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  Wir trauern um Josef Weigert aus Seedorf

Liebe Wirtsleut Familie Engl, liebe Hannelore und Erich, liebe Kathrin und Michael

Ein begnadeter Gastwirt, aber auch politischer Weggefährte des Landkreises ist nicht mehr unter uns. Neben seiner Aufgabe als Land- und Gastwirt stand stets die Familie im Vordergrund, aber auch sah er es immer als eine Verpflichtung an, sich politisch zu engagieren und so für seine Gemeinde etwas zu erreichen.

So war er bereits in den 70 iger Jahren Gemeinderat in der damals selbstständigen Gemeinde Poing, sowie auch in der Großgemeinde Pentling. Doch das war im nicht genug an Engagement. Von 1984 bis 1996 war er im Landkreis Regensburg als Kreisrat für seine Heimatgemeinde Pentling und den Landkreis aktiv. Die damaligen Landräte Leonhard Deininger und Rupert Schmid hatte er stets auf unsere kleine Stadtrandgemeinde aufmerksam gemacht und durch sein Wirken positive Signale setzen können.

Wir von seiner beheimateten CSU verlieren einen Vordenken, einen guten Berater und ein engagiertes Vorbild. Er stand stets mit Rat und Tat zur Seite und war auch immer über aktuelle Themen bestens informiert und vertrat seine Meinung.

Ich selbst durfte Josef Weigert als guten und angenehmen Ratgeber und Unterstützer unserer CSU kennenlernen und habe ihn für sein Wissen bewundert.

Immer wenn ein Mensch von uns geht, halten wir inne und denken über den Sinn des Lebens nach und das Wirken unserer verlorenen Menschen. Aber das Lebenskarussell dreht sich weiter und uns bleibt die Erinnerung an all das Gute und das Wiedersehen in einer anderen Welt. Unsere Verpflichtung ist es, Josef Weigert in ehrender Erinnerung in unseren Herzen und Gedanken weiter zu tragen.

Ruhe in Frieden Josef Weigert – Deine CSU Pentling und Landkreis

  Regensburger CSU geht neue Wege: "Politik zum AnFASSeln"

Unter dem Motto "Politik zum AnFASSeln" sind die Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Freudenstein und der Landtagsabgeordneter Dr. Franz Rieger unterwegs. Rieger und Freudenstein wollen so ganz ungezwungen mit den Menschen ins Gespräch kommen und erfahren, was die Leute vor Ort besonders bewegt.

Den rundum gelungenen Auftakt machten sie am letzten Wochenende in Zusammenarbeit mit der CSU Pentling in der Ausflugsgaststätte Walba. Moderiert wurde das kurzweilige Gespräch vom CSU-Ortsvorsitzenden und Gemeinderat Erwin Skorianz.  

Passend zur Politik aus Berlin und München gab es beim "AnFASSeln" Berliner Fassbrause und Bayerisches Bier – frisch angezapft von den beiden Abgeordneten.  

Rund 40 Interessierte folgten der Einladung in den Stadl der Walba, den die Wirtsleute Menzl für diesen politischen Frühschoppen zur Verfügung gestellt hatten. Darunter waren der Pentlinger Gemeinderat Franz Schiller, der zweite Bürgermeister von Wenzenbach Ewald Fischer, Prälat Heinrich Wachter sowie zahlreiche Gäste und CSU-Freunde aus Pentling und Regensburg. Dabei kam allerlei Interessantes über die Arbeit in Berlin und München zur Sprache und erstreckte sich von den Themen Verkehr und Energie über Soziales und Asyl bis hin zum Wissenschaftsstandort und Europathemen. "Dieser direkte Austausch ist uns sehr wichtig und ein bedeutender Impulsgeber für unsere politische Arbeit", betonten die beiden Abgeordneten. Vor allem das Thema Verkehr nahm viel Platz in der Diskussion ein. Rieger und Freudenstein berichteten zur aktuellen Planung des 3-spurigen Ausbaus der A3 und den Lärmschutzmaßnahmen sowie zur A93 und dem Pfaffensteiner Tunnel. Und Erwin Skorianz fasste zusammen: "Künftig wird noch mehr gelten, dass es nicht nur im Kleinen geht, sondern bei der politischen Arbeit stets die gesamte Region Regensburg betrachtet werden muss."

