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CSU Gemeinderatsfraktion Waldbüttelbrunn

Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 06. November 2017


Hier finden Sie neue Informationen zu den Themen:

- Allianz Waldsassengau: Ökomodellregion

- Umgestaltung der Spielplätze in Roßbrunn und Mädelhofen

- Bauangelegenheiten

Am 20.11.2014 wurde aus 13 Mitgliedsgemeinden im westlichen Landkreis Würzburg die Allianz Waldsassengau gegründet. Ziel der Allianz ist eine interkommunale Zusammenarbeit. Von der Bayerischen Staatsregierung wurden Fördergelder für sogenannte Ökomodellregionen ausgelobt, die es sich zum Ziel setzen, dass Bewusstsein für den Ökologischen Landbau zu stärken. Die Allianz Waldsassengau hat sich darum beworben und ist nun eine von 12 bayerischen Ökomodellregionen. Als solche hat sie einen Projektmanager eingestellt, Herrn Jochen Diener. Dieser war in der Gemeinderatssitzung anwesend, um seine Arbeit für die Ökomodellregion Waldsassengau vorzustellen. Er konnte eine druckfrische Broschüre präsentieren, die sämtliche Bio-Direktvermarkter in der Region vorstellt. In einem kurzen Vortrag berichtete Herr Diener außerdem über bisher durchgeführte Aktivitäten, wie z.B. eine Radtour durch die Region zu verschiedenen Bio-Bauernhöfen, eine Sternwanderung und verschiedene Netzwerktreffen. Ähnliche Veranstaltungen sind auch zukünftig geplant. Außerdem wies er auf die Internetauftritte unter www.allianz-waldsassengau.de und www.oekomodellregionen.bayern hin, sowie auf den Newsletter der Ökomodellregion. Der Tagesordnungspunkt diente lediglich zur Information des Gemeinderates.

Bereits seit längerer Zeit befasst sich der Gemeinderat mit der Umgestaltung der Spielplätze in Roßbrunn und Mädelhofen. Hierfür wurde vor einiger Zeit ein Bürgerworkshop in Mädelhofen durchgeführt, bei dem die Nutzer der Spielplätze, Kinder, Jugendliche und Familien zu Wort kamen. Die Anregungen aus dem Workshop wurden nun von den Landschaftsarchitekten Kaiser und Juritza aufgegriffen und es wurde ein Konzept präsentiert, wie die vier Spielplätze umgestaltet werden könnten. Das Konzept wurde in der Sitzung vorgestellt. Jeweils einer der Spielplätze in den Ortsteilen, nämlich der jeweils beliebtere (in Roßbrunn: Spielplatz am Aalbach, in Mädelhofen: Spielplatz am Geisberg) soll demnach etwas aufwendiger gestaltet werden, die beiden anderen Spielplätze (in Roßbrunn: Spielplatz an der Leite, in Mädelhofen: Spielplatz am Bürgerhaus) sollen dem Konzept nach weniger kostenintensiv verbessert werden. Da aus dem Workshop außerdem die Kritik kam, die Spielplätze böten überall ein ähnliches Angebot, soll nach der Vorstellung der Architekten nun jeder Spielplatz ein Alleinstellungsmerkmal erhalten, so dass das Spielangebot insgesamt vielfältiger würde. Der Vorschlag der Architekten sieht grob folgende Maßnahmen und Kosten vor:

- Roßbrunn, Am Aalbach: Neuerrichtung einer Nestschaukel, Erweiterung des vorhandenen Rutschenturms um ein Kletterelement und Erweiterung des Sandbereichs, neuer Sandspielbereich mit Spieltisch, Modellierung des Geländes, Tunnelröhre, neue Sitzgruppe; geschätzte Kosten: 38.265 €.

- Roßbrunn, An der Leite: neue breite Hangrutsche, Gelände modellieren (Gegenhang zur Hangrutsche, ebene Plateaus für Kinderwägen und Fahrräder), Seilzirkus ersetzen; geschätzte Kosten: 22.670 €.

