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Präsentation Kriminalstatistik 2017

Seehofer: „Es bleibt viel zu tun“

 

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer hat die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik 2017 vorgestellt. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 5,76 Millionen Straftaten erfasst worden. Das ist der niedrigste Wert seit 1992. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist der Wert sogar der niedrigste seit 30 Jahren. Auf 100.000 Einwohner entfallen demnach weniger als 7.000 Fälle. Die Aufklärungsquote hat mit einem Wert von insgesamt 55,7 Prozent den höchsten Stand seit 2005 erreicht. Seehofer fasste zusammen: „Deutschland ist sicherer geworden. Gleichwohl gibt es zur Entwarnung keinen Anlass. Es bleibt viel zu tun für alle Beteiligten von Bund und Ländern. Absolute Sicherheit kann niemand versprechen, aber es ist unsere Verantwortung, das Menschenmögliche für eine optimale Sicherheit der Bevölkerung zu tun.“

Politik muss Polizeiarbeit unterstützen um Erfolg zu gewährleisten

Seehofer begrüßte ausdrücklich die im Koalitionsvertrag vorgesehenen 7.500 neuen Polizeistellen beim Bund, sowie nochmals in gleicher Höhe bei den Ländern. Das sei jedoch nicht alles: „Die Politik ist weiterhin gefragt mit adäquaten Maßnahmen zu reagieren und die Sicherheitslage in unserem Lande weiter zu verbessern. Präventive Projekte müssen einhergehen mit der Nutzung neuer polizeilicher Ermittlungsmöglichkeiten, mit Zusammenarbeit verschiedenster Behörden, aber auch mit klaren zügigen und gegebenenfalls auch harten Antworten des Rechtsstaats auf kriminelles Verhalten.“

Ein derart konsequentes Vorgehen könne zum Erfolg führen, wie es beispielsweise die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen deutlich zeige. Noch im Jahr 2015 wurde in etwa 167.000 Wohnungen eingebrochen. Dank vielfältiger Maßnahmen von Bund und Ländern konnte es laut Seehofer gelingen, dass diese Zahl nun um mehr als 50.000 Fälle gesunken ist. Das sei ein Rückgang von über 30 Prozent.

Rückgang bei politisch motivierten Straftaten

Im vergangenen Jahr ging die Zahl der politisch motivierten Straftaten um 4,9 Prozent auf 39.505 Fälle zurück. Davon wurden 3.754 als Gewaltdelikte eingestuft, was einem Rückgang um 12,9 Prozent entspricht. Auffällig sei, dass dem rechten Spektrum zugeordnete Straftaten um 12,9 Prozent zurückgingen, im linken Spektrum allerdings um 3,9 Prozent stiegen. Seehofer dazu: „Trotz des Rückgangs der politischen motivierten Straftaten gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Der Rechtsstaat muss und wird sich auch weiterhin mit allen Mitteln gegen jede Form von Extremismus und Terrorismus zur Wehr setzen.“

Der Anstieg linksmotivierter Gewaltdelikte sei maßgeblich auf die beim G20-Gipfel begangenen Gewaltausbrüche zurückzuführen. Auch hier gelte: „Für linke Gewalttäter darf es keine rechtsfreien Rückzugsräume und keine öffentliche Förderung geben.“

Bayern bundesweit unangefochten an der Spitze

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat sich hocherfreut über Bayerns Abschneiden in der Kriminalstatistik geäußert: „Bayern hat seit vielen Jahren einen unangefochtenen Spitzenplatz bei der Inneren Sicherheit. Unsere Kriminalitätsdaten haben wir vergangenes Jahr weiter verbessert. Unsere Bürgerinnen und Bürger können hier deutlich sicherer leben, als anderswo.“

So sei die Kriminalitätsbelastung mit 4.533 Straftaten pro 100.000 Einwohner im Vergleich zum Bund (6.764 pro 100.000 Einwohner) deutlich geringer. Die Aufklärungsquote der Bayerischen Polizei sei mit 64,4 Prozent (2016: 63,7 Prozent) besser als der Bundesschnitt mit 55,7 Prozent. „Straftäter haben es also in Bayern erheblich schwerer, unentdeckt zu bleiben. Bayern ist auch deswegen so sicher, weil wir moderne Polizeibefugnisse haben, die wir ständig den aktuellen Anforderungen anpassen“, so Herrmann.