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Endlich wird die Westtangente weitergebaut

Westtangente wird weitergebaut - Rückzahlung von Fördergeldern drohte

In der letzten Stadtratssitzung beschloss der Stadtrat, dass die sogenannte Westtangente weitergebaut wird.

Die konkreten Planungen für das Großprojekt einer innerstädtischen Entlastungsstraße wurden bereits zu Beginn der 2000er Jahre begonnen. Von der Schlachthofstraße beginnend bis zur Rabensteiner Straße sollte eine neue Verkehrsspange gebaut werden. Die Gedanken hierfür gehen bereits in die neunziger Jahre zurück und wurden dort in einem Verkehrsrahmenplan niedergelegt. Doch bereits in weit früheren Jahren, als es um die Erweiterung der damaligen Schottwerke ging, wurde über eine Straße durch die Ziegelwiese diskutiert. Das Vorhaben wurde jedoch aus Kostengründen und wegen möglicher Erschließungsbeiträge für die Anwohner zurück gestellt.

Anfang der 2000 er Jahre wurde von der Regierung von Niederbayern eine Zusage erteilt, das Vorhaben aufgrund der neuen Pläne mit bis zu 75 % zu bezuschussen. Damit konnte mit dem Bau begonnen werden. 

Im Zusammenhang mit der neuen Verkehrsführung wurde der Steg über den schwarzen Regen gebaut, der Parkplatz der Schlachthofstraße angelegt und die Westtangente bis zur Innenrieder Straße gebaut.

Seit fast fünf Jahren wird im Stadtrat von der CSU-Fraktion, welche eine verkehrsmäßige Weiterentwicklung immer forcierte, und anderen Stadträten immer wieder der Weiterbau dieser Maßnahme gefordert. Erst jetzt, unter dem Druck einer Rückzahlung von Fördergeldern, wurde von der Verwaltung das Vorhaben wieder aufgegriffen.

Vom Ingenieurbüro Kainz wurden jetzt in der Stadtratssitzung die bereits damals gefassten Pläne vorgestellt. Eine Änderung dieser Planungen musste deshalb erfolgen, weil die Brücke über die Bahngleise von der Verwaltung nicht mehr weiterverfolgt wird. Die mit dem Brückenbau vorgesehenen Anrampungen hätten zur Stabilisierung der dortigen Gasleitung gedient.

Einzelne Stadträte forderten die Pläne für den Brückenbau nicht aufzugeben. 

Die mit der Änderung neu aufgetretenen Probleme hinsichtlich der Fußgängerführung von der Innenrieder Straße her wurden durch eine Fußgängerinsel in der Westtangente gelöst. Die Fußgängerführung auf der Lagerstraße ist noch in der Planung. Das Ingenieurbüro Kainz führt derzeit Gespräche mit der Länderbahn. Herr Ingenieur Kainz hat zur Planungssicherheit einer geordneten Zufahrt für den Schwerlastverkehr für das Gewerbegebiet an der Lagerstraße auch mit der Zwiesel Kristallglas AG verhandelt.

Als sehr problematisch erwies sich der Vorschlag des Bürgermeisters, die Vorfahrtsregelung am Bahnhofsvorplatz zu ändern. Nach Ansicht der Verwaltung sollte die Westtangente mit ihren LKWs vorfahrtsberechtigt werden.

Hiergegen erhob sich aus allen Stadtrats-Fraktionen Protest.

Es werden erhebliche Gefahren für Fußgänger gesehen. Insbesondere beim Bahnhofsvorplatz kreuzen sehr viele Schüler die Westtangente/Lagerstraße. Hierin wird ein großes Konfliktpotenzial und große Gefahren für das Wohl und Wehe der Schülerinnen und Schüler gesehen.

Die Stadträte haben mehrere Vorschläge über eine Absicherung für die vielen Fußgänger eingebracht.

Ein Vorschlag auf Errichtung einer Fußgängerampel wurde mehrheitlich abgelehnt.

Auf Drängen des Stadtrates wurde dann ein neuer Beschlussvorschlag gefasst. Die Planungen wurden dahingehend abgeändert, dass nunmehr die bestehende Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Lagerstraße/Bahnhofvorplatz beibehalten wird.

Die schon ursprünglich geplante Vorfahrtsänderung bei der Einmündung in die Schlachthofstraße wird umgesetzt. Die Westtangente wird künftig Vorrang haben.

Damit wird endlich das Vorhaben umgesetzt, einen großen Teil des Schwerlastverkehrs nicht mehr dem innerstädtischen Bereich zu überlassen, sondern auf einer Umgehungsstraße zu führen.