Pressemeldung

06.05.2011
Planungsmurks in Hogenbergstr. muss ein Ende haben
"Sicherlich will die Stadtverwaltung bei den Planungen der städtischen Einrichtungen in der Hogenbergstraße 33 möglichst viele Interessen und Anliegen der Laimer Bevölkerung berücksichtigen. Diesen guten Willen muss man anerkennen. Doch was nach den derzeitigen Planungen vorgesehen ist, kann nur noch als Planungsmurks bezeichnet werden!" urteilt Anette Zöllner, stv. Vorsitzende der CSU in Laim-West und Vorsitzende des Unterausschusses Bau im Laimer Bezirksausschuss.
Auf dem Grundstück in der Hogenbergstraße hinter dem ehemaligen Kaufhaus Hertie plant die Stadtverwaltung ein Gebäude, das sowohl eine dringend benötigte Kindertageseinrichtung, als auch einen seit Jahrzehnten geforderten Versammlungsraum für die Laimer Bürgerschaft sowie Räume für die Laimer Vereine beherbergen soll.
"Was gut gemeint ist, ist eben noch lange nicht gut. Das Grundstück wird leider völlig überfrachtet. Die Kindertageseinrichtung hat zu wenig Platz, der Versammlungsraum fasst mit 120 qm keine Bürgerversammlung und die für die Vereine vorgesehen Räume mit je 30 qm sind auch nicht wirklich ausreichend. Zudem kann die Infrastruktur des umliegenden Wohnviertels die tägliche An- und Abfahrt der Kindertageseinrichtung kaum bewältigen, geschweige denn den Andrang bei größeren Versammlungen. Parkplätze sind zudem Mangelware." erläutert Zöllner die Problemlage.
"So kann es nicht weiter gehen. Wieder einmal unterläuft die Stadtverwaltung den klaren Willen der Laimer Bevölkerung für ein Bürgerhaus. Niemand hat etwas gegen Kindertageseinrichtungen, wir brauchen sie unbedingt. Doch mit der Hereinnahme der Kindertageseinrichtung ist das Bürgerhaus am Standort Hogenbergstraße ad absurdum geführt worden. Dies machen die jetzt bekannt gewordenen Planungen klar." beurteilt Andreas Bauer, Vorsitzender der CSU Laim-West, die Lage.
In der letzten Sitzung des Laimer Bezirksausschusses wurden die Planungen zu Recht auch von Vertretern der Anwohner als verfehlt und nicht hilfreich kritisiert. Eine Laimer Bürgerin machte dabei einen interessanten Vorschlag für den Standort eines wirklichen Laimer Bürgerhauses. Anette Zöllner stimmt zu:
"Irgendwann muss man einsehen, dass die Planungen überfrachtet, nicht zielführend und damit gescheitert sind. Wir müssen uns überlegen, wie wir weiter verfahren und eine vernünftige Lösung finden. Der aus der Bürgerschaft formulierte konstruktive Vorschlag, ein wirkliches Laimer Bürgerhaus mit entsprechendem Versammlungsraum sowie ausreichendem Platz für die Vereine auf dem derzeit in Umplanung befindlichem Gelände des ehemaligen Tramdepots in der Zschokke-/Westendstraße zu realisieren, ist ein ernst zu nehmender und zu prüfender Ausweg. Wenn der politische Wille vor allem in der Stadtverwaltung vorhanden ist, dann kann man die Planungen für das ehemalige Trambahndepot dementsprechend ändern. Hier ist die Türe noch offen und vielleicht ist das tatsächlich ein Ausweg für die verfahrene Situation. Die bisherige Haltung der Stadtverwaltung, die Planungen in der Hogenbergstraße für gut zu heißen oder gar nichts zu bekommen, akzeptiere ich nicht."
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