Breitband

Die CSU lässt bei diesem Thema nicht locker. Wir werden Sie hier auf unserer Homepage über die aktuellen Entwicklungen informieren. Die Materie ist sowohl in organisatorischer als auch in technischer Hinsicht nicht trivial. Wir werden hier beide Themengebiete beleuchten.

  News

  Breitbandrichtlinie - BbR

Aufbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen in Gewerbe- und Kumulationsgebieten (Breitbandrichtlinie - BbR)

Förderart: Zuschuss
Förderbereich: Infrastruktur; Regionalförderung
Fördergebiet: Bayern
Förderberechtigte: Kommune
Ansprechpartner: zuständige Bezirksregierung Bayern; Bayerisches Breitbandzentrum Amberg

Übersicht

Richtlinie

Checkliste

Ansprechpartner: zuständige Bezirksregierung Bayern
Bayerisches Breitbandzentrum Amberg
Kirchensteig 1
92224 Amberg
Tel. +40 9621 96543 90

  Förderfortschritt - Überblick bayrische Gemeinden

In dieser Tabellesehen Sie die bislang veröffentlichten Links der bayerischen Städte und Gemeinden, die sich aktuell im Förderverfahren befinden.

  Breitbandtechnologien

  kabelgebunden

Grundsätzlich stehen folgende Technologien bereit:

  • DSL/VDSL (Telefonkupferkabel)
  • TV-Kabel (Koaxialkabel)
  • Powerline (Stromkabel)
  • Glasfaserkabel

Möglichkeiten der Glasfaseranbindung)

  • fttl - Fiber to the loop (in den Hauptverteiler)
  • fttc - Fiber to the curb (in den Kabelverzweiger, z.B. für VDSL)
  • fttb - Fiber to the building (in das Haus)
  • ftth - Fiber to the home (in die Wohnung)

  kabellos

Möglichkeiten der kabellosen Internetanbindung:

  • UMTS/HSDPA (3G -Mobilfunknetze)
  • LTE (4G - Long Term Evolution)
  • Satellit
  • WLAN/WiMAX (Funklösung, Nachteil: geringe Übertragungsweite wegen notwendiger Sichtverbindung)

  Begrifflichkeiten (organisatorisch)

  ANGA

ANGA - Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.

zur Stellungnahme der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. zu dem
Entwurf des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie für eine Rahmenregelung
der Bundesregierung für eine flächendeckende Next Generation Access (NGA)-Breitbandversorgung klicken sie hier

  Kumulationsgebiete

Als Kumulationsgebiet im Sinn der Breitbandrichtlinie gilt ein räumlich abgrenzbares Gebiet, in dem sich neben anderen Anschlussinhabern mindestens fünf Unternehmer im Sinn des § 2 Abs. 1 Satz 1 Umsatzsteuergesetz (UStG) befinden. Bei gemeindeübergreifenden Projekten gilt dies für jede der beteiligten Gemeinden.

  Förderprogramme

Gefördert werden Aufwendungen des Zuwendungsempfängers an private oder kommunale Betreiber öffentlicher Telekommunikationsnetze im Sinn des § 3 Nr. 27 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) (Netzbetreiber) zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke bei diesen Betreibern für Investitionen in Breitbandinfrastrukturen.

Zuwendungsempfänger sind Kommunen bzw. Gemeinden

Angestrebte Kennziffern der Breitbandinfrastruktur für Gewerbe- und Kumulationsgebiete

für Unternehmer:

  • Übertragungsrate Downstream: 50Mbit/s
  • Übertragungsrate Upstrem: 2Mibt/s

weitere Anschlussinhaber:

  • möglichst Übertragungsrate Downstream: 50Mbit/s
  • möglichst Übertragungsrate Upstrem: 2Mibt/s
  • mindestens aber 30Mbit/s Downstream

  Wirtschaftlichkeitslücke

  Begrifflichkeiten (technisch)

  Internet

Internet

Das Internet ist wohl eine der genialsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Gefühlt hat wohl keine andere Innovation die Welt derart verändet. Wie bei allen großen Erfindungen hatte auch die Erfindung des Interntets zwei treibende Kräfte:

Schlaue Köpfe beim Militär
Schlaue Köpfe in den Universitäten

Das Internet ist eine Kopplung von Millionen von PC's und Servern zu einem gemeinsamen Netzt. Dieses Netz wird von den verschiedensten Diensten genutzt wie z.B:

SMTP: E-Mail-Verkehr
WWW: Surfen
Telnet: Zugriff auf Rechner auf Admin-Ebene
FTP: Down- und Upload von Dateien
Usenet: Kommunikation von Internetnutzern untereinander

Alle bekannten Anwendungen wie z.B. facebook, twitter, youtube nutzen die oben aufgeführten Dienste.

