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18.06.2008
Schule in der Großstadt - alle Talente fördern
CSU-München beschließt Leitantrag zur Bildungspolitik: "Schule in der Großstadt - alle Talente fördern!"
Erfolgreiche Bildungspolitik ist seit jeher ein Markenzeichen der CSU, wie es die Pisa-Studie belegt. Wie bereits vom Bezirksvorsitzenden der CSU München, Dr. Otmar Bernhard, MdL, angekündigt, rückt die Bildung noch mehr in den Fokus der politischen Arbeit der CSU in München. Schon jetzt wird ca. 1/3 des bayerischen Staatshaushalts für den Bildungsbereich ausgegeben, insgesamt 12 Mrd. EUR. Allein für das nächste Schuljahr stellt der Freistaat zusätzliche 63 Millionen EUR für 2.200 neue Lehrer bereit. Im Zukunftsprogramm "Bayern 2020" entfallen von dem auf die Jahre 2008 bis 2011 verteilten Investitionsvolumen in Höhe von 1,7 Mrd. EUR fast die Hälfte auf die Bereiche Kinderbetreuung, Ausbau der Ganztagsschulen und Universitäten/Fachhochschulen. Mit der Initiative "Aktion Integration" wird der Freistaat zusätzliche Mittel für die bessere Integration ausländischer Kinder bereitstellen.
Mit ihrem heute beschlossenen Leitantrag formuliert die CSU München Antworten für die besonderen Herausforderungen von Schulen in der Großstadt und bringt diese in die Landespolitik ein. Den Leitantrag mit dem Motto "Schule in der Großstadt - alle Talente fördern!" haben die Münchner Bildungs- und Sozialexperten im Bayerischen Landtag Georg Eisenreich, Dr. Ludwig Spaenle und Joachim Unterländer verfasst. Das erfolgreiche bayerische Bildungswesen will die CSU München unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen in der Großstadt weiterentwickeln. Die Schule muss ein Lern- und Lebensraum und gerade in der Großstadt auch ein Ort der Integration sein.
Die Förderung der Kinder in den Familien ist sehr unterschiedlich. Aufgabe des Staates ist es, Benachteiligung von Kindern möglichst früh zu erkennen und auszugleichen. Um dies zu erreichen, will die CSU München die Frühförderung, hier vor allem die Deutschförderung, weiter ausdehnen, die individuelle Förderung stärken und die Zahl von Ganztagsschulen zügig ausbauen. Zudem sollen den Eltern für die Bewältigung von Alltags- und Erziehungsproblemen Hilfestellungen angeboten werden.
Die CSU München spricht sich klar gegen Gesamtschulen bzw. gegen eine "Schule für alle" aus, da viele Talente dort unzureichend gefördert und entwickelt werden. Eine Zusammenlegung von Hauptschule und Realschule wird ebenso abgelehnt, wie eine Verstümmlung des Gymnasiums auf drei oder sechs Jahre. Unterstützung findet stattdessen der von der Staatsregierung bereits eingeschlagene Weg, die Übergänge zwischen den Schularten kind- und begabungsgerecht weiterzuentwickeln und die Durchlässigkeit weiter zu erhöhen, nach dem Motto "kein Abschluss ohne Anschluss". Die Verbesserung der Kooperationen mit außerschulischen Partnern steht ebenfalls auf der Agenda.
Die CSU München begrüßt die Ankündigung der Staatsregierung, die Klassengrößen zu senken. Wichtig ist auch, dass die Schulen zur Unterstützung zusätzliches Personal erhalten. Hierbei fordert die CSU die Stadt München auf, Schulsozialarbeit nicht zu kürzen, sondern auszubauen. Die CSU-Landtagsfraktion hat hierzu beschlossen, die Schulsozialarbeit auf alle Schularten auszudehnen.
Die Stadt ist als Sachaufwandsträger für die Sanierung und Reinigung von staatlichen und städtischen Schulgebäuden ebenso wie für den Neubau von Schulen alleine zuständig. Die Stadt muss daher endlich ihre gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen und zur Beendigung der Raumnot ausreichend Räume bereitstellen.
Der Leitantrag setzt sich des Weiteren für einen bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsangebote an allen Schularten ein, um Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Außerdem unterstützt die CSU München das Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung des G8 und zur Stärkung der Hauptschule die Hauptschulinitiative, die von der CSU München maßgeblich mit angestoßen wurde.
"Im Mittelpunkt aller Bemühungen müssen die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Begabungen und Talenten stehen." stellt Georg Eisenreich fest. Jedes Talent und jede Begabung wird gebraucht und muss gefördert werden, da Bildung der Schlüssel zu beruflichen Perspektiven und zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ist", formulieren die Landtagsabgeordneten das oberste Ziel der Münchner Bildungspolitik.





