Politik

Grundsatzprogramm für die Zukunft von Uttenreuth und Weiher

Im Jahr 1965 wurde die CSU Uttenreuth gegründet - seit nunmehr einem halben Jahrhundert gestalten wir getreu unserer christlich-sozialen Werte die politische Landschaft in unserer Gemeinde entscheidend mit. In dieser Zeit hat sich Uttenreuth von einem Dorf mit landwirtschaftlicher Struktur zu einer blühenden Vorstadtgemeinde entwickelt. Diese Entwicklung wurde maßgeblich auch von den langjährigen Bürgermeistern und Gemeinderäten der CSU geprägt. Wir werden auch in Zukunft als CSU unser Möglichstes tun, dass die nahezu 5.000 Bürger unserer Gemeinde weiterhin die gewohnt hohe Lebensqualität genießen können und eine sehr gute Infrastruktur vorfinden. Um das zu erreichen, haben wir dieses Grundsatzprogramm beschlossen.

  § 1 Verkehr

Jeweils 16.000 Autos durchqueren täglich morgens und abends unser Dorf, verursachen Lärm, Abgase und verstopfte Straßen. „Flüsterasphalt“ ist nicht mehr als eine Schönheitsoperation - kein Kind und kein Senior wird sich dadurch leichter tun, die Straße zu überqueren. Es bleibt daher unser vor-rangiges Ziel, den Durchgangsverkehr in Uttenreuth und Weiher zu minimieren. Denkverbote in der Verkehrspolitik darf es keine geben; ein An-satz kann daher auch die Suche nach einer alternativen Umgehungs-möglichkeit sein. Wir setzen zudem kurz- und mittelfristig auf einen er-weiterten, attraktiveren und mehr auf den Bedarf abgestimmten Busverkehr, zum Beispiel durch schnelle Direktverbindungen zu den großen Arbeitgebern und weitere nutzerfreundliche Linienführungen. Wir wollen ferner familien-freundliche und altersgerechte Geh- und Radwege in und um Uttenreuth verwirklichen. Nötig sind Hauptstrecken für den täglichen Weg zu Schule, Arbeit und Einkaufen, aber auch Naherholungswege für unsere Bevölkerung. 

  § 2 Ortsbild

Ziel muss es sein, das Ortsbild von Uttenreuth und Weiher weiter zu verschönern. Hierunter verstehen wir den gesamten Raum, also neben Häusern und historischen Gebäuden auch die Straßen und Plätze, Gärten und Parkanlagen. Vor allem entlang der Hauptstraßen besteht dringender Handlungsbedarf. Zudem sollten bereits vorhandene Grünflächen gepflegt und als Ruhezonen aufgewertet werden. In der Umsetzung sprechen wir uns für die Förderung von Eigeninitiative und Bürgerbeteiligung aus. 

  § 3 Nahversorgung

In Uttenreuth besteht ein gutes, vielseitiges Angebot an Einzelhandel, Dienstleistern und Gastronomie. Wir müssen alle Chancen nutzen, die gute Versorgungslage weiter zu optimieren - gerade im Hinblick auf bevorstehende Veränderungen in unseren Nachbargemeinden. Versorgungslücken sind zu identifizieren und möglichst zu schließen. So ist zum Beispiel die Niederlassung von weiteren Fachärzten und ein zweiter Einkaufsmarkt in Uttenreuth wünschenswert. In Weiher hingegen sollte auch aufgrund der wachsenden Bevölkerungszahl angestrebt werden, dass zumindest der tägliche Bedarf im Ort gedeckt werden kann. Hierfür bieten sich verschiedene Lösungsansätze wie zum Beispiel ein „Einkaufsbus“ an.

