippt werden, empfahl er Fenstergitter. Es seien viele Mosaiksteine, die einen wirksamen Einbruchschutz ausmachen. Beitragen würden auch Bewegungsmelder bei Außenbeleuchtungen und Alarmanlagen. Alarmanlagen müssten aber zuverlässig funktionieren und dürften keine Fehlalarme auslösen. Dagegen nicht viel hält Birzle von Videokameras. Täter seien verhüllt und die Auflösung von Filmen meist gering. Auch auf Hunde könne man sich nicht immer verlassen. Diese könnten mit Leckerlies ruhig gestellt werden.

Ganz wichtig, wenn es um Einbruchschutz geht, sei Sozialkontrolle, denn „in einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher, Diebe und Betrüger kaum eine Chance.“ Birzle rät deshalb: „Pflegen sie den Kontakt zu ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit“. Als Beispiel nannte er in Abwesenheit die Mülltonne herauszustellen und den Briefkasten zu leeren, damit ein bewohnter Eindruck erweckt werde.

Zum Nachlesen und zu detaillierteren Informationen bekam jeder Zuhörer die Broschüre „Ungebetene Gäste“ der Polizei mit nach Hause.