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Quo vadis Tourismus in Zwiesel ?

Quo vadis Tourismus in Zwiesel ? oder Steiningers Umgang mit engagierten Bürgern

Schon seit einigen Jahren geht die Frage um, wohin sich Zwiesel touristisch wendet. Bereits zu Beginn der 2000 er Jahre wurde eine Zusammenarbeit mit der Ferienregion Nationalpark initiiert. Dank großzügiger Unterstützung des Staatsministers Helmut Brunner kam es im Jahre 2010 zu einem Zusammenschluss zwischen der Ferienregion Nationalpark und dem Zwiesel Winkel. Nach dem Motto „nur gemeinsam sind wir stark“ sollte ein Fremdenverkehrsverband um den Nationalpark errichtet werden, um eine bessere Vermarktung der Region zu ermöglichen. Auf bestehenden Strukturen aufbauend, kam Franz Xaver Steininger (FXS) als Bürgermeister der Stadt Zwiesel in der neuen Organisation eine Führungsrolle zu und übernahm die Projektleitung. 

Jahre vergingen, ohne dass konstruktive Ergebnisse erzielt werden konnten.
Letztendlich legte Steininger die Projektleitung nieder und  Herbert Schreiner (SPD) übernahm den Vorsitz und versucht seit dem den begonnenen Aufbau der FNBW abzuschließen.
Der Stadtrat von Zwiesel entschied sich, entgegen der Meinung des ersten Bürgermeisters, für einen Beitritt zur Ferienregion Nationalpark Bayerischer Wald. Das Verhältnis zwischen Steininger (FXS) und der FNBW scheint seitdem zerrüttet. Aus dem ehemaligen Projektleiter ist ein Verhinderer geworden.
Ein Treffen der Bürgermeister der FNBW mit dem bayerischen Staatsminister Brunner tat Steininger (FXS) lapidar als Kaffeekränzchen ab und blieb fern.
Nunmehr versucht der dritte Bürgermeister Alfred Zellner (SPD) zu helfen und bringt einen Vorschlag ein, damit die Stadt vom aktuellen Geschehen nicht weiterhin abgehängt ist.Dieser Vorschlag und die vom ersten Bürgermeister gemachten Anmerkungen, welche kursiv dargestellt sind, werden kommentarlos im Original wiedergegeben:
„Betreff: Antwort " Aufsichtsrat FNBW"
Sehr geehrter Herr 3. Bürgermeister Zellner, anbei Anmerkungen in kursiv.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,ich habe eine Frage bzw. Bitte an Sie:
Bereits in der letzten Stadtratssitzung wurde das Thema "Nicht-Besuch der Aufsichtsratssitzungen der FNBW durch die Stadt Zwiesel" angesprochen.
Den Grund, warum die letzte Sitzung nicht besucht wurde, hatte ich schon dargelegt. Das war von vorneherein als eine reine Show-Veranstaltung angelegt – ohne jeglichen fachlich verwertbaren oder neuen Inhalt.Nach über einem Jahr sind…- noch keine Personalverträge vorhanden- noch keine Geschäftsbesorgungsverträge vorhanden- die Touristinfos nicht gekoppelt, von der FNBW betreutVor über einem Jahr habe ich die Ratsmitglieder gebeten, die Vorteile, die Synergieeffekte aufzuzeigen. Leider ist bis dato nichts gekommen.

In den letzten Tagen haben mich mehrere Stadtratsmitglieder gebeten bei Ihnen nachzufragen, ob Sie nicht freiwillig (siehe Langdorf) auf Ihren Sitz im Aufsichtsrat der FNBW verzichten würden. Gründe:

Hier möchte ich lediglich auf die Gemeindeordnung hinweisen, dass der 1. Bürgermeister die Kommune nach außen hin vertritt. Auf Grund des Schadens, der durch den Mehrheitsbeschluss der Stadt Zwiesel entsteht, ist eher ein Rücktritt der Stadträte geboten. Die Teilnahme von lediglich 7 Gastgebern von ca. 120 spricht Bände dafür, wie das Konstrukt FNBW bei den Gastgebern akzeptiert ist.