Historie

1962 koppelten in den USA verschiedene Forschungsinstitute ihre Rechner zusammen. Das Arpanet war geboren. Wie weitsichtig damals schon agiert wurde, beweist die Tatsasche, dass das arpa-protocol noch heute im Einsatz ist.

1982 erklärt das amerikanische Militär TCP/IP zum Standard. Mit diesem Protokoll war es erstmals möglich, mehrere Rechner vermascht miteinander zu vernetzten. Die Vorteile dieses "Netzwerkes" seien an einem Beispiel erklärt: Werden zwei Rechner mit einer Leitung miteinander verbunden, spricht man von einem SPOF (Single Point of Failure). Fällt die Leitung aus, ist es mit der Datenübertragung vorbei. Verbindet man drei Rechner mit drei Leitungen, kann eine Leitung ausfallen, ohne das Netzwerk lahmzulegen, wenngleich sich auch die Leitungskapaziät halbiert. Aber es funktioniert automatisch weiter. Aus militärischen Erwägungen heraus ein unverzichtbarer Vorteil.

1989 wird das WWW (World Wide Web) erfunden. WWW ist ein Dienst im Internet, der auf HTML basiert. Das Surfen und Abrufen von Dateien im Internet war jetzt möglich. Hyperlinks, noch heute die Basis aller Suchmaschinen wie google vereinfachten die Suche.

1997 wird das Internet mobil. Der heute schon längst vergessene - weil viel zu langsame - WAP-Standard für Mobiltelefone wird eingeführt. Heute heißen die Protokolle:

  • UMTS
  • LTE
  • Edge
  • GPRS

  LAN

LAN  - Local Area Network

Jeder hat es zu Hause, keiner weiß wie es genau funktioniert, aber durch Plug-and-Play-Technologie muss man das auch nicht unbedingt wissen. Ein LAN ist ein LAN, wenn zwischen mindestens zwei Geräten, die beide über eine IP- und eine MAC-Adresse verfügen, Daten kabelgebunden bzw. kabellos übertragen werden können. Beispiele:

  • PC zu DSL-Router
  • PC zu PC
  • Smart-Phone zu DSL-Router
  • Smart-Phone zu PC
  • iPad zu DSL-Router
  • iPad zu PC

IP-Adresse

Das ist eine etwas seltsam anmutende Zahlenkette getrennt durch Punkte, z.B.: 192.168.178.1

Standardmäßig werden alle ans LAN angeschlossenen Geräte in diesem Fall die 192.168.178.x haben. X steht dann für eine jeweils andere Ziffer für jeweils ein anderes Gerät. Der DSL-Router wird zumeist die xxx.xxx.xxx.1 haben. Alle anderen Geräte beziehen ihre IP-Adresse automatisch über DHCP.

DHCP - dynamic host configuration - protocol

Diese kleine Software in jedem DSL-Router sorgt dafür, dass jedes angeschlossene Gerät automatisch eine IP-Adress zugewiesen bekommt, ohne dass man sich darum kümmern muss.

MAC-Adresse

Das ist die HW-Adresse des angeschlossenen Gerätes und hier speziell der Netwerkarte bzw. des Netzwerkadapters. Sie ist fest vergeben, weltweit einmalig und für normale User unveränderlich. MAC- und IP-Adresse sind die Basis für die Datenübertragung, die durch TCP/IP gesteuert wird.

TCP/IP

Eine der besten Erfindungen und die Basis für jede Datenübertragung und das Internet. Dieses Protokoll stellt sicher, dass alle gesendeten Daten korrekt und in der richtigen Reihenfolge ankommen. TCP/IP zerlegt alle Daten in Päckchen, versieht sie mit Zusatzinformationen und schickt sie ins LAN bzw. ins WAN. Weil alle Geräte weltweit TCP/IP verstehen, kommen die Daten immer fehlerfrei an. Noch nie wird jemand eine Mail bekommen haben, in der vom Netzwerk auch nur ein Buchstabe "verschluckt" worden wäre, egal, ob die Mail vom Nachbarn, aus dem europäischen Ausland oder aus Neuseeland geschickt wurde. Diese Sicherheit erkaufen wir uns mit jeder Menge "overhead". Das sind zusätzlich zu den Nutzdaten verschickte Signalisierungsdaten. Auf einhundert verschickte "Nutzdaten" können gut und gerne 20 Signalisierungsdaten kommen.

