AG Wirtschaft besucht Firma Südstärke

CSU-Arbeitskreis Wirtschaft bei der Südstärke

Ende September 2017 hatte sich der Arbeitskreis Wirtschaft der Schrobenhausener CSU in der Reihe seiner Betriebsbesichtigungen den Besuch der Südstärke vorgenommen. Mehr als sechzig interessierte Besucher konnte Organisator Werner Oginski willkommen heißen. Vor dem Rundgang gab es im großen Konferenzraum eine theoretische Darstellung. Geschäftsführer Josef Königbauer präsentierte das Unternehmen, seine Produkte und seinen weltweiten Markt und skizzierte kurz die Historie. 1938 haben sich Landwirte zu einer Genossenschaft mit Kartoffelflockenfabrik zusammengetan, nach dem Zweiten Weltkrieg, als dieses Produkt kaum noch gefragt war, ging man zur Produktion von Kartoffelstärke über. Die Anteile der Genossenschaft liegen zu 94 Prozent bei den Mitgliedslandwirten, sechs Prozent gehören der Baywa. 1300 Vertragsanbauer liefern ihre Kartoffeln an die Stärke. Mit 270 Mitarbeitern ist die Südstärke GmbH heute der einzige Hersteller von Kartoffelstärke in Süddeutschland. Pro Jahr werden rund 600.000 Tonnen Kartoffeln zu 150.000 Tonnen Stärke verarbeitet. Dabei wird dieser Wert nicht immer erreicht wie etwa bei der schlechten Ernte 2013. Von 134 000 Tonnen Produktion gingen 2016 rund 74 000 in den deutschen Markt, 47 000 ins restliche Europa und 13 000 auf andere Kontinente, insgesamt beliefert die Südstärke Kunden in 60 Ländern. Neben Schrobenhausen besitzt die Südstärke in Sünching noch deutlich größere Anlagen, dort werden 60 Prozent der gesamten Produktion erarbeitet. Alle Vorgänge werden von einer Qualitätskontrolle begleitet. Dabei liefert Schrobenhausen nicht reine Stärke an ihre Kunden, sondern Derivate, also schon verarbeitete Stoffe, wie sie von den verschiedenen Abnehmern benötigt werden. Diese Abnehmer sind derzeit überwiegend im industriellen Bereich zu finden wie etwa in der Papierherstellung, zum anderen in der Lebensmittelbranche, die etwa 20 Prozent an Schrobenhausener Stärkeprodukten aufnimmt. Diese Verteilung, so Josef Königbauer, will man in Zukunft auf etwa je die Hälfte verändern. Joachim Kreuzer, Michael Behrendt und Jacob Mahl führten die Besucher über das weitläufige Areal. Der gesamte Kurs der Produktion wurde durchlaufen, von den Anlagen zur Annahme der Kartoffellieferungen über die Waschanlagen bis hin zum Leitstand, von dem aus alle Einrichtungen digital gesteuert werden.