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19.09.2007
Mitarbeit junger Menschen gezielt fördern
Nur rund ein Dutzend von Änderungsanträgen werden beim Parteitag der CSU am 28./29. September erwartet, wenn die Delegierten das neue Grundsatzprogramm diskutieren. Einer davon wird aus Hagenbüchach kommen - Ortsvorsitzender und Kreisgeschäftsführer Michael Dibowski hat ein entsprechendes Papier erarbeitet und eingereicht. Ziel ist es, dass die CSU das politische Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen besser fördert.
"Im aktuellen Grundsatzprogramm von 1993 spricht sich die CSU noch dafür aus, dass junge Menschen gerade in der Kommunalpolitik Aufgaben und Verantwortung übernehmen sollen", so Dibowski. Das neue Programm dagegen führt nur noch ein allgemeines gesellschaftliches Engagement auf. Das geht dem Ortsvorsitzenden nicht weit genug. "Hier kann die CSU selbst mit bestem Beispiel vorangehen. Ihr bayernweites Netz von Ortsverbänden, Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreisen bietet so viele Möglichkeiten zur Mitarbeit. Die CSU darf nicht nur andere Verbände auffordern, Jugendarbeit zuzulassen und sich zu deren Förderung bereit erklären. Dadurch, dass das Grundsatzprogramm der CSU die Partei selbst ausdrücklich als Ort des gesellschaftlichen Engagements aufführt, wird es gerade für junge Menschen glaubwürdiger und lebendiger", erklärt der Kreisgeschäftsführer seinen Antrag.
Den Antrag selbst diskutierte Dibowski auch in der CSU-Akademie u.a. mit Landtagspräsident Alois Glück, der die Kommission zur Erarbeitung des Grundsatzprogramms leitete. Dieser habe ihn ausdrücklich zur Stellung des Änderungsantrags ermutigt, der nun auch von anderen Mitgliedern der CSU-Akademie unterstützt wird.
"Wir erleben im CSU-Kreisverband Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim, wie wichtig es ist, dass sich junge Menschen einbringen können und auch in verantwortungsvoller Funktion mitarbeiten dürfen", erklärte Dibowski. "Es wäre das falsche Signal, wenn die CSU von diesem Grundsatz abweichen würde und auf die ausdrückliche Formulierung im Parteiprogramm fortan verzichtet."
Der Antrag geht jedoch noch weiter. Denn junge Ideen können zwar innovativ, aber vielleicht manchmal auch in gewisser Weise voreilig sein. In eine verantwortungsvolle und ausgewogene Politik müssen daher auch die Lebenserfahrung und das Urteil älterer Generationen einfließen, weshalb mancher Einfall noch einmal überdacht und vielleicht auch nachgebessert werden muss. Auch diesen Umstand berücksichtigt der Änderungsantrag. Dibowski: "Diese Ausgewogenheit ist es, die unsere Gesellschaft voranbringt. Denn drei Schritte vor und ein Schritt zurück sind immer noch zwei Schritte nach vorne."
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