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26.04.2011
Schulstadt Straubing
2.1 Schulstadt Straubing:
Beste Bildung – beste Chancen für unseren Nachwuchs
Wir verfügen in Straubing bereits über ein sehr gutes Angebot an Kindergartenplätzen. Die Erziehung in den Kindergärten leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung und zum Sozialverhalten des Kindes. Gleiches gilt für die Grund- und weiterführenden Schulen in Straubing. Diese bereiten die jungen Menschen auf die sich immer schneller wandelnden Anforderungen der Berufs- und Arbeitswelt sowie auf ein lebenslanges Lernen vor. Lernschwache Kinder müssen dabei nach ihren individuellen Bedürfnissen ebenso gefördert werden wie besonders begabte. Kinder und junge Menschen mit Behinderung werden in den Regelschulen oder in Schulen für besonderen Förderbedarf nach besten Möglichkeiten auf ein selbstständiges, weitgehend selbst bestimmtes Leben vorbereitet. Die Integrationsmöglichkeiten im Bereich der Regelschulen sind in Zukunft jedoch noch deutlich zu optimieren.
Der CSU ist es ein besonders Anliegen, die in Straubing vorhandenen Schulen in ihren vielfältigen Ausbildungsformen zu erhalten, deren Stellung nachhaltig zu stärken und im Bedarfsfall um zusätzliche Fachbereiche zu erweitern. Die berechtigten Belange der Schulen werden auch in Zukunft einen deutlichen Investitionsschwerpunkt der Stadt Straubing bilden.
Die Straubinger CSU begrüßt aktuelle Pläne zur Aufwertung der Hauptschule ausdrücklich. Wir sehen im zunehmenden Ausbau dieser Schulart zur rhythmisierten Ganztagsschule mit stark berufsvorbereitendem Profil eine große Chance. Das Straubinger Angebot muss in diesem Zusammenhang stabilisiert und im Bedarfsfall ausgebaut werden. Vorrangiges Ziel ist für uns die Hinführung junger Menschen zu echter Ausbildungsreife und damit eine wirkungsvolle Verbesserung ihrer Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Weiterhin erwarten wir, dass bei Organisation und Gestaltung des Schulwesens vor Ort mehr Kompetenzen eingeräumt werden, damit maßgeschneiderte Lösungen entstehen können. Gleichzeitig fordern wir im Zuge der Hauptschulreform einen weiteren Ausbau der Schulsozialarbeit. Der aktuell erreichte, sehr beachtliche Standard muss im Interesse unserer Jugend unbedingt erhalten und weiterentwickelt werden.
HALBZEITBILANZ 05/2011:
Bildung eröffnet Chancen. Wir nutzen diese Chancen am Standort Straubing konsequent und übernehmen immer wieder Vorreiterfunktion.
Neue Bildungskonzepte werden bei uns entwickelt und rasch umgesetzt:
- "365 Orte im Land der Ideen" 2010: "Straubinger Modell" - Zum Schuljahr 2008/2009 wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das es in der bayerischen Schullandschaft zuvor nicht gab. Es wird als "Straubinger Modell" bezeichnet.
Mit der Berufsorientierungsklasse wurde ein Bildungs- und Schulangebot entwickelt, das eine zweite Chance auf den (Qualifizierenden) Hauptschulabschluss und damit auf eine Lehrstelle gibt. Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, werden in enger Verzahnung von Haupt- und Berufsschule eigens beschult und ihnen Praktika vermittelt.
Aufgrund der positiven Erfahrungen und des Erfolgs in Straubing hat das Bayerische Kultusministerium in allen Regierungsbezirken die Einrichtung von Klassen nach dem "Straubinger Modell" genehmigt. Mittlerweile gibt es 12 Standorte in ganz Bayern. - Die Einführung der neuen Mittelschule erfolgte in enger Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt. Wir in Straubing starteten am 01. August 2010 als eine der ersten Mittelschulen in Bayern.
- An den Straubinger Mittelschulen haben wir durch die Bundesagentur für Arbeit finanzierte Berufseinstiegsbegleiter eingeführt, zunächst 2008 in St. Josef, ab 2010 auch in St. Stephan, Ittling und Ulrich-Schmidl.
- Noch vor dem Start des Projektes "Flexible Grundschule" in Bayern wurde dieses neue Bildungsangebot in Straubing an der Grundschule Ulrich-Schmidl entwickelt und getestet. Dabei werden die Jahrgangsstufen 1 und 2 zu einer Eingangsstufe mit flexibler Verweildauer von einem bis drei Jahren als Basis für eine entwicklungsgerechte, individuelle Förderung. Wir setzen auf diese Innovation und wollen sie zügig an allen Straubinger Grundschulen umsetzen. Die Schule muss sich auf das Kind einstellen – wir unterrichten Kinder, nicht Fächer!
- Wir haben das Ganztagesangebot an den Schulen ausgebaut. An den Grundschulen St. Jakob und St. Josef wurden zum Schuljahr 2009/2010 gebundene Ganztagsklassen eingerichtet. Auch die M10 an der Mittelschule Straubing –Alburg wird seit dem Schuljahr 2010/11 als gebundene Ganztagsklasse geführt. Im Rahmen der Offenen Ganztagsschule wurde am Johannes-Turmair-Gymnasium eine Gruppe eröffnet.
- Auf freiwilliger Basis bezuschussen wir seit dem Schuljahr 2009/2010 die Teilnahme bedürftiger Kinder am Mittagessen an Ganztagsschulen. Unser Einsatz für mehr Chancengleichheit ist kein Lippenbekenntnis!
- Schulübergreifende Kooperationen zur besseren Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung bauen wir konsequent aus. Die bestehenden Kooperationen der Bildungsstätte St. Wolfgang mit den Grundschulen St. Jakob und Straubing-Ittling haben wir zum Schuljahr 2010/11 um die Grundschule St. Peter und die Mittelschule Straubing-Ittling erweitert. An der Grundschule St. Peter streben wir einen Ausbau des Angebots an.
- Gemeinsam mit der Technischen Universität München und unseren Berufsschulen haben wir den TUM-Berufsschul-Cluster gegründet. Der erste Berufsschulcluster der TUM in ganz Bayern wurde damit in Straubing etabliert. Wir stärken die berufliche Bildung!
Die berechtigten Belange der Bildungseinrichtungen haben bei uns Vorrang. Dafür stellen wir auch andere Projekte, wie beispielsweise den Ausbau des Völkl-Geländes zurück. Prioritäten setzen heißt Verantwortung übernehmen!
Beispiele für Investitionsmaßnahmen:
Erweiterungsbau Anton-Bruckner-Gymnasium, Anbau Fluchttreppenhaus Johannes-Turmair-Gymnasium, Generalsanierung der Turnhalle Ittling, Generalsanierung der GS und MS St. Stephan Alburg, Generalsanierung Ludwigsgymnasium, Neubau Turnhalle Jakob-Sandtner-Realschule, …
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