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Herausforderungen gemeinsam angehen

Ortsverband will "Teamspieler" als Bürgermeister – Jahreshauptversammlung

 
Bild: Bundestagsabgeordneter Alois Rainer erläuterte der Versammlung seine Arbeit im Bundestag. Weitere Redner waren (v. li.) der CSU-Ortsvorsitzende Stefan Schmidt, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, CSU-Kreisvorsitzender Dr. Stefan Ebner und Fraktionssprecher Walter Unnasch. − Foto: CSU

Zwiesel. Wer für die CSU ins Rennen um das Bürgermeisteramt geht, wird am 2. September 2016 offiziell gemacht. An diesem Tag findet die Nominierungsversammlung statt, wie bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes am vergangen Samstag bekannt gegeben wurde. Ortsvorsitzender Stefan Schmidt betonte, dass der Kandidat bzw. die Kandidatin "ein Teamspieler" sein müsse.

Hochrangige Gäste waren zur Versammlung ins Hotel-Restaurant Kapfhammer gekommen: Bundestagsabgeordneter Alois Rainer, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und CSU-Kreisvorsitzender Dr. Stefan Ebner. Stefan Schmidt freute sich besonders, dass auch alle Arbeitsgemeinschaften der CSU – Junge Union, Frauen-Union, Senioren-Union – vertreten waren. "Hier zeigt sich exemplarisch die sehr gute Zusammenarbeit, die im abgelaufenen Jahr mehrmals unter Beweis gestellt wurde", befand der Ortsvorsitzende. Und nur mit diesem Einheitsgefühl habe man Projekte wie den Starkbieranstich oder den gemeinsamen Stand am Christkindlmarkt durchführen können.

Schmidt machte deutlich, wie intensiv die Stadträte in den vergangenen Monaten gefordert waren. Seit der letzten Jahreshauptversammlung am 17. April 2015 hätten in den verschiedenen Ausschüssen 101 Sitzungen stattgefunden, bei denen manches Fraktionsmitglied weit über 250 Stunden in einem Sitzungssaal verbracht habe. Zudem stelle die CSU neben der 2. Bürgermeisterin die Referenten für Sport, Senioren und Wirtschaft im Stadtrat.

Fraktionsvorsitzender Walter Unnasch gab einen ausführlichen Einblick in all die Themen, die Zwiesel zurzeit bewegen. Die Verlagerung des Landesamtes für Steuern sei ein Geschenk für die Stadt, aber auch ein Prozess, den die CSU von Anfang an mit allen möglichen Mitteln und Helfern unterstützt habe. "Hundert Planstellen für Zwiesel bringen in den kommenden Jahren wieder mehr Menschen und Kaufkraft in die Stadt. Die Familien dahinter sowie eine Wiederbelebung des Deutschen Rheins – idealerweise als Sitz des Landesamts – bedeuten einen immensen Anstoß für die positive Entwicklung Zwiesels", so Unnasch. Einig sei man sich in der CSU, dass es auch Probleme gibt, die endlich tatkräftig angepackt werden müssten: die Thematik Hallenbad, die Straßenbeleuchtung, der integrierte Stadtentwicklungsprozess, die Herausforderungen bezüglich des demographischen Wandels. "Auch das Miteinander mit unseren Nachbarkommunen, überregionalen Partnern und innerhalb der Stadt bedarf dringend einer Verbesserung, denn nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen anpacken."Man dürfe jedoch die Stärken der Stadt nicht kleinreden, ganz im Gegenteil. Erklärtes Ziel müsse es sein, sich nicht unter Wert zu verkaufen, ohne dabei die Augen vor Problemen zu verschließen. Als Trümpfe Zwiesels wurden neben der Schönheit der Natur die hervorragende Schulsituation mit Grund-, Mittel-, Realschule, Gymnasium, Fachakademie für Sozialpädagogik und Glasfachschule und die Gesundheitsversorgung mit Arberlandklinik und zahlreichen Ärzten herausgestellt. Zudem seien mehrere weltweit tätige Unternehmen in Zwiesel angesiedelt.

Man solle die Menschen, die Zwiesel weiter voranbringen wollen, mitnehmen und zusammen mit ihnen die Zukunft in die Hand zu nehmen, das war der einheitliche Appell der Gastredner. MdB Alois Rainer stellte die Haushaltspolitik in den Mittelpunkt seines Berichts und betonte, dass die Union trotz Flüchtlingskrise für einen ausgeglichenen Haushalt eintrete. Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich erläuterte die vielfältigen Aufgaben des Bezirks Niederbayern, zu denen unter anderem die Gesundheitsversorgung gehört. Hierbei hob er die Kinder- und Jugendpsychiatrie hervor, die man durch ein dezentrales ambulantes Angebot erweitere. Außerdem widmete sich Heinrich dem Wirtschaftsstandort Niederbayern: So soll eine Datenbank geschaffen werden, die Unternehmen potenzielle Arbeitnehmer vermittelt, die nach Studium oder Ausbildung an einem Arbeitsplatz in der Region interessiert sind. CSU-Kreisvorsitzender Stefan Ebner berichtete über die Arbeit des Kreistags und stellte die Millioneninvestitionen in die Arberlandkliniken Zwiesel und Viechtach sowie in das Gymnasium Zwiesel heraus.

"Die CSU wird und muss auch einen Bürgermeisterkandidaten stellen", sprach Ortsvorsitzender Stefan Schmidt ein wesentliches Thema an. Denn der Ist-Zustand sei keinesfalls befriedigend. "Zum Wohle Zwiesels muss wieder ein Teamspieler gefunden werden, der es versteht, die verschiedenen Akteure an einen Tisch zu holen, die Kräfte zu bündeln und das Kirchturmdenken in Zwiesel endlich zu verbannen", forderte er. Eine Region könne sich nur als Gesamtes entwickeln und müsse dabei alle Beteiligten zusammenbringen.

Zum Abschluss ehrte der Vorsitzende noch eine Reihe von langjährigen Mitgliedern. Unter anderem beglückwünschte er Felix Eisch zur 30-jährigen Mitgliedschaft. Einen großen Dank richtete Schmidt an alle Geehrten für die vielen Jahre, die sie der CSU in Zwiesel die Treue halten. Zwei Termine gab Schmidt noch zum Schluss seines Berichtes bekannt: Am 2. September findet die Nominierungsversammlung des Bürgermeisterkandidaten statt und am 14. Oktober kommt CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer zu Besuch nach Zwiesel.