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03.02.2010
Lässt Hingerl Poing-Süd veröden?
Mit Bürgerhaus, City Center 2 und Vauhaus wächst und gedeiht die neue Poinger Ortsmitte weiter. Doch was passiert eigentlich mit dem alten Ortskern der Gemeinde? Immer mehr Ladengeschäfte verlassen Poing-Süd, immer mehr wichtige Institutionen wandern ins Ortsgebiet nördlich der Bahnlinie ab. Das Hauptproblem: Bürgermeister Hingerl hat für Poing-Süd kein Konzept. "Gerade im großen Jubiläumsjahr Poings muss sich der Rathauschef
fragen lassen, wie es im historischen Teil weitergehen soll", sagt der stellv. CSU-Ortsvorsitzende Andreas Stumptner. "Man hat das Gefühl, der Bürgermeister lässt Poing-Süd sehenden Auges veröden."
Konzepte für gesamte Gemeinde nötig
"Sollte irgendwann einmal der Rewe-Markt schließen, gibt es in Poing-Süd gar keine Nahversorgung mehr. Und da immer mehr Ärzte ins neue Ortszentrum abwandern, sehen wir auch die ärztliche Versorgung im Süden langsam aber sicher als stark gefährdet an", so Stumptner. "Das ist unverantwortlich." Der CSU-Ortsverband fordert den Bürgermeister deshalb zum Handeln auf. "Es darf nicht sein, dass die einst so belebte Hauptstraße verödet und
der traditionsreiche Ortskern Poings sich zur Schlafstadt entwickelt."
Ziel einer kleinstädtischen Gemeinde muss es sein, das Zusammenwachsen aller Ortsteile durch kulturelle Angebote, aber auch durch bauliche Maßnahmen aktiv zu fördern und neben der neuen Ortsmitte Subzentren zu entwickeln, die von den Bürgern auch als solche wahrgenommen werden. Darüber hinaus besteht aus Sicht der CSU dringender Klärungsbedarf, was mit den bisherigen Gewerbeflächen im älteren Ortsteil geschieht. "Es kann nicht sein, dass sich Hingerl in den Medien für den schuldenfreien Jahresstart selbst feiert, aber es gleichzeitig unterlässt, an den
richtigen Stellen in die Zukunft der Gemeinde zu investieren", beklagt Andreas Stumptner und fordert: "Jetzt müssen glasklare Konzepte her!" Die CSU will sich in den kommenden Jahren mehr denn je dafür stark machen, dass alle Poinger Ortsteile gleichermaßen an der Gemeindeentwicklung teilhaben. "Das haben die Bürgerinnen und Bürger verdient."
Joachim Saam Andreas Stumptner
Ortsvorsitzender Stellv. Ortsvorsitzender
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