- Mädelhofen, Am Geisberg: neu: Balancierstangen, Kletterlandschaft, Sandkasteneinfassung und Spieltisch, Häuschen für Rollenspiele, Hangrutsche, Sitzbank; geschätzte Kosten: 34.720 €.

- Mädelhofen, Am Bürgerhaus: neu: Kamelwippe, Spiel- und Rutschenturm (Ersatz); geschätzte Kosten: 14.300 €.

Der Gemeinderat wird nun in einer der nächsten Sitzungen über die Vorschläge der Landschaftsarchitekten beraten.

Im Anschluss an diesen Tagesordnungspunkt lagen diverse Bauangelegenheiten zur Beratung und Beschlussfassung vor.

Zunächst wurde über den Bauantrag zur Errichtung der Schlammfaulungsanlage in der Kläranlage beraten. Zuvor war im Abwasserzweckverband bereits der Grundsatzbeschluss zum Bau des Faulturmes und diverser zugehöriger Betriebsanlagen getroffen worden. Der Gemeinderat stimmte dem Bauantrag einstimmig ohne weitere Diskussion zu.

Ebenso einstimmig erging die Zustimmung zum Bauantrag für ein Wohnhaus mit Stellplätzen in Roßbrunn, das aufgrund der Hanglage eine Befreiung zur Höheneinstellung und einer 92 cm hohen Mauer zum Nachbargrundstück benötigte.

Irritationen gab es um eine Bauvoranfrage für ein Einfamilienhaus in Mädelhofen, das hinter einem vorhandenen Wohnhaus mit diversen Nebengebäuden errichtet werden soll. Die Bauverwaltung war davon ausgegangen, dass das neue Haus über einen Feldweg angefahren werden soll, was diverse Probleme hervorgerufen hätte. Allerdings wussten einige Gemeinderäte vom Bauwerber, dass dieser sein Haus ausschließlich über die bereits vorhandene und an die Straße angrenzende Grundstückseinfahrt erschließen und auch anfahren will. Der Bauvoranfrage konnte deshalb unter bestimmten Maßgaben zugestimmt werden.

Auch dem Bauantrag zum Abbruch und Neubau des Vereinsheimes des SC Roßbrunn/Mädelhofen in Roßbrunn wurde einstimmig zugestimmt.

Über einen Bauantrag für ein Einfamilienhaus in Waldbüttelbrunn war bereits im August entschieden worden. Damals wurde jedoch übersehen, dass (weitere) geringfügige Befreiungen vom Bebauungsplan notwendig waren. Es handelte sich um Abweichungen zur Höheneinstellung und Geländeveränderungen von jeweils weniger als 20 cm. Diesen wurde einstimmig zugestimmt.

Eine weitere Bauvoranfrage für ein Zweifamilienhaus in Waldbüttelbrunn war etwas verzwick- ter. Das Haus soll auf einem Grundstück errichtet werden, auf dem mutmaßlich für „gefangene“ hinterliegende Grundstücke Dienstbarkeiten zum Geh- und Fahrtrecht lasten dürften. Der Plan sah vor, das Haus direkt an das Nebengebäude des Nachbargrundstückes anzuschließen und damit auch die bisherige Zufahrt zu den gefangenen Grundstücken zu überbauen. Allerdings war zur Erreichbarkeit der Grundstücke eine Durchfahrt durch das Haus mit einer Höhe von 3,50 m geplant. Den Gemeinderat überzeugte die Planung nicht, weshalb die Voranfrage einstimmig abgelehnt wurde.

Eine formlose Anfrage zur Errichtung eines Einfamilienhauses in Waldbüttelbrunn befasste sich mit der Frage, ob sich ein Flachdach in die Umgebung einfügen würde. Der Gemeinderat ließ dies an der Stelle einstimmig zu.