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"Werde keine Politik vom Schreibtisch aus machen"

Zusammenlegung Wahlen ins Auge fassen

 

"Wo wollen wir hin?", unter diesem Motto hat Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Pfeffer zum "Bürgerdialog" in die Rotwaldglashütte eingeladen.
"Wir müssen nach vorne schauen und nicht darüber diskutieren, was in der Vergangenheit war", stellte sie bei der Begrüßung heraus.
Es sei unbedingt notwendig, das Image Zwiesels wieder zu verbessern, meinte Pfeffer, und genau das habe sie sich auf die Fahnen geschrieben. "Ich werde keine Politik vom Schreibtisch aus machen und nicht nur kontrollieren, sondern auf die Leute zugehen und sie von meine Ideen überzeugen", versprach die Kandidatin.
Mit Blick auf die Halteverbotsschilder direkt vor dem Lokal sagte sie: "Wer mit unseren Leistungsträgern so umgeht, braucht sich nicht zu wundern, wenn niemand mehr in Zwiesel investiert."
Nach der Vorstellung ihrer Pläne für Zwiesel ergab sich eine rege und sehr sachliche Diskussion.

2. und 3. Bürgermeister nur Stadträte wie alle anderen

Auf die Frage nach den Befugnissen des 2. und 3. Bürgermeisters erklärte Elisabeth Pfeffer: "Der 2. oder 3. Bürgermeister haben nur im Falle der Verhinderung des 1. Bürgermeisters eine Entscheidungsbefugnis. Ansonsten bin ich ein Stadtratsmitglied wie 23 andere auch."
Nach ihrer Wahl zur Stellvertreterin habe sie umgehend das Gespräch mit dem Amtsinhaber gesucht und ihm angeboten, "ihn beratend und vermittelnd zu unterstützen". Leider sei das Angebot nicht angenommen worden.
Bei den vielen persönlichen Gesprächen mit den Zwieslern sei das schwierige Verhältnis zwischen Bürgermeister und Stadtrat immer wieder Thema gewesen.
Zusammenlegung der Wahlen überlegen
Neben persönlichen Gründen sehe sie ein Problem darin, so Pfeffer, dass in Zwiesel gefühlt immer Wahlkampf sei, entweder Stadtrats- oder Bürgermeisterwahlen. Sie ziehe daher ernsthaft in Erwägung, sich im Falle ihres Wahlsieges im Jahr 2020 zur Wiederwahl zu stellen. Stadtrats- und Bürgermeisterwahlen wären damit wieder gleichzeitig.
Elisabeth Pfeffer kam auch auf das Thema Freibad zu sprechen, das die Bürger besonders interessiere. Bei den Stadtwerken hängten immer noch die Freibadpläne, die auf Grund der Finanzmisere der Stadt in den Jahren 2008 und 2009 nicht realisiert werden konnten. "Die Pläne wurden mit Sicherheit vom Amtsinhaber nicht weiter verfolgt, weil sie nicht von ihm stammen", meinte die Kandidatin.

Wiederholt wurden die Probleme der Straßenbeleuchtung angesprochen. Der Wunsch einer Stadtratsmehrheit sei es gewesen, erläuterte Pfeffer, das im ersten Jahr eingesparte Geld dafür zuverwenden, im zweiten Jahr einen Teil der Beleuchtung auf LED umzustellen. "Trotz Warnung verschiedener Stadtratsmitglieder wurde für die Straßenbeleuchtung für 40000 Euro ein Gutachten inAuftrag gegeben. In anderen Kommunen wurden die Berechnungen von eigenem Personal oder durch die Lieferanten gemacht", so Pfeffer.
Diverse Themen der Stadtpolitik diskutierte Elisabeth Pfeffer mit interessierten Bürgern in der Rotwaldglashütte. Ein Thema war auch die Fernwärme, die nach Pfeffers Ansicht einfach nur schlecht geredet wird.
"Anstatt sich um weitere Abnehmer zu bemühen, versucht man derzeit mit allen Mitteln, die bestehenden Kunden zu einer vorzeitigen Vertragsauflösung zu überreden", kritisierte sie.
Nach rund drei Stunden schloss Elisabeth Pfeffer die Veranstaltung. Sie bedankte sich für das konstruktive Gespräch, bei der Familie Dickfür die Bewirtung und besonders bei den vielen Kuchenbäckerinnen, besonders der Frauen-Union.

Pressebericht Bayerwaldbote: Bayerwaldbote

Elisabeth Pfeffer zur Person und Wahlprogramm: elisabeth-pfeffer.de