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Haushalt einstimmig beschlossen

Investitionen in die Zukunft

Ohne Gegenstimmen hat der Gemeinderat den Gemeindehaushalt für 2014 mit einem Volumen von 3,6 Millionen Euro beschlossen. Gut 2,3 Millionen umfasst der Verwaltungshaushalt, knapp 1,3 der Vermögenshaushalt. Seit Jahrzehnten stabil bleiben in Wilhelmsdorf die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer mit jeweils 360 Punkten. Während Verpflichtungsermächtigungen im Vermögenshaushalt nicht festgesetzt wurden, sind „unterjährige“ Kreditaufnahmen bis zu 600.000 Euro für Investitionen in die Kinderkrippe und schnelle Internet-Leitungen vorgesehen. Da hier die Gemeinde zum größten Teil nur in Vorleistung tritt, geht Bürgermeister Werner Friedrich davon aus, dass die Kredite durch die eingehenden Fördergelder zum Jahresende wieder zurückbezahlt sind.

Nach geplanten Tilgungen von gut 100.000 Euro werde sich zum Jahresende voraussichtlich ein Darlehensstand von 840.000 Euro ergeben. „Je Einwohner sind das deutlich unter 600 Euro“ so Friedrich. Diese „Pro-Kopf-Verschuldung“ werde immer wieder zu Vergleichen herangezogen, wenngleich diese „stark hinken“, weil die Darlehenshöhe von jeweiligen Investitionen abhängig und damit starken Schwankungen ausgesetzt sei.

Neben der Kreisumlage mit 467.000 Euro und der mit 160.000 Euro angesetzten Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft sind die größten Ausgabeposten bei den Schulen mit fast 200.000 Euro und 140.000 für den Kindergarten angesiedelt. Ausgabenträchtig sind auch das Feuerwehrhaus in Oberalbach, der Straßenunterhalt und –Ausbau sowie Bauvorhaben an der Kläranlage. Außerhalb des Haushaltes wird knapp eine Million für den Bauabschnitt Beethovenstraße II im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages abgewickelt, wobei der Gemeinderat aufgrund von Grundstücksverkäufen mit einer wesentlich niedrigeren Beanspruchung rechnet.

Das Zahlenwerk für den Gemeindehaushalt 2014 nahm Bürgermeister Werner Friedrich zum Anlass, noch einmal darauf hinzuweisen, wie wichtig gesundes Wachstum ist: „Ohne die Neubaugebiete hätten wir mindestens 130 Einwohner weniger, mit all den Konsequenzen für die Kosten zum Beispiel für Wasser und Abwasser und andere Infrastrukturmaßnahmen“. Die Richtigkeit des Kurses würden auch die auf inzwischen 750.000 Euro gestiegenen Einkommensteueranteile belegen, die in 2003 weniger als 400.000 Euro betragen hätten. "Wir sind Wachstumsgemeinde“, so der Bürgermeister, „und wir müssen jetzt die Chance nutzen, so lange die Nachfrage vorhanden ist“.