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Feste und Feiern

Neujahrsempfang mit Dr. Theo Waigel

 
Feierten mit über 100 Gästen das neue Jahr (v.l.n.r.): Maximilian Platzer (JU-Ortsvorsitzender), Landrat Karl Roth, Stephan Ebner, Dr. Theo Waigel, Dr. Ute Eiling-Hütig, MdL, Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger, Katja Görtler (FU-Ortsvorsitzende)

2016 - ein Jahr der Herausforderungen

Nach acht Jahren zog es die CSU Gauting wieder zurück in den Schwanthaler Saal im Schloß Fußberg. Und als Ehrengast kam mit dem Ehrenvorsitzenden der CSU und Bundesfinanzminister a.D. Dr. Theo Waigel eine echter Hochkaräter. Weit über 100 Gäste folgten der Einladung von CSU, Frauen-Union und Junger Union.

Der CSU-Ortsvorsitzende eröffnete den Abend mit einem realistischen, aber trotzdem auch optimistischen Ausblick auf das neue Jahr. "Natürlich ist die Flüchtlingskrise das derzeit absolut dominierende Thema. Aber ich bin sicher, dass die CSU sich auch gegenüber der eigenen Schwesterpartei durchsetzen wird", erklärte Ebner. Er sei sich deshalb so sicher, da in der Union am Ende Vernuft durchgesetzt habe. Er nutzte die Gelegenheit aber auch, um sich bei seinem Vorstandsteam für die gute Arbeit im vergangenen Jahr zu danken. Mit Bezug auf die aktuellen Haushaltsverhandlungen im Gemeinderat hoffe er "auf etwas mehr Miteinander und etwas weniger Ringen im griechisch-römischen Stil", wie es derzeit von Teilen des Rates betrieben werde.

"War das alte Jahr ein Gutes, so freue Dich auf's Neue. War es schlecht - erst recht." Mit diesen humorvollen Worten schloss die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig ihr kurzes Grußwort, in dem sie die Herausforderungen des kommenden Jahres schilderte. "Wir haben den Landeshaushalt ohne neue Schulden aufgestellt. Das wollen wir auch in den kommenden Jahren so beibehalten - trotz Flüchtlingskrise"

Bundesfinanzminister a.D. Dr. Theo Waigel sah bei seiner Rede trotz all der schwierigen Situation auch viel Positives. So habe Frankreich nahezu unbemerkt sich erholt und halte wieder die Stabilitätskriterien der Eurozone wieder ein. Er rief die Gäste zu Zuversicht für 2016 auf: "Deutschland hat seit der Wiedervereinigung 25 sehr gute Jahre hinter sich. Jetzt dürfen wir uns vom Gegenwind nicht umwerfen lassen." Aber er fand auch deutliche Worte zur Problematik des ungezügelten Zuzugs von Flüchtlingen aus der ganzen Welt. Natürlich stehe Deutschland in der Pflicht den Ärmsten der Armen zu helfen, aber ohne eine solidarische Unterstützung der übrigen Länder der EU sei dies nicht zu schaffen. "Wir können die Welt nicht alleine retten. Das habe ich auch der Kanzlerin so gesagt", sagte der CSU-Ehrenvorsitzende unter dem Beifall der Zuhöhrer. Nach gut 45 Minuten beendete Waigel seine Ausführungen, für die sich die Anwesenden mit lang anhaltendem Beifall bedankten.

Als Gastgeschenk übergab Ebner eine Flasche Wein, die nach Auskunft des Händlers so dunkelrot sei, dass sie eigentlich schon als schwarz durchgehe. Bei den anschließenden Gesprächen blieben viele Gäste noch bei Häppchen und Getränken lange beinander.