WAN

Das Wide Area Network ist ein Zusammenschluss von mindestens zwei LAN's über ein wie auch immer geartetes Medium. Beispiel: Eine Firma hat Firmensitze in München und Berlin. Selbstverständlich muss es ein gemeinsames Netzwerk geben. Die Firma muss sich, das sie nicht selbst ein Kabel zwischen München und Berlin vergraben kann, eine Datenleitung mieten. Damit diese Leitung eine sichere Verbindung darstellt, kommt VPN ins Spiel


VPN

Virtual Private Networks stellen sicher, dass die Datenübertragung verschlüsselt und damit sicher ist.

  bits and bytes

Das BIT ist die kleinste Informationseinheit, die man zu einem definierten Zeitpunkt übertragen kann. Ein Bit kann zwei verschiedene Zustände einnehmen:

  • Logisch 1
  • Logisch 0

In Bezug auf eine Taschenlampe hieße das: Logisch 1 - Taschenlampe eingeschaltet. Logisch 0 - Taschenlampe ausgeschaltet. Wenn man jetzt noch definiert, dass 1 = ja und 0 = nein bedeutet und man die dazugehörige Frage vorher definiert hat und sich ein exaktes Datum ausmacht, wann das "Signal" gesendet wird, dann ist man schon mittendrin in der einfachen Datenübertragung.

Für die elektrische Übertragung eines BIT ist es fast wie bei einer Taschenlampe. In einem definierten Moment fließt Strom (1) oder kein Strom (0). Da mit einem BIT wie gesagt nur zwei Informationen übetragen werden können, könnten wir maximal zwei Buchstaben übertragen. 1 = Buchstabe A und 0 = Buchstabe B. Und wie übertragen wir den Rest des Alphabetes? Genau deshalb wurde das Byte erfunden: 1 Byte = 8 Bit

Mit acht Bit lässt sich bereits ein Buchstabe übertragen. Wenn man über einen normalen Stromkreis von A nach B innerhalb einer Sekunde einen Buchstaben "senden" möchte, dann wird eine Sekunde in acht Frames eingeteilt mit jeweils 125 microsekunden. In jedem diesen Frame wird jetzt entweder Strom oder kein Strom gesendet. Zwei Beispiele:

Buchstabe A: 01000001

Buchstabe a: 01100001

Da sowohl Sender A als auch Empfänger B über die gleiche "Zeichensatztabelle" verfügen, kann der Empfänger das empfangene Byte korrekt interpretieren.

Würde man also 8 bits pro Sekunden auf diese Art senden, wäre die Geschwindigkeit 8bits/s. Wenn man dafür nur einen Stromkreis zur Verfügung stehen hat, müssen die Bits nacheinander gesendet werden. Das nennt man seriell. Das wäre ziemlich langsam.

Könnte man im gleichen Beispiel mit acht Stromkreisen agieren, könnte man die acht Bits parallel innerhalb von 125 microsekunden schicken. In einer Sekunde wären wir so schon bei 64bits/s, also einer Verachtfachung der Datenübertragsunggeschwindigkeit. Damit könnte man halt schon ein Wort mit acht Buchstaben innerhalb einer Sekunde übertragen. Viel zu langsam...

Angedacht ist, dass alle Haushalte bundesweit Internetanschlüsse bekommen sollen, die 50 Millionen Bits pro Sekunde übertragen können. Diese Technologien existieren selbstverständlich bereits. Innerhalb von Firmen werden Daten im 10Gigabitbereich übertragen, pro Sekunde. Für Privatanwender im Außenbereich ist und bleibt die Leitungslänge das entscheidende Problem.

  dsl

DSL (Digital Subscriber Line)

Das ist im Moment die gängigste Technologie, wie sich Endkunden mit dem Internet verbinden können. Die Technologie basiert auf Kupferleitungen zwischen dem Haus oder der Wohnung des Endusers und der nächstgelegenen Vermittlungstechnik des Providers. Hierfür wird eine einzige Kupferdoppelader benötigt. Meist beinhaltet ein typisches Erdkabel zu einem Einfamilienhaus 4x2 Drähte. Eine Doppelader (zwei Drähte) sind in Nutzung, drei weitere Doppeladern (sechs Drähte) sind Rerserve. Über zwei aktive Drähte werden zwei logische Datenströme transportiert:

  • Telefonie
  • Daten

Für die Trennung dieser Daten sorgt ein sogenannter Splitter, der die Datenströme trennt bzw. kombiniert. Schauen wir uns den klassischen physikalischen Weg eines Telefongespräches für User an, die einen ISDN-Anschluss haben:

  • Erdkabel zum Haus (zwei aktive Drähte)
  • Splitter (2 Drähte rein, 2 Drähte raus)
  • ISDN-NTBA (zwei Drähte rein, 4 Drähte raus)
  • ISDN-Telefonanlage bzw. ISDN-Telefon

Physikalischer Weg eines Telefongespräches für User mit T-NET-Anschluss:

  • Erdkabel zum Haus (zwei aktive Drähte)
  • Splitter (2 Drähte rein, 2 Drähte raus)
  • analoges Telefon

Physikalischer Weg eines Telefongespräches für User mit IP-Telefonen:

  • Erdkabel zum Haus (zwei aktive Drähte)
  • Splitter (2 Drähte rein, 2 Drähte raus)
  • DSL-Router (zwei Drähte rein, 4 Drähte raus)
  • LAN-Verbindung zum IP-Telefon

Der Weg der Internetdaten sieht in beiden Fällen wie folgt aus:

  • Erdkabel zum Haus (zwei aktive Drähte)
  • Splitter (zwei Drähte rein, zwei aktive Drähte raus)
  • DSL-Router (vier aktive Drähte rein, LAN oder WLAN raus)
  • Endpunkt (Computer, Laptop, Tablet, Smart-Phone, Fernseher, usw.)

Die Geschwindigkeiten für DSL beginnen bei 1mbit/s bis zu maximal 1gbit/s.

Wegen der kupferbasierten Technologie ist DSL nicht überall verfügbar. Denn die Datenübertragung wird durch die Kupferleitungen selbst erheblich gedämpft. Die Dämpfung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Adernquerschnitt (in Deutschland üblicherweise 0,25qmm bis 0,8qmm
  • Länge der Leitung zwischen Vermittlungsstelle (DSLAM) und Endkunde
  • genutzte Frequent: Je höher die zu übertragenden Frequenzen, desto höher die Dämpfung
  • Übersprechen in Abhängigkeit der Qualität des Kupfergkabels

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeiten, mit denen man über DSL im Internet agieren kann, sind sehr unterschiedlich. Wer zum Beispiel einen 16000er DSL hat, könnte der Meinung sein, dass sich dementsprechend eine 16MB große Datei innerhalb einer Sekunde verschicken lässt. Wer das glaubt, irrt aus mehreren Gründen:

  1. Um eine 16MB große Datei sicher zu verschicken, werden die Nutzdaten in jede Menge Signalisierungsdaten verpackt. Bei einer 16MB großen Datei könnten insgesamt bis zu 25MB an Daten verschickt werden, bevor die Datei fehlerfrei am Ziel ist.
  2. Jeder DSL-Anschluss unterteilt sich in Download- und Upload-Kapazitäten, da bei einem Privatanwender davon ausgegangen wird, dass er aus dem Internet mehr "heruntersaugt", als er verschickt. Beispiel: Ein 16000er DSL kann durch aus 16012kbit/s im download und 1182kbit/s im Upload haben.
  3. Die vertraglich zugesicherte Kapazität gilt nur bis zur Providergrenze. Surft man auf einem amerikanischen Web-Server, ist man auf die Internetgeschindigkeit zwischen Amerika und Europa angewiesen. Die kann aus den unterschiedlichsten Gründen schwanken. Ein Punkt is zum Beispiel, dass auf dem Weg zwischen Enduser und Web-Server jede Menge aktive Komponenten eingebunden sind. Jeder dieser Komponenten (z.B. Router) empfängt die Daten und leitet sie weiter. Das verlangt nach Prozessor-Leistung und diese wiederum heißt Verzögerung, wenn auch nur im Millisekundenbereich. Doch das kann sich addieren.
  4. Das Internet ist ein "shared medium". Viele User teilen sich die Kapazität einer genutzen Leitung, die Prozessorkapaziäten der Internet-Komponenten und die Kapazität der Web-Server auf den man unterwegs ist. Mehr User - mehr Last.

 

 

  Nützliche Links

1. Breitbandinfos der Stadt Neumarkt-Sankt-Veit: Link

2. Förderdatenbank: Link

3. Bayerisches Breitbandzentrum: Link

4. Anga - Verband deutscher Kabelnetzbetreiber Link

5. Breitbandberatung Bayern Link