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Seehofer im Interview

„Die Ergebnisse stimmen“

 

Sein größter Ansporn ist Gestalten: Im Interview mit dem Donaukurier hat der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer über seine landespolitische Bilanz und die bevorstehenden Aufgaben als Bundesinnen- und Heimatminister in Berlin gesprochen.

Zehn erfolgreiche Jahre

„Ich durfte zehn Jahre lang dieses Land führen, die Ergebnisse stimmen. Deshalb bin ich zufrieden“, sagte Seehofer über seine Zeit als Bayerischer Ministerpräsident. „Wir haben Bayern zu einer Blüte geführt wie noch nie zuvor. Das war für mich das Schönste - neben dem Zusammentreffen mit den Menschen.“ Dabei hob er besonders die Aussöhnung mit Tschechien hervor: „Die Politik muss auch Bleibendes schaffen, das ist uns hier gelungen. Wir haben viel auf den Weg gebracht.“

Gutes Verhandlungsergebnis

Die CSU habe bei den Koalitionsgesprächen so erfolgreich verhandelt wie nie zuvor: „Wir mussten keine Kröte schlucken. Wir haben drei starke Ministerien und eine Staatsministerin im Kanzleramt bekommen. Zudem ist das Innenministerium zu einem Superministerium erweitert worden. Das hatten wir in der CSU lange nicht mehr.“

Vorfreude auf neue Aufgaben

Der CSU-Chef freut sich jetzt auf seine neuen Aufgaben als Bundesinnen- und Heimatminister: „Der größte Ansporn ist, etwas gestalten zu können. Wir hatten in Bayern viele Fragen, bei denen wir ohne den Bund nicht weiterkamen.“ Seehofer verwies dabei auf die Themen Sicherheit und Zuwanderung. „Jetzt kann ich diese Dinge selbst in die Hand nehmen und lösen. Das ist schon verführerisch.“

Auch für das Bundesheimatministerium verfolgt der CSU-Chef konkrete Pläne: „Das wird weder ein Ministerium für Dirndl oder Lederhose, noch ist es ein Ministerium für Folklore und Brauchtum.“ Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung werde es beispielsweise die Raumordnung für Deutschland betreiben. „In Bayern heißt das Landesentwicklungsprogramm.“ Damit will Seehofer vor allem den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken: „Dazu möchte ich auf Bundesebene ein Wertebündnis gründen, wie wir es in Bayern schon haben.“ Teil davon sei der „Dialog der Regionen“ zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland. „Da gibt es Problemregionen in Ost und West. Da muss man sehen, was man über die Wissenschaft, die Arbeitsplätze, die Infrastruktur machen kann.“ Wie Seehofer erklärte, habe er für alle Ministerien eine koordinierende Funktion.

Das vollständige Interview gibt es hier zum Nachlesen.