Meldung

Zum Überblick

Landkreis und Stadt arbeiten zusammen

Antrag im Stadtrat: Nutzung der Fernwärme des Müllheizkraftwerkes

 
Plan der Wärmeleitungen Stand 2017-01 / Quelle: öffentlich Stadtrat

Verlauf des Projektes, siehe auch die beiden Anträge am Ende des Beitrags

Beitrag am 04.02.2017

In der Stadtartssitzung am 02.02.2017 wurde nun der 1. Bauabschnitt bis zur Stiftungsklinik genehmigt. Ein historischer Beschluss in die richtige Richtung. Der unermüdliche Einsatz zuvor und im Beirat der Fernwärme Weißenhorn Projektentwicklungsgesellschaft FWP hat sich gelohnt. (fjn)

SWP am 04.02.2017: Fernwärmenetz: „Ein  historischer Tag für Weißenhorn“

 

Beitrag am 21.01.2017

Das Fernwärmeprojekt soll nun in 2017 verwirklicht werden. Es laufen die letzten Feinabstimmungen zum Trassenverlauf und Dimensionierung der Leitungsquerschnitte. Das Netz soll so ausgelegt sein, dass das gesamte Stadtgebiet versorgt werden kann. Der Kreistag wird am 30.01.2017 über die Vergabe der Bauleistungen entscheiden, dann anschließend auch der Stadtrat in Weißenhorn. Daraufhin wird das Projekt den Bürgern vorgestellt und die Fernwärme angeboten. Endlich kann die bisher ungenutzte Wärme des MKWs verwertet werden, in den Betrieben und bei den Haushalten. (fjn, 21.01.2017)

NUZ am 12.01.2017: Wann kommt die Fernwärme aus dem Müllkraftwerk?

NUZ am 14.12.2016: Fernwärmenetz: Nun geht es an die Umsetzung

SWP am 19.11.2016: Ab 2017 Fernwärme in Weißenhorn

SWP am 22.07.2016: Gemeinsam für Fernwärme

SWP am 23.06.2016: Verbindlichkeit für die Fernwärme

NUZ am 29.05.2016: Hoffen auf die Fernwärme

SWP am 17.04.2015: Fernwärme bis zur Stiftungsklinik

NUZ am 17.12.2014: Feuer und Flamme für Fernwärme

SWP am 17.12.2014: Fernwärme in der Gewinnzone?

SWP am 29.11.2014: Zwei Strecken für Fernwärme

SWP am 04.06.2014: Gespräche über die Fernwärme begonnen

NUZ am 18.01.2013: SPD und CSU schlagen Energieplan vor

 

Projektbeschreibung des Bifa (Herr Hertel) Umweltinstituts

 

Antrag vom 2.12.2014:
Bildung des Lenkungsausschusses der Stadt Weißenhorn für die Vorberatung des Fernwärmenetzes des Müllheizkraftwerkes Weißenhorn, sowie Informationsfahrt zur „Fernwärme Bergkirchen GmbH“

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Stadträte,

in der Sitzung des Umwelt- und Werksausschusses des Kreistags Neu-Ulm am 28.11.2014 wurde den Mitgliedern die Machbarkeitsuntersuchung für das Projekt „Prüfung und Entwicklung von Wärmekonzepten für das MKW Weißenhorn“ vorgestellt. Die Berechnungen haben ergeben, dass derzeit eine Kombination der Versorgung von Gewerbebetrieben mit einem Dampfnetz bis zur Milchmanufaktur Weißenhorn und einer separaten Fernwärmeversorgung in die Stadtmitte Weißenhorns bis zur Stiftungsklinik am wirtschaftlichsten erscheint.

Dabei wurde einstimmig folgender Beschluss gefasst:
„Auf Basis der Ergebnisse des Projekts „Prüfung und Entwicklung von Wärmekonzepten für das MKW Weißenhorn“ wird die Werkleitung beauftragt, in Abstimmung mit der Kreisverwaltung konkrete Verhandlungen mit der Stadt Weißenhorn über die gemeinsame Umsetzung des Projektes mit dem Ziel einer wirtschaftlichen Nutzung der Abwärme des MKW Weißenhorn für die Stadt Weißenhorn auszuarbeiten und zur Beschlussfassung vorzulegen. Um eine zeitnahe Vorbereitung und Abstimmung zwischen den Beteiligten zu gewährleisten, wird gemeinsam mit der Stadt Weißenhorn ein Lenkungsausschuss zur Vorberatung gebildet. Die Vertreter des Landkreises im Ausschuss setzen sich aus Herrn Landrat, seinem Stellvertreter und den vier Fraktionsvorsitzenden bzw. von diesen bestellten Vertretern zusammen. Die Stadt Weißenhorn wird durch die gleiche Anzahl an Personen vertreten.“

Die Untersuchung zeigt auch, dass gerade für die Anbindung der Gewerbetreibenden mit Dampf schneller Handlungsbedarf besteht, da dort derzeit im ersten Halbjahr 2015 einige Entscheidungen anstehen. Deshalb stellen wir den Antrag, dass auch die Stadt Weißenhorn in der nächsten Stadtratssitzung den erforderlichen Lenkungsausschuss bildet. Der Lenkungsausschuss der Stadt Weißenhorn sollte sich aus dem Ersten Bürgermeister, sowie den Vorsitzenden der einzelnen Fraktionen zusammensetzen.

