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16.01.2012

CSU Neujahrsempfang

Andreas Lohde, stellvertr.Orstvorsitzender, Dieter Roiger, stellvertr. Ortsvorsitzender, Bernadette Kiehl, Krreisvorsitzende der JU, Simone Koch, Ortsvorsitzende der JU, Hans Schilling, Ortsvorsitzender,Michael Piscitelli, stellvertr. Ortsvorsitzender, Alex Dorow, Journalist, Sepp Kellerer, Oberbürgermeister

Der Einladung zum bereits traditionellen Neujahrsempfang folgten ca. 180 Gäste.

Die Begrüßung mit den besten Neujahrswünschen übernahm Hans Schilling, CSU-Vorsitzender FFB. Dr. Thomas Goppel, MdL sprach das Grußwort. Als Festredner sprach Alex Dorow Gedanken zum Neuen Jahr "Gesucht: Eine sinnstiftende Gesellschaft" – was wir aus den letzten zwölf Monaten lernen konnten.

Oberbürgermeister Sepp Kellerer berichtete in seinem Schlusswort von der Stadtentwicklung.

Beim anschließenden Stehempfang mit Getränken und kleinem Imbiss bestand noch die Möglichkeit zum Gedankenaustausch.

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Merkur Artikel vom 13.01.12

Neujahrsempfang der CSU

Teilhabe macht Wutbürger überflüssig.

Künftiger Landtagsabgeordneter sieht Minderheit im Land stärker werden, der man nichts mehr recht machen könne
von Olaf Paschen

Fürstenfeldbruck – Er dürfe das Jahr des Wechsels dort beginnen, wo er vor der letzten Landtagswahl noch mit "großer Skepsis" empfangen worden sei, meinte der designierte Abgeordnete. Von solchen Vorbehalten war nichts mehr zu spüren, als Alex Dorow jetzt beim Neujahrsempfang der Brucker CSU zu Gast war. Mit freundlichem Applaus quittierte das Publikum im Barocksaal des Klosters die Ausführungen ihres künftigen Parlamentariers aus dem Stimmkreis Landsberg/Fürstenfeldbruck-West. Thema des bisherigen Fernseh-Moderators war die sinnstiftende Gesellschaft.

"Reden von Thomas Goppel haben es an sich, dass man danach kaum mehr was zu sagen hat", meinte Dorow augenzwinkernd zu Beginn seines Vortrags. Denn in der Tat war die vorangegangene Neujahrsadresse des Ex-Ministers ausführlich ausgefallen und hatte von den alten ehemals großen Griechen bis zur dritten Startbahn viele Themen gestreift. Dorow hielt sich mit aktuellen politischen Einschätzungen zurück, zitierte aber aus der E-Mail eines Kollegen vom Spiegel. Der hatte von einem "Haufen spießbürgerlicher Wutbürger" geschrieben, die mit ihrem Schuh-Protest in Berlin offensichtlich den Bundespräsidenten mit einem nahöstlichen Despoten verwechselten.

Der künftige Politiker sieht eine Minderheit im Land stärker werden, der man überhaupt nichts mehr recht machen könne, die alles Politische verachte und von daher auch nicht mehr mit Einmischung protestiere. Dorows Gegenmodell ist das bürgerschaftliche Engagement, das allerdings Rahmenbedingungen brauche und mit eigener politischer Macht verantwortungsvoll umzugehen lernen müsse. Dann könne echte Teilhabe entstehen, die den "Wutbürger überflüssig mache.

Bürgerschaftliches Engagement sei früher eine Selbstverständlichkeit gewesen, meinte Oberbürgermeister Sepp Kellerer in einem Grußwort. Heute sei es Thema von Reden. Der OB forderte unter anderem, das Renteneintrittsalter nicht von Lebensjahren, sondern von Arbeitsjahren abhängig zu machen, was ihm großen Beifall eintrug. Außerdem eine Bitte des Kommunalpolitikers: Einem möglicherweise noch notwendigen Koalitionspartner wie den Freien Wählern nicht "ständig in die Knie" zu treten.

Thomas Goppel ("Sie merken, dass ich ein Stück weit erregt bin") hatte angesichts der Wulff-Diskussion zuvor Medienschelte betrieben. Es sei ein Unterschied, ob man einer Person vorwerfe, politisch leichtfertig oder gar frivol mit den Realitäten umgegangen zu sein oder ohne jegliche Fairness das Bundespräsidenten-Amt in Grund und Boden zu schreibe. "Journalisten, die selbst Hunderte von Vergünstigungen erhalten", so der Vorredner des bisherigen Journalisten, "haben das Recht verwirkt, zu urteilen".

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