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Konstituierte Sitzung des Gemeinderates

Kampfabstimmung zum Auftakt in Weisendorf

 
Vereidigung des 2. Bürgermeisters Karl-Heinz Hertlein und der 3. Bürgermeisterin Angelika Tritthart durch den 1. Bürgermeister Heinrich Süß.

Zum ersten Mal seit sechs Jahren war Alexander Tritthart (CSU) nur Zuschauer im Weisendorfer Gemeinderat. "Bevor die Frage gestellt wird, die scheinbar den ganzen Landkreis interessiert, ich bin privat hier und ohne Fahrer und zu Fuß gekommen", erklärte der frühere Bürgermeister, der seit 1. Mai Landrat des Landkreises Erlangen-Höchstadt ist.
Er verfolgte gemeinsam mit vielen anderen interessierten Beobachtern, wie der neue Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) und sieben neue Gemeinderatsmitglieder mit der abschließenden Bekräftigung "So wahr mir Gott helfe" vereidigt und offiziell in ihr Amt eingeführt wurden.
Auch künftig wird es zwei Stellvertreter für den Bürgermeister geben, beschloss das Gremium einstimmig. Stefan Süß (CSU) schlug dafür seinen Fraktionskollegen Karl-Heinz Hertlein vor, und Günther Vogel (BWG) brachte Karoline Schmidt, ebenfalls von der BWG, ins Spiel. Auf Hertlein entfielen elf und auf Schmidt zehn Stimmen. Mit dem gleichen Ergebnis setzte sich Angelika Tritthart (CSU), die Ehefrau des Landrats, bei der Wahl zum Dritten Bürgermeister gegen Friedrich Mümmler (FW) durch.
"Eine gedeihliche Zusammenarbeit, um die gemeinsamen Ziele zum Wohle des Marktes Weisendorf und der Ortsteile zu erreichen" wünschte sich der neue Bürgermeister. In seiner kurzen Worten freute sich der Rathauschef auf einen fairen Umgang miteinander und eine konstruktive Arbeit im Gremium. "Der stete Blick auf die gemeinsame Sache soll Prämisse der Ratsarbeit sein", gab Süß für die kommenden sechs Jahre vor.
Bevor die Ausschüsse besetzt wurden, galt es, eine mit allen Fraktionen überarbeitete Geschäftsordnung zu beschließen. So wird es künftig den Familien- und Kulturausschuss nicht mehr geben, die Bereiche Familie und Kultur werden dem Haupt- und Finanzausschuss angegliedert.
Ein weiterer Änderungswunsch sorgte dann schon für eine Diskussion. Christiane Kolbet von den Grünen beantragte, dass die Bürgeranfragen an den Bürgermeister und die Gemeinderäte vor Beginn der Sitzung abgehalten werden sollen. Unterstützt wurde sie dabei von Ludwig Paulus (SPD), Karoline Schmidt und Günther Vogel. Von Bürgeranfragen vor einer Sitzung waren Bürgermeister Süß und Verwaltungsleiter Gerhard Meyer nicht gerade begeistert. Meyer verwies unter anderem darauf, dass bereits bei einer Sitzungsladung der Beginn exakt angegeben sein muss. "Unter Umständen müssen die Fragesteller abgewürgt werden, außerdem würden pünktlich kommende Gemeinderäte störend wirken", erklärte Meyer. Bürgermeister Süß ließ über den Antrag abstimmen, für die Bürgeranfragen vor einer Sitzung stimmten neun und dagegen zwölf Ratsmitglieder.
Im Zusammenhang mit der Geschäftsordnung wollte Walter Ferbar (BWG) den Einsatz der elektronischen Medien verankert wissen. "Die Verwaltung wird ein Rathausinformations-System aufbauen, damit können sich die Mitglieder des Marktgemeinderates schnell informieren, zudem werden Druck- und Papierkosten eingedämmt", sagte der Bürgermeister zu.
Im Arbeitskreis zur Änderung der Richtlinien zur Förderung des Sports und Vereinsarbeit ersetzt Kathrin Rascher (SPD) Klaus Albrecht und Roland Maier (UWG) Heinrich Süß. In den Seniorenbeirat wurde Jutta Kattner (UWG) als Nachfolgerin des aus dem Gemeinderat ausgeschiedenen Klaus Albrecht gewählt.