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Pflege-Offensive für Bayern

Versorgung auf dem Land verbessern!

 

Die Bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml setzt sich für mehr Pflegeangebote im ländlichen Raum ein. Dafür will sie die Rolle der Kommunen in der Pflege zu stärken.

„Die Zahl der Menschen mit Pflegebedarf steigt. Für ländliche Gebiete bedeutet das besondere Herausforderungen, denn viele junge Leute ziehen zur Ausbildung oder zur Arbeit in die Ballungszentren - und die Elterngeneration bleibt zurück“, erklärte Huml. „Wir brauchen deshalb auf dem Land Angebote vor Ort, die Unterstützung und Pflege leisten können.“

Huml will die bayerischen Kommunen durch folgende Maßnahmen unterstützen:

  • Befristetes Initiativrecht für Kommunen, um sogenannte Pflegestützpunkte mit den Pflege- und Krankenkassen zu errichten: Dort erhalten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen Beratung aus einer Hand rund um das Thema Pflege und wohnortnahe Angebote.

  • Begleitendes Förderprogramm, damit diese Pflegestützpunkte möglichst flächendeckend geschaffen werden

  • Regionale Ausschüsse (Pflegekonferenzen) in Landkreisen und kreisfreien Städten: Die örtliche Versorgung kann besser abstimmt und weiterentwickelt werden, wenn Akteure der Pflege vor Ort und der Landesverbände der Pflegekassen zusammenkommen.

  • Sektorenübergreifender Landespflegeausschuss, der Fragen der Zusammenarbeit in der pflegerischen und medizinischen Versorgung mitberät

Die Bayerische Staatsregierung baut die Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen mit dem im April 2018 beschlossenen Pflege-Paket bereits deutlich aus:

Mix aus verschiedenen Angeboten

Das Pflege-Paket enthält unter anderem ein Fünf-Millionen-Euro-Programm für insgesamt mindestens 500 neue Kurzzeitpflege-Plätze in Bayern. „Denn häuslich Pflegende werden durch verstärkte Möglichkeiten, Angehörige in Kurzzeitpflege zu versorgen zu lassen, spürbar entlastet“, so Huml.

Das Kabinett hat außerdem eine neue Investitionskostenförderung für stationäre Pflegeplätze auf den Weg gebracht. „Sowohl die Fortentwicklung der bestehenden Infrastruktur ist für uns von großer Bedeutung als auch die Schaffung bedarfsgerechter, moderner und neuer Pflegeplätze. Der Mix aus verschiedenen Angeboten sichert auch zukünftig eine hochwertige Pflege und ausreichende Kapazitäten.“

Landespflegegeld

Mit dem Landespflegegeld in Höhe von 1.000 Euro jährlich werden Menschen unterstützt, die in Bayern leben und mindestens Pflegegrad 2 haben. Huml: „Damit können sie zum Beispiel pflegenden Angehörigen eine finanzielle Anerkennung zukommen lassen oder sich selbst etwas Gutes tun.“ Mehr zu den Voraussetzungen und der Antragsstellung können Sie hier nachlesen.

Landesamt für Pflege

Neben der Auszahlung des Landespflegegelds ist das neue Landesamt für den Ausbau der Pflege-Infrastruktur zuständig: „Mit einem eigenständigen Landesamt für Pflege im oberpfälzischen Amberg unterstützen wir zudem die pflegebedürftigen Menschen ebenso wie die Pflegenden in ganz Bayern. Gleiches gilt für die Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Familien. Aufgaben werden effektiv gebündelt, damit die Hilfe besser bei den Menschen ankommt.“

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