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13.12.2011
Monika Hohlmeier, MdEP
Weniger unnötige Bürokratie für kleine Unternehmen
Europaparlament setzt vereinfachte Bilanzierungsregelungen durch / Kleinstbetriebe von Veröffentlichungspflichten befreit
Das Europäische Parlament hat heute in zweiter Lesung die Richtlinie über die Bilanzierungsregelungen für Kleinstbetriebe verabschiedet. Monika Hohlmeier, oberfränkische Europaabgeordnete, begrüßte das positive Votum über die vereinfachten Jahresabschlussregelungen: "Das ist ein wunderbare Nachricht für kleine Betriebe in Oberfranken. Ob Metzgereien, Bäckereien oder andere Handwerksbetriebe - sie alle müssen künftig nur noch verkürzte Bilanzen beim Unternehmensregister einreichen, die aber nicht veröffentlicht werden. Angesichts der aktuellen Wirtschaftslage sind das wichtige Einsparpotenziale, die es den Kleinstbetrieben vielleicht ermöglichen, anstatt dessen in Arbeitsplätze zu investieren."
"Gerade ein Großteil dieses Einsparpotenzials bei Verwaltungslasten liegt Kleinstunternehmen: Sie haben häufig keinen Zugang zu den modernsten und effizientesten aber auch sehr teuren Informations- und Kommunikationstechnologien. Zudem können sich Kleinstunternehmen speziell geschultes Personal nicht leisten, da der Betrieb hierfür zu klein ist. Im Europäischen Parlament sind wir uns deshalb einig, dass überflüssige Verwaltungslasten für kleine und mittlere Unternehmen schnellstmöglich abgeschafft werden müssen. Die heute beschlossene Richtlinie ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung", so Hohlmeier.
Die Richtlinie sieht nun vor, dass Betriebe, die nicht mehr als 700 000 Euro Jahresumsatz und 350 000 Euro Bilanzsumme haben und außerdem nicht mehr als 10 Personen beschäftigen von den Ausnahmemöglichkeiten profitieren können. Die Mitgliedstaaten hatten ursprünglich niedrigere Schwellenwerte eingefordert.
Hohlmeier freute sich, dass das Europäische Parlament trotz der Widerstände in den Mitgliedstaaten sich mit seiner Forderung durchsetzen und so kleinen und mittleren Unternehmen den Rücken stärken konnte: "Ich hoffe, dass die oberfränkischen Kleinstbetriebe diese Erleichterungen bald schon spüren und so letztlich die ganze Region davon profitieren kann."
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