*im Sinne der Vermieter soll ein besserer Kontakt hergestellt werden, um die Werbung und somit auch die Vermietung der Zwieseler Tourismuseinrichtungen noch besser vermarkten zu können.
Für das Außenmarketing ist die FNBW GmbH zuständig, nicht der Bürgermeister. Die Vermieter haben zur Touristinfo einen unveränderten Kontakt. Die FNBW GmbH als eigenständiges Konstrukt ist für Ihre Kontaktpflege selbst zuständig, oder setzten Sie voraus, dass ich die FNBW-Führungskräfte an die Hand nehme und von Vermieter zu Vermieter gehe.

*bei derRevitalisierung der Innenstadt spielt der Tourismus eine  große Rolle . D.h., wird sind auf die Touristen   aus unserem gesamten Bereich angewiesen. Somit auch auf die  FNBW. Möglicherweise ließen sich  durch einen besseren Kontakt auch  bessere Ergebnisse erzielen.
Vollkommen richtig erkannt, dass für die mögliche „Einkaufsstadt“ Zwiesel der Tourismus von elementarer Wichtigkeit ist. Die FNBW muss ja für die Zukunft nicht das Allheilmittel sein – von dem Sie offensichtlich nach wie vor ausgehen.

Sollten Sie diesem Anliegen positiv gegenüber stehen, wäre folgendes angedacht:
Die 2. BGM wäre als festes Aufsichtsratmitglied vorgesehen, der Kultur-und Tourismusreferent oder der 3. Bürgermeister als deren Vertreter.

An der Stelle darf ich wiederholt darauf hinweisen, dass das ARBERLAND (bis auf die Betreuung der Touristinfos) alle Leistungen erbringt, die wir bei der FNBW GmbH einkaufen. Usw., usw.
Ich würde mich freuen, von Ihnen eine Antwort zu erhalten.


Mit freundlichen Grüßen Alfred Zellner Dipl.-Verw.-Wirt (FH)
Mit freundlichen GrüßenFranz Xaver SteiningerErster BürgermeisterDipl.-Ing. (FH), EUR ING“

 

Die geringe Besucherzahl bei der Jahreshauptversammlung des Touristikvereins kann auch andere Gründe haben. Der Vorsitzende des Touristikvereines bekam vom ersten Bürgermeister keinen Termin für die Teilnahme an der Jahreshauptversammlung benannt. So blieb dem Vorsitzenden nichts anderes übrig, als ohne Terminzusage des ersten Bürgermeisters zu der Versammlung einzuladen.
Zur allgemeinen Verwunderung wurde dann festgestellt, dass der erste Bürgermeister nach der Einladung des Touristikvereines eine Sitzung des Grenzland Festausschusses zur gleichen Zeit anberaumte.
Noch verwirrender wurde es, als der erste Bürgermeister nachfolgendes Mail nicht nur an den Vorsitzenden des Touristikvereins schickte, sondern an alle Vermieter in Zwiesel.

„Betreff: Einladung zur Zwiesler Vermieterversammlung am 30.06.2015 um 16.00 Uhr Pfarrsaal Zwiesel Wichtigkeit: Hoch

Hallo Stefan,
irgendetwas passt jetzt nicht mehr zusammen. Heute Nachmittag wurde telefonisch besprochen, dass der Touristik-Verein Zwiesel nur die FNBW GmbH einlädt und nicht die Stadt Zwiesel, zumal Du auch Kenntnis davon hast, dass ich zu dem Zeitpunkt wegen Terminüberschneidung (Grenzlandfestausschuss) nicht teilnehmen kann. Die FNBW GmbH wird zudem von der Stadt Zwiesel zur nächsten „Ausschusssitzung Tourismusfragen und Kultur“ eingeladen. Ich gehe davon aus, dass es sich bei dem Einladungsverteiler um ein Versehen handelt (Standard-Einladungskreis der vergangenen Jahre) und dies umgehend richtig gestellt wird. Danke Dir vorab.  Abendliche Grüße Franz Xaver SteiningerErster BürgermeisterDipl.-Ing. (FH), EUR ING“

Der Umstand, dass keine Terminabsprache zustande kam, wird in dem Mail nicht erwähnt.Vielleicht ist die geringe Besucherzahl darauf zurückzuführen, dass die Empfänger dieser Mail nicht mehr wussten (oder wissen sollten), ob die Versammlung stattfindet oder nicht. Leider befürchten andere Insider Repressalien und sind nicht bereit, ihre Erfahrungen öffentlich bekannt zu machen.