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12.01.2012

Gelebter Denkmalschutz in Ostheim

Beim gut besuchten Neujahrsempfang der Ostheimer CSU auf der Lichtenburg freute sich der Ortsvereinsvorsitzende Peter Wienröder darüber, dass die Einladung auf große Resonanz gestoßen war. "Dies ist für uns Ansporn, uns auch im neuen Jahr auf allen politischen Ebenen mit Herz und Verstand für die Stadt Ostheim mit Oberwaldbehrungen und Urspringen, für die Region und damit für unsere Heimat einzusetzen", so Wienröder.

Der Vorsitzende zeigte sich sehr zufrieden mit der Arbeit des Ortsverbands in den zurückliegenden Monaten. Mit Blick auf Unstimmigkeiten in der Vergangenheit freute sich Wienröder, der erst im Mai vergangenen Jahres als politischer Neueinsteiger in sein Amt gewählt worden war, dass man es innerhalb kurzer Zeit geschafft habe, wieder Einigkeit zu erzielen und gemeinsam nach vorne zu schauen. Sein Dank galt an dieser Stelle seinen Mitstreitern, allen voran Altbürgermeister Adolf Büttner, für die stete Unterstützung der Vorstandsarbeit.

Gemäß dem Parteimotto "Näher am Menschen" stellte Wienröder es als großes Anliegen heraus, die Bürger mehr in das politische Geschehen einzubinden. Zum Dialog dienen die monatlichen Stammtische und weitere Veranstaltungen, zu denen auch Nicht-Mitglieder immer gerne gesehen sind, um Wünsche und Sorgen vorzubringen. Dieses Angebot werde sehr gut wahrgenommen, versicherte Wienröder und nannte als Beispiele die Gespräche zur Breitbandversorgung in den Ortsteilen oder den Vortrag des Ostheimer Allgemeinmediziners Eberhard Helm zur demografischen Entwicklung im Luftkurort.

Ein großes Thema für die Ostheimer CSU wird auch 2012 die Stadtentwicklung sein, "gelebter Denkmalschutz" bildet laut Wienröder dabei einen Schwerpunkt. Die Union möchte eine Diskussion mit der Stadt, dem Landratsamt und der Denkmalpflege über den Erhalt und die Nutzung historischer Bausubstanz anstoßen, auch mit Blick auf die Belebung der Ortskerne.

Ein Projekt, das die Ostheimer CSU vorantreiben will, ist die touristische Ausgestaltung der von Johann Wolfgang von Goethe in seiner Zeit als Minister ins Leben gerufene Wiesenbewässerung. Die alten Bauwerke zwischen Kupfermühle und Lohmühle sind noch in einem guten Zustand und es ist angedacht, hier einen Lehrpfad mit kleinen Teichen und Tümpeln entlang der Streu einzurichten. Die Kosten seien überschaubar, wie laut Wienröder Vorgespräche mit Behörden ergeben haben. Auch ein kleiner Badesee in den Streuauen müsse keine Vision bleiben, wenn man die Nachbargemeinden mit ins Boot hole. Schließlich gehe es nicht nur um ein touristisches Angebot, sondern auch um den Freizeitwert für die Bewohner des Streutals.

Angesichts der demografischen Entwicklung müsse allen daran gelegen sein, die Region attraktiv zu gestalten, um der Abwanderung junger Menschen entgegenzuwirken. Die CSU möchte deshalb dem Vorschlag des Landratsamts folgen und die Gründung eines interkommunalen Workshops mit den Vereinen und den Nachbargemeinden anregen.

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