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Kriminalstatistik 2014

Bayern sicherstes Bundesland

 

„In Bayern leben heißt sicherer leben!" Das ist das Fazit des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann zur Polizeilichen Kriminalstatistik 2014. Demnach ist mit der niedrigen Kriminalitätsbelastung von 5.164 Straftaten pro 100.000 Einwohner (2013: 5.073) das Straftatenrisiko in Bayern bundesweit am geringsten.

Zum Vergleich: Beim Schlusslicht Berlin liegt die Zahl bei 15 873 Straftaten pro 100 000 Einwohner - also dreimal so hoch. Gleichzeitig konnte die Bayerische Polizei ihre ohnehin schon sehr gute Aufklärungsquote auf 64,4 Prozent steigern (2013: 64,1 Prozent). „Damit haben wir deutschlandweit voraussichtlich auch die beste Aufklärungsquote", sagte Innenminister Joachim Herrmann.

Die Zahl der Straftaten im Freistaat stieg im vergangenen Jahr um 2,5 Prozent auf 650.868 (2013: 635.131 Fälle). Herrmann führte diesen Anstieg auf den starken Zustrom von Asylbewerbern zurück. Die Zahl der Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz erhöhte sich von 23.852 auf 43.271. „Ohne diese ausländerrechtlichen Verstöße hätten wir 2014 einen leichten Rückgang der Straftaten um 0,6 Prozent gehabt“, erklärte der Innenminister.

Kritisch sieht Herrmann insbesondere die Entwicklung bei der Einbruchskriminalität. "Wohnungseinbrecher sind weiterhin bundesweit auf dem Vormarsch, leider auch in Bayern", erklärte Herrmann vor dem Hintergrund der bayernweit 8.210 für 2014 gemeldeten Fälle (+28,6 Prozent). Herrmann wies aber auch darauf hin, dass in Bayern das Einbruchsrisiko mit 65 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner insgesamt erheblich geringer sei, als im übrigen Bundesgebiet (Bundesdurchschnitt 2013: 186 Einbrüche). Herrmann kündigte an in diesem Jahr einen besonderen Einsatzschwerpunkt auf die Einbruchskriminalität zu legen: „Durch akribische Ermittlungstätigkeit, qualifizierte Tatortarbeit sowie intensive Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen unternehmen wir alles, um Einbrecher schnell zu überführen“, betonte der Innenminister.

Herrmann kritisierte scharf die schweren Ausschreitungen in Frankfurt anlässlich der Eröffnung der EZB-Zentrale: „Was dort heute geschieht in Frankfurt hat mit Demonstrationen nichts mehr zu tun. Das ist brutale Gewalt. Gewalt gegen Polizeibeamte, Gewalt gegen andere Personen, brutale Gewalt gegen Sachen, Anzünden von Fahrzeugen – jeder weiß, das hat nichts mit der Meinungsfreiheit oder Demonstrationsfreiheit zu tun.“ Hier seien Straftäter am Werk, denen man das Handwerk legen müsse, so Herrmann. Hinsichtlich des G7-Gipfels in Bayern kündigte Herrmann an alles dafür zu tun, um derartige Ausschreitungen von vornherein zu verhindern.