  Mitgliederversammlung 8. März 2014

CSU gibt sich im Wahljahr optimistisch

Der Pentlinger Ortsverband zog bei seiner Jahresversammlung Bilanz und zeichnete Mitglieder aus. Bürgermeister Albert Rummel kritisiert den Wahlkampf. Von Gabi Hueber-Lutz, MZPentling.

Kurz vor den Kommunalwahlen gab sich bei der Jahresversammlung der CSU Hohengebraching-Pentling im Gasthof Fänderl in Matting die politische Prominenz die Klinke in die Hand. Landtagsabgeordneter Dr. Franz Rieger, Kreisvorsitzender Peter Aumer und Europa-Abgeordneter Albert Deß gaben dem Ortsverein die Ehre.Der scheidende CSU-Bürgermeister Albert Rummel zog ein kurzes Resümee und ging kritisch mit dem laufenden Wahlkampf ins Gericht. Er verstehe zum Beispiel nicht, dass die Forderung nach einem Ortssprecher so hervorgehoben werde. Das stehe doch sowieso in der Gemeindeordnung. Und es sei einfach nicht richtig, wenn behauptet werde, dass die CSU-Mehrheit ein Referendum zur Abschaltung von Atomkraftwerken abgelehnt hätte. Der Antrag sei mit 18:2 Stimmen im Gemeinderat befürwortet worden.

Rummel: Heigl wird durchgehen

Zum Ausgang der Wahl am nächsten Sonntag prophezeite Rummel, dass der Bürgermeisterkandidat der CSU, Wolfgang Heigl, ohne Stichwahl durchgehen werde. Aumer bezeichnete die anstehenden Wahlen als entscheidend für die Region, da, wie in Pentling auch, wichtige Positionen neu zu besetzen seien. So das Amt des Landrats und des Regensburger Oberbürgermeisters. Bei vielen Projekten sei es wichtig, gemeinsam zu kämpfen, zum Beispiel um den dreispurigen Ausbau der B 16 bei Pentling mit dem dann kommenden Lärmschutz.Ortsvorsitzender Erwin Skorianz sagte, die Mitglieder seines Ortsverbandes seien immer da, wenn man sie brauche: „Wir machen jedes Jahr mehr!“ Auch Bürgermeisterkandidat Heigl bestätigte, dass der Ortsverband sehr viel getan habe. Hier seien die Leute, die die Basis kennen, „da bin ich stolz drauf!“ Immer gut besucht seien die Veranstaltungen des laufenden Wahlkampfs. Dr. Franz Rieger (MdL) dankte für die gute Zusammenarbeit. Anfangs sei die Begeisterung ja eher gedämpft gewesen, dass er als städtischer Abgeordneter nun für Pentling zuständig ist. Man habe erst zueinanderfinden müssen. Pentling habe aber zu den Ortsverbänden gehört, die ihn im Wahlkampf am besten unterstützt haben. „Danke für die Aufnahme in eure Gemeinschaft“, sagte Rieger.

Gratulation für den Bürgermeister

Europa-Abgeordneter Albert Deß hielt das Hauptreferat, das sich mit den Themen der EU befasste. Teilweise in Abwesenheit wurden die langjährigen Mitglieder des Ortsverbands geehrt. Und auch der 60. Geburtstag von Bürgermeister Albert Rummel ging in Wahlkampfzeiten nicht unter. Skorianz und Heigl gratulierten im Namen des Ortsverbands mit heimischen Spezialitäten und einem Bild mit Motiven aus den Gemeindeteilen.

  Portrait über Wolfgang Heigl

„Ich bin ein Mensch, der anpacken will“

CSU-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heigl setzt auf Gespräche, um herausfinden, was den Leuten wichtig ist. Zu Glasfaser gibt es für ihn keine Alternative.

Von Gabi Hueber-Lutz, MZ

PENTLING. Wolfgang Heigls Leben ist fest mit der Gemeinde Pentling verwoben. Bei der Kommunalwahl möchte er das Erbe seines CSU-Kollegen Albert Rummel antreten und Bürgermeister von Pentling werden. „Ich bin ein Mensch, der einfach anpacken und gestalten will“, sagt Heigl (48), und deswegen reize ihn das Amt sehr. Aufgewachsenen ist er in Matting und hier lebt er mit seiner Familie. Zur Feuerwehr Matting gehört er seit frühester Jugend, seit über 20 Jahren ist er ihr Kommandant. Auch beruflich ist Wolfgang Heigl in seiner Heimatge-meinde geblieben. Erst hat er den Bauhof geleitet, vor fünf Jahren ist er ins Bauamt gewechselt als dessen stellvertretender Leiter.

