Pressemitteilung

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„Die elektronische Gesundheitskarte - Der Berliner Flughafen der Gesundheitspolitik“

Landesversammlung des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) zur Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die diesjährige Landesversammlung des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA) stand unter dem Motto „Digitalisierung im Gesundheitswesen“. Der Landesvorsitzende Dr.med. Christian Alex und der Bezirksvorsitzende von Niederbayern

Dr. med. Albert Solleder betonten in ihren Ausführungen die Notwendigkeit, sich mit den brennenden Fragen der Gesundheitspolitik auseinanderzusetzen, um auch in Zukunft eine flächendeckend, wohnortnahe medizinische Versorgung für ganz Bayern gewährleisten zu können. Ergänzend erläuterte der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr die Bedeutung des Gesundheitssektors als Standortfaktor. Staatssekretär Josef Zellmeier hob die Besonderheiten der Region und die Bedeutung der bevorstehenden Landtagswahl hervor.

Höhepunkt dieses Vormittags im überfüllten Veranstaltungssaal war der Fachvortrag des Präsidenten der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. med. Gerald Quitterer, zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Die Digitalisierung in den Arztpraxen sei grundsätzlich nichts Neues. Diese Entwicklung werde weitergehen. Aber: „Der Goldstandard für die Behandlung muss nach wie vor der persönliche Arzt-Patienten-Kontakt sein. Ich stelle mir die Kolleginnen und Kollegen in der realen Versorgung und nicht hinter dem Bildschirm vor“, so Quitterer. Bezüglich der Infrastruktur und des Datenaustausches stehe es noch nicht zum Besten. Die elektronische Gesundheitskarte könne immer noch nicht flächendeckend umgesetzt werden und werde in Zukunft möglicherweise vom Smartphone ersetzt. „Der Patient soll auch künftig Herr seiner Daten sein. Damit es hier aber nicht zu Schnittstellenproblemen kommt, fordern wir, dass die gesetzliche Grundlage geschaffen wird, dass wir Ärzte eine eigene Kommunikationsplattform bekommen“, betonte Quitterer. In der anschließenden intensiven Diskussion mit den Teilnehmern formulieret ein Diskutant: Die elektronische Gesundheitskarte ist für mich der Berliner Flughafen der Gesundheitspolitik.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag Bernhard Seidenath, MdL rundete die Landesversammlung mit der Bilanz der bayerischen Gesundheitspolitik ab und gab einem Ausblick auf die Vorhaben für die nächste Legislaturperiode. Für die CSU stehe nach der Landtagswahl am 14. Oktober dieses Jahres die weitere Bekämpfung des bereits manifesten Fachkräftemangels im Bereich der Pflege, der Heilmittelerbringer und der Ärzte sowie – unter strengsten Datenschutz-Auflagen - die Nutzung der Chancen der Digitalisierung zugunsten der Patientinnen und Patienten ganz oben auf der Agenda.

Am Ende der Veranstaltung verabschiedete di GPA-Landesversammlung folgenden Antrag: „Der GPA fordert die Automobilindustrie und die Politik verantwortlich auf, alles zu tun, um die Bevölkerung vor schädlichen Abgasen zu schützen, die Besitzer von Diesel-Pkw bei der Umrüstung zu unterstützen und die Kosten von den Herstellern tragen zu lassen.“

 

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