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Fachdiskussion der CSU Ebersberg

Ministerbesuch in Ebersberg

 
von links: Dr. Andreas Lenz, Ulrike Scharf, Prof. Klaus Töpfer, Alexander Gressierer, Walter Brilmayer

Weit über hundert interessierte Bürger waren der Einladung von CSU Ortsverband und Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz zu der Veranstaltung „Umwelt – Klima – Lebensraum – was es jetzt braucht“ auf die Ebersberger Alm gefolgt. Ehrengäste des Abends und Teilnehmer der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion waren die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf und der ehemalige Bundesumweltminister Prof. Klaus Töpfer.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Ortsvorsitzenden Alexander Gressierer betonte Andreas Lenz, Stimmkreisabgeordneter für den Bundeswahlkreis Erding – Ebersberg die herausragende Bedeutung der Umweltbildung, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu prägen. Ein mustergültiges Beispiel für gelungene Umweltbildungsmaßnahmen konnten die Teilnehmer der Podiumsdiskussion im Vorfeld der Veranstaltung kennenlernen. Bei einem Besuch im Museum Wald und Umwelt präsentierte die Museumsleiterin Ines Linke historische und moderne Aspekte des Umweltschutzes und Energiebewusstseins.

Staatsministerin Scharf und Bundesumweltminister a.D. Prof. Töpfer gingen in der anschließenden Diskussion der Frage nach, wie gesetzte Ziele des Umweltschutzes schnellstmöglich erreicht werden können. Dies sei notwendig, weil bereits jetzt die Nachhaltigkeitsschwelle für Rohstoffe immer früher überschritten werde, sodass der Konsum endlicher Ressourcen heute zu wesentlichen Teilen zu Lasten künftiger Generationen betrieben wird.

Staatsministerin Scharf betonte, dass Klimaschutz aber auch Geld kosten würde und hob in diesem Zusammenhang die Leistungen der bayerischen Staatsregierung hervor, die aktuell 170 Mio. Euro für das Klimaschutzprogramm vorsieht.

Prof. Töpfer erläuterte außerdem, dass das einzig sinnvolle Ziel nachhaltiger Umweltpolitik eine Kreislaufwirtschaft der Ressourcen sein müsse und betonte, dass der Mensch wieder mehr als Teil der Schöpfung verstanden werden muss, sodass Umweltpolitik ganzheitlich gedacht wird und nicht rein vom Menschen aus. Dies bezeichnete er als zentrales Anliegen christlichen Handelns in der Politik.

Die große Aktualität der Umweltpolitik wurde auch in den anschließenden Fragen aus dem Publikum deutlich. Diese erstreckten sich vom Projekt des geplanten dritten Nationalparks in Bayern bis hin zur Frage der nachhaltigen Förderung von Entwicklungsländern zur Bekämpfung von Fluchtursachen.