Aufbau der Gemeinde live miterlebt

Damals musste er sein Ehrenamt als Gemeinderat abgeben, denn als Angestellter der Gemeinde darf er nicht gleichzeitig in diesem Gremium sitzen. 13 Jahre war er vorher Gemeinderat. „Den Aufbau der Gemeinde habe ich die letzten 25 Jahre live miterlebt“, blickt er zurück. Bei ihm würde sich nur die Telefonnummer ändern, sollte er ins Bürgermeisterzimmer wechselt, habe ein Bekannter einmal zu ihm gesagt, erzählt Wolfgang Heigl. Und da sei schon was dran. Freilich sei das Arbeitsspektrum eines Bürgermeisters deutlich größer, aber einen Großteil der ganzen anfallenden Verwaltungstätigkeit kenne er schon und müsse sich nicht erst neu einlernen. Ein gro-ßer Vorteil, wie er findet. Und wenn er der Chef der früheren Kollegen werden würde, gäbe das ein Problem? Heigl schüttelt den Kopf. Er kann es sich nicht vorstellen. Als er vom Bauhof in die Verwaltung wechselte, sei ihm das sehr leicht gemacht worden. „Ich hoffe, dass es dann genauso gehen würde.“ Und weil er der Meinung ist, dass es gut läuft in der Verwaltung, sehe er auch keinen großen Veränderungsbedarf. Dass er als Bürgermeister kandidiert, ist natürlich intensiv abgesprochen mit seiner Frau Sibylle. Auch sie stehe dahinter und Wolfgang Heigl ist froh, mit seiner Frau jemanden an seiner Seite zu haben, der ihm, wie man so schön sagt, den Rücken frei hält. Wer so verwurzelt ist, der kennt natürlich Gott und die Welt und weiß eine Unmenge an Details aus der Gemeinde. Auch darin liegt für Heigl ein großer Vorteil, sollte er Bürgermeister werden. Zum Beispiel bei Grundstücksverhandlungen. Da weiß er genau, mit wem er wie reden kann, ist er sich sicher. Das Reden mit den Leuten, das sei überhaupt das A und O. Die Gemeinde hat ihre Pflichtaufgaben und daneben das, was sie ansonsten noch machen kann. Und darüber muss man miteinander ins Gespräch kommen, herausfinden, was den Leuten wichtig ist. Nur, eines ist ihm auch klar: Jedem werde er es nicht recht machen können, das werde er lernen müssen.

Unterlagen fuhren mit in Urlaub

Kein Problem hat er damit, sich in verschiedene Themen einzuarbeiten und sich so richtig reinzuknien. Im Skiurlaub waren deshalb die Unterlagen zum Thema Breitbandversorgung dabei. Und mit Bürgermeistern, in deren Ortschaften es bereits ein gut ausgebautes Netz gibt, habe er sich intensiv unterhalten. In der Gemeinde Pentling habe man durchaus auch aktuell Möglichkeiten, aber Glasfaser sei die Zukunft, das sei klar und da dürfe man das Leerrohrnetz der Gemeinde nicht unterschätzen. Dafür müsse man Geld in die Hand nehmen und sich über die Landtags- und Bundestagsabgeordneten für eine entsprechende Förderung stark machen. Autobahnen vom Bund für das Breitband würde er sich wünschen. Und der Praktiker Heigl weiß genau, wie er sich das vorstellt. Das müsste genauso laufen, wie früher der Aufbau des Wasserleitungsnetzes. Das gibt es heute auch flächendeckend.

ÖPNV:

Ein wichtiges Thema bei den Gesprächen an der Haustür, wie Wolfgang Heigl festgestellt hat. Eventuell könnte man hier neue Wege gehen, indem ein Kleinbus mehrmals täglich die abgelegeneren Ortsteile anfährt und die Bürger nach Pentling bringt.

