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  55 Jahre CSU

55 Jahre CSU Höchberg

Am 7. Januar 1946 trafen sich die 12 Gründungsmitglieder unseres Ortsverbandes, Franz Adam,Anton Hupp, Edmund Hupp, Herrmann Hupp, August Langhirt, Ludwig Leimeister, Josef Lerch, Ludwig Reulbach, Leo Roos, Karl Rottmann, Simon Seubert und Christian Zitter, um auch in unserem Heimatort den Anstoß zu jener großen, interkonfessionellen Sammelbewegung zu geben, die später den Namen “Christlich Soziale Union Bayern” annahm. Der Ortsverband der CSU Höchberg war geboren! Eine neue, überragende Idee hatte überall in unserem Land die Menschen zusammengeführt: aus der CSU sollte eine Partei werden, eine Volkspartei, die die Christen aller Konfessionen, die Intellektuellen, die Arbeiter, Handwerker und Bauern vereinte und auf ein Ziel orientierte: Den Aufbau eines freien, demokratischen und sozialen Gemeinwesens. Die in dem Jubiläumsband des CSU-Kreisverbandes Würzburg-Land “Der Heimat verpflichtet” abgedruckten programmatischen Aussagen dieser ersten Nachkriegsmonate und -jahre beweisen den Ernst, den großen Weitblick und den machvollen geistigen, idealistischen Antrieb, mit dem die Gründer ans Werk gingen. Damals galt es, die ersten freien Wahlen zu den Kommunalvertretungen am 27. Januar 1946 organisatorisch zu bewältigen, bei den damaligen ökonomischen Verhältnissen, der kurzen Zeitspanne und unter der Aufsicht der amerikanischen Militärregierung kein leichtes Unterfangen. Höchberg hatte darüber hinaus schon eine lange SPD-Vorkriegstradition. Trotz dieser Umstände gelangten drei Vertreter der neuen Gruppierung  (der Name CSU stand noch nicht fest) in den Höchberger Nachkriegsgemeinderat. Zwei Jahre später, nach Inkrafttretender Bayerischen Verfassung, wurde dann “ordentlich” gewählt, nach den heute im wesentlichen noch gültigen bayerischen Wahlgesetzen. Mehr und mehr gewann die CSU auch in Höchberg dasVertrauen der Bürger. Die Wahl 1952 bedeutete einen Einschnitt: die bis dahin amtierenden CSU-Gemeinderäte wollten sich nicht noch einmal zurVerfügung stellen, jüngere Kräfte traten an und schlossen sich mit nicht parteigebundenen Bürgern zur PBL (parteilose Bürgerliste) zusammen. Hier gelang ein großer Erfolg: sieben Kandidaten kamen durch! In der PBL hatte die damalie CSU einer neuen Gruppierung Geburtshilfe geleistet: der späteren UWG. Diese stellte sich seit der Wahl 1960 dem Wähler, während die CSU seither wieder als eigene Liste antrat. Ihre Arbeit mußte die CSU in Höchberg lange Zeit ohne gesicherten organisatorischen Fundus leisten. Die Mitgliederzahlen blieben bis in den Beginn der 60er Jahre konstant bei etwa 15 Personen. So war sie auf das Engagement der wenigen Getreuen angewiesen. Heute zählt der Ortsverband mehr als 100 Mitglieder  - auch ein Zeichen der Umstrukturierung, die in unserem Ort im Gange ist. Durch die gewachsene Mitgliederzahl - der Ortsverband Höchberg ist immerhin einer der mitgliederstärksten im Landkreis Würzburg - aber auch durch die kontinuierliche und besondere Mitarbeit in der Gemeinde und im Landkreis sind Ansehen und Einfluß  der CSU Höchberg gewachsen. Bei der Gemeinderatswahl 1996 gelang es der Höchberger CSU erstmals, die SPD als stärkste Kraft in Höchberg bei einer Wahl an Stimmen zu überflügeln. Seit der Spaltung der SPD-Gemeinderatsfraktion im Jahr 2000 ist die CSU in Höchberg auch stärkste Gemeinderatsfraktion.

  Newsletter 2014

  2014 MGRW-Flyer

Ihre Kandidaten für die Kommunalwahl 16. März 2014

.... näher am Menschen

  Gespräch mit MdL Manfred Ländner (Kopie 1)

der Ortsverband im Gespräch mit MdL Manfred Ländner

  Kirchweihsonntag

Goldenes Oktoberwetter bescherte Petrus rechtzeitig und wohlwollend zur Höchberger Kirchweih. So ergab sich, dass am CSU-Stand bei Angemachten und Ferderweißer bereits gegen ca. 16 Uhr alles "ausgetrunken" war. Das CSU-Team freut sich über den großen Zuspruch und dankt für den regen Besuch.  

 

  25 Jahre Grenzöffnung

Anlässlich des 25. Jahrestages der friedlichen Maueröffnung an der deutsch deutschen Grenze in Heinersdorf reiste die CSU Höchberg in die kleine thüringische Gemeinde. Heinersdorf war damals nahezu eine Enklave: Der Ort war von drei Seiten mit einem engmaschigen Netz von Vorwarngeräten und Zäunen umgeben und lag in der sogenannten 500 m Schutzzone und im 5 km Sperrgebiet. Höchberger Bürger kamen nach der Grenzöffnung nach Heinersdorf, um ihre Hilfe anzubieten und Freundschaft zu schließen. Seit dieser Zeit ergaben sich gegenseitige Besuche und die Freundschaften der Anfangszeit bestehen noch heute.  

Teil der Reise war auf der Hinfahrt zuerst der Besuch der Porzellanfabrik Göbel mit Einkaufsmöglichkeit. Danach schloss sich die Besichtigung der Milchviehanlage Agraprodukt e.G Sonneberg – vormals eine LPG. Der ehemalige Bürgermeister von Heinersdorf, derzeit Direktor des Pflanzenbaus der Genossenschaft, führte durch die Anlage. Pünktlich um 15.08 - zum exakten Zeitpunkt der tatsächlichen Grenzöffnung - begannen dann am ehemaligen Mauerverlauf mit acht symbolischen Schlägen auf einen Gong die Gedenk- feierlichkeiten. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand an dieser Stelle das Gedenken mit Kranzniederlegung statt. Der weitere Teil der Veranstaltung erfolgte im Kulturhaus. Neben verdienten Bürgern der Gemeinde Heinersdorf ehrte Landrätin Christine Zitzmann für ihre Bemühungen um die deutsch-deutsche Freundschaft auch Doris Strauch, Günter Klopf und Christa Ullmann, stellvertretend für ihren verstorbenen Mann Adolf. Festredner des Abends war der ehemalige bayerische Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein, der es in seiner Rede auf den Punkt brachte: „Die Wiedervereinigung hat funktioniert, weil die Menschen Freundschaft geschlossen haben.“

An die Veranstaltung schlossen sich viele persönliche und lange Gespräche an. Der 19. November 2014 war ein Tag, der gefüllt war mit umfangreichen, vielfältigen, auch gegensätzlichen Programmpunkten und verbunden mit vielen Erlebnissen und Begegnungen. Und mancher Reiseteilnehmer konnte sich gar nicht vorstellen, welch gewaltige emotionale Wucht mit einem solchen Ereignis verbunden sein kann und er selbst von dieser getroffen wurde, wenn Zeitzeugen sich erinnern 

 

Günter Klopf

„Wir haben die Menschen damals total überfordert.“