Im Gespräch mit Peter Banzhaf

Interview mit dem CSU-Vorsitzenden Peter Banzhaf

Peter Banzhaf ist seit Frühjahr 2017 Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Schrobenhausen. Banzhaf, Jahrgang 1957, ist Bauingenieur, lebt seit 1983 in Schrobenhausen und ist seither bei Bauer Spezialtiefbau. Mit Ehefrau Sabine hat er drei Kinder. Sein Interesse an der Politik führte ihn 2014 in die CSU, um aktiv mitzuwirken und Verantwortung zu tragen. Schon vorher, bei der Kommunalwahl 2014, kandidierte er erstmals auf der Stadtratsliste der CSU

Frage: Herr Banzhaf, zwei Monate danach beschäftigen uns immer noch die Ergebnisse der Bundestagswahl. Wie sehen Sie die Lage aus der Position der Parteibasis?

Peter Banzhaf: Das Ergebnis – mit dem schlechten Resultat der CSU – haben wir nicht erwartet. Nun geht es darum, eine Jamaika-Koalition zustande zu bringen, das kann noch dauern. Aber wir hoffen auf gute Ergebnisse, nicht zuletzt was die Vorhaben der CSU betrifft.

Frage: Und wenn bis Weihnachten keine Koalition zustande kommt?

Peter Banzhaf: Also – im Gespräch mit Bürgern sehe ich niemand, der zurzeit Lust auf Neuwahlen hätte. Es muss eine Regierung zustande kommen!

Frage: Nun gut – wenden wir uns der CSU-Politik in der Stadt Schrobenhausen zu. Die CSU ist ja mit elf Stimmen die größte Gruppe im Stadtrat. Wo sehen Sie derzeit die Schwerpunkte der Stadtpolitik?

Peter Banzhaf: Ganz aktuell läuft die Neugestaltung der Innenstadt. Noch ist der endgültige Zustand nur zu ahnen, aber von Seiten der Bürger sind auch zwiespältige Stimmen zu hören. Nachteilig wirkt sich die Bauphase natürlich für die Geschäfte aus, aber man setzt auf Geduld und hofft auf eine klare Trendwende, sobald das Projekt abgeschlossen ist.

Frage: Immer aktuell ist das Ewigkeitsthema Umfahrung Südtangente…

Peter Banzhaf: Aktuell heißt hier natürlich nicht kurzfristig. Aktuell heißt, dass die Themen für beide Umfahrungsabschnitte im Osten und im Südwesten derzeit verfolgt werden, einige davon aber sehr langfristig. So hat es zum Beispiel den Anschein, als würde das Problem der Südwest-Umfahrung ruhen und es ginge nichts voran. Stand der Dinge ist aber, dass das Projekt derzeit bei den Genehmigungsbehörden liegt und das ist eben ein längerer Prozess.

Frage: Und das Thema Stadthalle…? Das ist eine Frage, die alle Menschen in der Stadt bewegt.

Peter Banzhaf: Die CSU hat ihre Einstellung dargelegt, und ich möchte mich hier auf Stadtrat Gerhard Winter beziehen, der in der CSU-Fraktion eine klare Position formuliert hat, sie lautet so: In den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren kann sich Schrobenhausen keine Stadthalle leisten. Und eine Einfach-Halle für vier Millionen, wie sie immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist unrealistisch, wenn sie alle Anforderungen für die nächsten 40 oder 50 Jahre erfüllen soll. Wenn wir jetzt eine oder eineinhalb Millionen in eine einfache Sanierung der bestehenden Stadthalle stecken, dann haben wir für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre einen Bau, der für alle relevanten Veranstaltungen ausreicht. In diesem Zeitraum kann man eine wirklich repräsentative Stadthalle planen. Und auch eine Finanzierung aufbauen.

Frage: Wie ist die Lage beim Hochwasserschutz, der vor Jahren mit großem Elan eingeleitet wurde?

Peter Banzhaf: Auch das ist ein Langzeit-Thema, weil ja viele Einzelmaßnahmen dran hängen. Hier warten wir ebenfalls auf die weiteren Schritte aus den Instanzen der Genehmigungsbehörden.

Frage: Wo liegen nach Ansicht der CSU die weiteren Aufgaben, die Stadt und Stadtrat voranbringen müssen?

Peter Banzhaf: Auf der Tagesordnung steht die Ausweisung weiterer Wohngebiete ganz oben, auch Gewerbegelände und Mischgebiete müssen wir vorbereiten!

 

Zum Abschluss keine Frage: Herr Banzhaf, vielen Dank für das Gespräch!