Finanzen:

Sicher wird es einmal Projekte geben, wo man Geld wird aufnehmen müssen, meint Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heigl. Aber grundsätzlich sei sein Leitsatz, dass man das, was man braucht, gleich bezahlen können sollte.

Bauland:

Heigl möchte kein großes Wachstum, denn das schade der Ortsstruktur. Er möchte kleine Baugebiete mit zehn bis 15 Parzellen.

  Bürgergespräche

CSU will familienfreundliches Pentling

Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heigl von den Christsozialen fordert den Ausbau der Kinderbetreuung. Der Jugendtreff soll eine neue Heimat bekommen. Von Gabi Hueber-Lutz, MZ Pentling.

Die Pentlinger Bürger nehmen die Möglichkeiten, sich zu informieren, gerne wahr. Zur Wahlveranstalter der CSU kamen knapp 90 Bürger inklusive der Kandidaten. Bürgermeisterkandidat Wolfgang Heigl spann bei seiner Rede einen weiten Bogen über die verschiedensten Themen der Kommunalpolitik. Als „Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde“ bezeichnete Heigl die Familienfreundlichkeit.Die gute Kinderbetreuung müsse deshalb noch ausgebaut werden, und auch der Erhalt der Grundschule sei ein sehr wichtiges Thema. Für den Jugendtreff, der bisher in seinem Provisorium gut angenommen werde, müsse eine neue Heimat gefunden werden. Wichtig sei auch die Unterstützung der Vereine bei ihrer Jugendarbeit.

Ohne Ehrenamt geht es nicht

Auf der anderen Seite der Altersskala stehen die Senioren. Damit es ihnen in ihrem gewohnten Umfeld gut geht, soll eine Broschüre erstellt werden, in der sämtliche Möglichkeiten für sie verzeichnet sind. Heigl hob auch die Bedeutung des Ehrenamts hervor: „Ohne Ehrenamt ist kein Staat zu machen!“ Er selbst habe in den letzten Jahrzehnten viel Erfahrung im Ehrenamt gesammelt. Als Bürgermeister möchte er deshalb die Vereinsförderung überdenken.Was die weitere Entwicklung der Gemeinde betrifft, sagte Heigl, dass er moderate Baulandausweisungen für ortsansässige junge Familien wolle. Die Gespräche dazu seien schwierig, von Vorteil sei aber, dass er selber nicht von Grundstücksangelegenheiten betroffen sei und auch die Belange der Landwirtschaft genau kenne.Um zu Bauland zu kommen, müsse man das Preisgefüge überprüfen und auch nach anderen Möglichkeiten Ausschau halten. Wenn man vorhandene Infrastruktur wie Wasser und Abwasser nutzen könne, könnte man zu kostengünstigem Bauland kommen. Darüber hinaus müsse man aber auch die Ansiedlung von Gewerbe moderat unterstützen, um heimatnahe Arbeitsplätze zu haben.

Für mehr Bürgerbeteiligung

Seit Jahren ein Thema sei ein Sportzentrum für die Gemeinde. Hier müsse man mit den Vereinen sprechen und dürfe auch die Kosten für den Unterhalt nicht aus den Augen verlieren. Wichtig sei ihm auch die Bürgerbeteiligung bei großen Baumaßnahmen. Der Bürger müsse frühzeitig informiert werden, um zum Beispiel zu wissen, ob Kosten auf ihn zukommen. Seine frühere Tätigkeit als Gemeinderat, seine praktische Erfahrung und seine Einsicht in die Verwaltung als stellvertretender Leiter des Bauamts sehe er als sehr hilfreich an für die erfolgreiche Ausübung des Bürgermeisteramts, sagte Heigl. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die Frage ein, warum er nicht auf der Gemeinderatsliste der CSU kandidiere. Als er beruflich in die Verwaltung der Gemeinde wechselte, musste er sein Amt als Gemeinderat aufgeben. Sollte er nicht Bürgermeister werden, würde er in der Verwaltung bleiben und könnte dann dem Gemeinderat nicht angehören. Unter diesen Umständen habe er es als unehrlich dem Wähler gegenüber empfunden, für den Gemeinderat zu kandidieren. Der CSU-Landratskandidat Peter Aumer betonte, dass es für Gemeinden wie Pentling wichtig sei, dass man an dem Miteinander von Stadt und Landkreis Regensburg noch besser arbeiten müsse. (lhl)