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Soziale Verantwortung in der Politik

Soziale Verantwortung in der Politik

 
Landtagspräsidentin Barbara Stamm

Versuchen, unser Gegenüber zu verstehen... ... auch wenn er anderer Meinung ist.

Mit dieser Aufforderung umrahmte Landtagspräsidentin Barbara Stamm den Neujahrsempfang der CSU Dinkelsbühl in ihrer Rede. Frau Stamm sprach vor etwa 150 Gästen von sozialer Verantwortung in der derzeit schwierigen Lage – Verantwortung der Politik, der Menschen in unserem Land, oder der europäischen Freunde etwa in der Flüchtlingspolitik. Sie dankte in diesem Zusammenhang besonders den ehrenamtlichen Helfern, ohne die der Zustrom an Flüchtlingen nicht hätte bewältigt werden können. Anders als z.B. in der Phase der Flucht und Vertreibung nach dem zweiten Weltkrieg, stünden wir vor der besonderen Aufgabe, Menschen in unserem Land zu integrieren, die weder unsere Sprache sprechen, noch unsere Kultur verstehen.

Integration der Menschen

Wir dürften keine Parallelgesellschaften zulassen und sollten den Weg der Integration mit Nachdruck beschreiten. Dabei müssten wir darauf achten, dass unsere Demokratie bewahrt würde und ein Auge werfen auf rechte wie linke Bewegungen. Den Kritikern entgegnete sie, dass die CSU sich nicht an den rechten Rand drängen lasse, denn es müsse noch möglich sein, Befürchtungen der Menschen ernst zu nehmen und für diese Position zu beziehen.

Rolle Europas in der Flüchtlingsfrage

Enttäuscht sei sie derzeit vom Gedanken eines einigen Europas. Dieses bestünde nicht nur aus Deutschland, sie erwarte auch von den Partnern um uns herum, die Herausforderungen um den Flüchtlingszustrom anzupacken. Bei all den Herausforderungen sollten wir nicht vergessen, unsere Werte zu bewahren und sie hob die Bedeutung der Familie als Halt für uns alle hervor. Ein angenehmer Abend mit interessanten Gesprächen, zu dessen Anlass auch viele langjährige Mitglieder des Ortsverbandes geehrt wurden.

Ein Kommentar dazu

Die Chance müssen wir nutzen! Der richtige Weg der Flüchtlingspolitik ist immer noch hart umkämpft. Menschen machen sich Sorgen, „wo das noch enden soll“, Ängste bestehen, man könne das verlieren, was man sich nach dem Krieg aufgebaut habe. Menschlich ist es richtig, denen Schutz zu bieten, die in den Kriegswirren ihres Heimatlandes – und hierzu zählen nicht nur Syrien, oder Länder des afrikanischen Nordens – verloren gingen. Es wird ein enormer Kraftaufwand werden, nicht nur finanziell, sondern auch dabei, die Identität unserer Heimat zu bewahren, das Vertrauen aller Menschen in unserem Land zu gewinnen und sie davon zu überzeugen, dass wir in der Lage sind, die Aufgaben zu bewältigen, die uns gestellt wurden. Viele Geflohene werden irgendwann in ihr Land zurückkehren und dieses mit dem Wissen aufbauen, das sie sich bei uns erworben haben. Wir sollten aber nicht dem Irrglauben unterliegen, dass sich nur Spezialisten für den Arbeitsmarkt auf den Weg zu uns gemacht haben, auch werden wohl manche dabei sein, die sich nicht integrieren lassen (wollen). Wir bekämpfen die Ursache und bieten den Menschen die Chance, ihren Lebensraum mit dem erlernten Wissen lebenswert zu gestalten, welches sie sich bei uns erworben haben. Natürlich ist es auch zielführender, die Entwicklungshilfe besonders finanziell zu betreiben, als die Verwerfungen im eigenen Land bewältigen zu müssen. Wenn diese Rückkehrer dort dann noch erzählen, dass es Deutschland war, das große Unterstützung bot, dann haben auch wir an Ansehen in einem Teil der Welt gewonnen!

Danke an Stefan Frühwald

Eindrücke mit Barbara Stamm

 

Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtages

Versuchen, unser Gegenüber zu verstehen... auch wenn er anderer Meinung ist!