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Kooptiertes Mitglied

Wilfried Scharnagl

 

Wilfried Scharnagl wurde am 26. Oktober 1938 in Hinterkotten, Kreis Tachau, Sudetenland geboren.

Er ist politischer Publizist, gewann sein streitbares konservatives Profil und seine Bekanntheit in der Öffentlichkeit während seiner Jahre beim Bayernkurier, der Wochenzeitung der Christlich-Sozialen Union, deren Chefredakteur er von 1977 bis 2001 war. Scharnagl, schon in den sechziger Jahren zum Bayernkurier gekommen, genoss das besondere Vertrauen von Franz Josef Strauß, der dieses mit dem Satz zum Ausdruck brachte: „Scharnagl schreibt, was Strauß denkt, Strauß denkt, was Scharnagl schreibt.“ Scharnagl begleitete Strauß auf vielen wichtigen Auslandsreisen. So war er dabei, als Strauß Ende 1987 auf Einladung von Michail Gorbatschow selbst nach Moskau flog, wo es zu einer historischen Begegnung zwischen dem Führer der kommunistischen Welt und dem CSU-Vorsitzenden und Bayerischen Ministerpräsidenten kam. Mit den Strauß-Nachfolgern im Amt des CSU-Vorsitzenden, von Theo Waigel über Edmund Stoiber und Erwin Huber bis Horst Seehofer, verband und verbindet Scharnagl, der seit Jahrzehnten kooptiertes Mitglied des Parteivorstands der CSU ist, ein freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis.

Scharnagl, seit vielen Jahren Mitglied des Vorstandes der Hanns-Seidel-Stiftung, ist auch als Buchautor bekannt geworden. Er schrieb mehrere Bücher über Franz Josef Strauß und machte, nach dem der Tod von Strauß die gemeinsame Arbeit an diesem Werk jäh beendete, die „Erinnerungen“ des CSU-Vorsitzenden und Bayerischen Ministerpräsidenten publikationsfähig. Straußens „Erinnerungen“ sind auch in russischer und chinesischer Sprache erschienen. Scharnagls Buch: „Mein Strauß – Staatsmann und Freund“ ist von der besonderen Nähe des Autors zu Franz Josef Strauß geprägt. Für Aufsehen sorgte Wilfried Scharnagl 2012 mit seinem Buch „Bayern kann es auch allein - Plädoyer für den eigenen Staat“, mit dem er über die bayerischen Grenzen hinaus eine heftige und bis heute anhaltende Diskussion anstieß. Zu seinem jüngsten Buch „Am Abgrund - Streitschrift für einen anderen Umgang mit Russland“ hat Michail Gorbatschow ein Vorwort geschrieben. Im Juli 2015 wurde die russische Ausgabe des Buches in Moskau mit Reden von Gorbatschow und Scharnagl vorgestellt.

Durch zahlreiche öffentliche Vorträge und Diskussionen, auch bei CSU-Gliederungen in ganz Bayern, und durch Fernsehauftritte gilt Wilfried Scharnagl nach Meinung des Monatsmagazins „Cicero“ als „Lordsiegelbewahrer des konservativen Markenkerns der CSU“. Das Magazin „Stern“ sieht in Scharnagl eine „Partei-Ikone“ der CSU, die Zürcher „Weltwoche“ ein „CSU-Urgestein“ und einen „Vordenker“ der Partei.

Lebenslauf
Studium
  • Studium der Geschichte in München und Frankfurt
Beruflicher Werdegang
  • Redakteur beim Freisinger Tagblatt
  • Ab 1964: Mitarbeiter der CSU-Landesleitung
  • 1977-2001: Chefredakteur des Bayernkuriers
Politische Stationen
  • Mitglied im CSU-Parteivorstand
Sonstiges
  • Mitglied im Vorstand der Hanns-Seidel-Stiftung

 

 

 

 

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