Weiterhin möchten wir Sie bitten darzustellen, wie weit die Planungen und Untersuchungen zum möglichen Gewerbegebiet „Feldtörle“ fortgeschritten sind, da hier ein sehr großes Potential an Wärmebedarf vorliegen wird, wenn es speziell für energieintensive Unternehmen beworben wird.

Die Gemeinde Bergkirchen bezieht seit mehreren Jahren sehr erfolgreich die Fernwärme des Müllheizkraftwerkes in Olching. Die CSU Stadtratsfraktion stellt deshalb den Antrag eine Informationsfahrt zur Gemeinde Bergkirchen zu organisieren, um sich über deren Betreibermodel der „Fernwärme Bergkirchen GmbH“, den Aufbau des Fernwärmenetzes und die dazugehörigen Infrastrukturmaßnehmen zu erkundigen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Franz Josef Niebling gez. Dr. Günther Hogrefe  gez. Ernst-Peter Keller Fraktionsvorsitzende der CSU Stadtratsfraktion Weißenhorn

Antrag am 26.03.2014:
Mittelbereitstellung für Strategie und Konzeption der Energienutzung im Haushalt 2014

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Fendt, sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,
letztens hat der Stadtrat entschieden, entweder einen Energienutzungsplan oder ein partielles Klimaschutzkonzept mit Bürgerbeteiligung zu erarbeiten. Zudem sagte uns Frau Henn von der Energieberatung KlimaKom sowie Frau Hengerle von der Stadt Günzburg, dass die Einrichtung des „Kommunalen Energiemanagements für Liegenschaften“ viele Vorteile in Bezug auf Energieeinsparung und Energieeffizienz bringt. Herr Bögge hat uns anhand der Ergebnisse des „Integrierten Klimaschutzkonzepts“ des Landkreises gezeigt, dass vor allem die Wärmeenergie das größte ungenutzte Energiepotential vor der Haustür bietet. ---  Das Müllheizkraftwerk.

Der Weiterbetrieb des Müllheizkraftwerkes ist fraktionsübergreifend so gut wie sicher. Sogar die BI sperrt sich nicht mehr dagegen, da alle Fraktionen einer Beibehaltung der Luftemissionsgrenzwerte und Anliefermengen zustimmen. Ein wichtiger Faktor ist auch der Weiterbetrieb in kommunaler Hand, damit die hohen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen garantiert sind, wie auch die Wasserversorgung nicht privatisiert werden darf.

Eine weitere einstimmige Forderung ist die Nutzung der freien Abwärme des Müllheizkraftwerks. Jahrelange Ausschreibungen zur Herstellung und zum Betrieb solch eines Fernwärmenetzes waren bisher nicht erfolgreich. Es gibt sehr wohl Interessenten, diese fordern jedoch „zusätzliche Anreize“, um in einem lukrativen Renditebereich zu landen.
Dies kostete viel Zeit und Geduld. Haben wir so viel Zeit? Wollen wir das überhaupt?

Wollen wir die Gewinne anderen überlassen?

Es wird nun endlich Zeit, das Energieversorgungsthema Fernwärme in Weißenhorn AKTIV mit voller Kraft anzupacken und selbst in die Hand zu nehmen. Wir dürfen dieses Thema nicht länger vornewegschieben. Wir müssen einen Prozess anstoßen, wo wir uns mit den Bürgern Gedanken machen, wie wir das Fernwärmenetz in Kooperation mit dem Landkreis und Fachfirmen selbst aufbauen und betreiben. Die Bürger sollen sich an den Investitionen und Gewinnen beteiligen können und eine positive Identität zu ihrer eigenen Energieversorgung entwickeln. Die Zusammenarbeit von Landkreis und Stadt läuft bei den Schulen, Mehrzweckhalle und Klinik hervorragend. Warum soll das nicht auch hier funktionieren? Der Kreis als Energielieferant und die Stadt als Energieversorger. Die Gewinne verbleiben bei den Bürgern in der Stadt und im Landkreis, auch um soziale Projekte zu unterstützen. Viele Kommunen kaufen derzeit ihre Stromnetze teuer zurück, weil sie wissen, dass es sich langfristig rentiert. Wir haben hier die einmalige Chance, mit dem Landkreis einen guten Verhandlungspartner und Unterstützer zu haben, um das Netz selbst gemeinsam aufzubauen. Mehrere Gespräche mit Verantwortlichen des Landkreises signalisierten hier in den letzten Monaten ein durchweg positives Einvernehmen.

Damit wir in diesen Energiethemen schneller weiterkommen, brauchen wir Beratung und Unterstützung, wie z.B. von KlimaKom. Deshalb stellt die CSU Fraktion den Antrag, 50.000,- € für Beratung und Planung zu den oben genannten Energiethemen in den Haushalt 2014 einzustellen. Weitere 100.000,- € sollen als Verpflichtungsermächtigung aufgenommen werden, damit weitere Planungen oder erste Teilprojekte schon in diesem Jahr beauftragt werden können. Andernfalls werden wir nächstes Jahr wieder wie jetzt dastehen und wieder keine Planungssicherheit für Firmen, Privatpersonen und uns – die Stadt selbst - haben.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Stv. Fraktionsvorsitzender Franz Josef Niebling
gez. Fraktionsvorsitzender Ernst Peter Keller