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Reise in die (Foto-)Vergangenheit

Besuch der Sonderausstellung im Kreismuseum Bogenberg

 
Barbara Michal führte die Schwarzacher Delegation durch die Sonderausstellung im Kreismuseum Bogenberg.

Schwarzach. (fo) Die Sonderausstellung „Typisch Landleben?“ - eine Fotoausstellung der besonderen Art - im Kreismuseum Bogenberg war für den CSU-Ortsverband Schwarzach einen Besuch wert.

Vorsitzender Herbert Edenhofer freute sich denn auch, als er vor dem Museum ein stattliche Teilnehmerschar, zu der sich auch Bürgermeister Georg Edbauer gesellte, begrüßen konnte. Unter sachkundiger Führung durch die Leiterin des Kreismuseums, Barbara Michal, machten sich die Schwarzacher auf eine Entdeckungsreise zum Teil in die eigene Vergangenheit des Heimatortes. Zeigt die Sonderausstellung doch anhand mehrerer Fotografen, die von 1900 bis heute Menschen und Landschaften der ländlichen Regionen unserer Heimat aufgenommen, und wie sich Motive und Betrachtungsweisen im Laufe der Zeit geändert haben. 

Gewerbliche Fotografen, wie Franz Stettmer aus Schwarzach, fotografierten mit bürgerlichem Blick Menschen in strengen Posen im Atelier oder im Freien. Für sie waren die Neuerungen der Moderne besonders interessant. So fuhr in Schwarzach 1910 das erste Auto in Niederbayern mit der Kennziffer 110. In diesem Zusammenhang stellte Barbara Michal dankbar fest, „dass ein Großteil der Bilddokumente von der Familie Stettmer und von Rupert Venus zur Verfügung gestellt wurden.

Dadurch war es uns möglich, die Sonderausstellung so authentisch wie möglich zu gestalten“.  Die Wiederbegegnung mit bekannten Personen und Orten  fand bei den Besuchern einen großen Widerhall. Im Mittelpunkt des Interesses stand dabei das Foto des Ausstellungs-Plakats, das die drei Brüder, Kaspar, Melchor und Balthasar Venus aus Schwarzach zeigt, die sich als Metzger im Atelier des Fotografen Franz Stettmer in Pose gestellt haben.

Auf der Fotoreise durch die Jahrzehnte machten die Besucher auch Bekanntschaft mit der Bogener Fotografin und Malerin Fanny Bauer, den Straubinger Dr. Rohrmayr. Fotografierten Franz Stettmer aus Schwarzach oder Ferdinand Pöschl aus Haimelkofen die Menschen mit bürgerlichem Blick in strengen Posen im Atelier oder im Freien, nahmen im Gegensatz dazu seit den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts die Fotografen häufig Traditionsmotive, wie Trachtenumzüge, Feste und Feiern, Menschen in landschaftlichen Idyllen, wahr. Nach 1945 sind die Amateurfotografen der Region mit ganz anderen Sichtweisen und Einstellungen vertreten: Edmund Faltl aus Stallwang mit Szenen des ländlichen Alltags und Bruno Mooser aus Straubing mit künstlerischen Momentaufnahmen.

„Barbara Michal verstand es hervorragend, unsere Reise in die Vergangenheit lebendig und kurzweilig zu begleiten“ lobte Vorsitzender Herbert Edenhofer und schloss in seinem Dank den Wunsch mit ein, „dass noch möglichst viele Menschen sich die Kostbarkeiten dieser Sonderausstellung auf dem Bogenberg nicht entgehen lassen“.