  § 4 Wohnen

Wir bekennen uns zu dem Ziel, Wachstumsgemeinde sein zu wollen, jedoch in maßvollem Umfang und im Einklang mit gewachsenen Strukturen. Das Schließen von Baulücken ist für uns genauso wichtig wie die Ausweisung neuer Baugebiete. Für die Entwicklung der Gemeinde ist es bedeutsam, das Nebeneinander von Alt und Jung zu fördern sowie bezahlbaren Wohnraum bereitzustellen. Ziel unserer Planungen muss sein, sowohl Einheimische als auch interessierte Auswärtige dafür zu gewinnen, ihren Lebensmittelpunkt in Uttenreuth zu belassen beziehungsweise zu uns zu kommen. 

  § 5 Familien

Uttenreuth ist ein familienfreundlicher Wohnort. Jetzt gilt es diese hohe Lebensqualität für Familien zu erhalten und sie, wo es möglich ist, noch weiter auszubauen. Eine große Herausforderung in der heutigen Gesellschaft stellt für viele Familien die Kinderbetreuung dar. In diesem Bereich ist Uttenreuth gut aufgestellt: Knapp 300 Plätze stehen den Familien in Krippe, Hort und Kindergarten zur Verfügung. Wir setzen uns dafür ein, das Angebot weiter zu optimieren und zeitlich zu flexibilisieren. Für viele Eltern ist eine gute schulische Versorgung ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Wohnorts. Für ein zukunftsorientiertes Uttenreuth gilt es, den Grundschulstandort weiter zu stärken und eine gute Anbindung an weiterführende Schulen zu gewährleisten.

  § 6 Senioren

Auch die Bürger von Uttenreuth und Weiher werden immer älter - eine Entwicklung, die eine große Herausforderung darstellt. Verbunden mit dem Alter ist oftmals die Mobilität eingeschränkt. Daher gilt es, den Senioren weiterhin den Kontakt und die Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen. Um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden, müssen neue und flexible Wohnformen entwickelt werden. Ebenso ist das Versorgungsangebot für Senioren in Uttenreuth zu erhalten beziehungsweise auszubauen, da mit dem Älterwerden andere Ansprüche an die Nahversorgung gestellt werden. 

  § 7 Vereine

Unsere Dorfgemeinschaft wäre wesentlich ärmer, wenn die fast 40 Vereine in Uttenreuth und Weiher nicht alljährlich knapp 150 Veranstaltungen anbieten würden. Dieses breitgefächerte Angebot wollen wir unbedingt beibehalten. Um dies zu ermöglichen, sehen wir es als eine wesentliche Aufgabe der Kommunalpolitik an, ehrenamtliches Engagement künftig mehr als bisher anzuerkennen und die Vereine finanziell stärker zu unterstützen.

  § 8 Finanzen

Sparen und Investieren sind kein Widerspruch. Mit gegebenen Mitteln, den Steuergeldern der Bürger, soll ein möglichst großer Nutzen erzielt werden. Dazu muss auch weiterhin in die Entwicklung der Gemeinde investiert werden. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Gemeinde Uttenreuth dauerhaft zu erhalten. 

  § 9 Synergien

Durch eine bessere Vernetzung einzelner Teile unserer gut funktionierenden vier Gemeindeverwaltungen könnten Synergieeffekte erzielt werden. Multiple Strukturen in unserer Verwaltungsgemeinschaft sollten - auch im Hinblick auf eine nachhaltige Finanzpolitik - hinterfragt werden. Eine engere und dadurch effizientere Zusammenarbeit könnte zu einer Verbesserung der Gesamtsituation in den vier Gemeinden führen, so zum Beispiel bei den Bauhöfen, Feuerwehren und Kinderhäusern. 

  § 10 Bürgerbeteiligung

Es ist uns ein großes Anliegen, die Erfahrungen, Meinungen und Ideen der Bürger in die Angelegenheiten der Gemeinde mit einzubeziehen. Auf Antrag der CSU werden daher künftig Sitzungsvorlagen der öffentlichen Gemeinderatssitzungen nach Registrierung für alle Uttenreuther und Weiherer zugänglich sein. Außerdem möchten wir als CSU die Bürger auch weiterhin möglichst oft zu Wort kommen lassen. Unsere langjährigen Veranstaltungen wie der Politische Aschermittwoch und der Kommunale Infoabend bieten dazu eine gute Möglichkeit.