Pressemitteilung

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Pflegekongress der CSU

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt – jeder kann betroffen sein. Deshalb tut die CSU mehr für Gesundheit und Pflege. Der Bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat in seiner Regierungserklärung „Das Beste für Bayern“ am 18. April dieses Jahres bereits zahlreiche Maßnahmen „WIR TUN MEHR FÜR GESUNDHEIT UND PFLEGE“ angekündigt. Die Arbeitnehmer-Union (CSA), die Frauen-Union (FU), der Gesundheit- und Pflegepolitische Arbeitskreis (GPA) und die Senioren-Union (SEN) der CSU haben zum Pflegekongress der CSU am Samstag, den 14. Juli 2018, ab 11.00 Uhr im Audi Sportpark, Am Sportpark 1b, 85053 Ingolstadt eingeladen. Der Kongress war mit rund 250 Teilnehmern sehr gut besucht.

Nach der Begrüßung durch den Seniorenunion-Landesvorsitzenden, Dr. Thomas Goppel, MdL, folgte die Rede der Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, MdL. Die Anträge und Initiativen der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag stellte Bernhard Seidenath, MdL, stv. Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Pflege im Bayerischen Landtag, vor. Seinen Ausführungen folgte eine Botschaft des Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Hermann Imhof, MdL. Christian Bredl, stv. Landesvorsitzender des GPA, sprach über die Position des GPA – Gesundheitspolitscher Arbeitskreis der CSU - zur Digitalisierung im Gesundheitswesen. Anschließend folgten vier fachspezifische Foren mit Bernhard Seidenath, Christoph Oswald, Referent Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V., Anna Maria Luger, Geschäftsführerin des Katholischen Pflegeverbandes e.V., Christa Stewens, Staatsministerin a.D., Brigitte Bührlein, Vorsitzende „WIR! Stiftung pflegender Angehöriger“, Daniela Kluthe-Neis, Ernährungstherapeutin, Dr. Christian Alex, Landesvorsitzender des GPA, Prof. Dr. med. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz (BTA) und Prof. Dr. Phil Veronika Schraut, Pflegewissenschaftlerin.

In den vier Foren wurden lebhaft die Pflegethemen diskutiert und Forderungen an die Politik formuliert.

Ergebnisse der Arbeitskreise:

Im Forum 1 (CSA) wurde die Forderung nach einer möglichst guten Personalausstattung erhoben: wir brauchen eine bedarfsgerechte Personalbemessung auf wissenschaftlich evaluierter Grundlage. Weitere Forderungen bezogen sich auf eine Allgemeinverbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen in der Pflege sowie auf ein verbessertes Betriebliches Gesundheitsmanagement im Sinne einer Pflege der Pflegenden. Schließlich sprach sich das Forum 1 für eine Einrichtung eines Lehrstuhls für Pflegewissenschaften an einer Hochschule in Bayern aus, an der auch promoviert werden kann.

Forum 2 (FU): Die Attraktivität der Pflegeberufe muss erhöht werden. Beispielsweise könnten Praktika für 14-jährige Schülerinnen und Schüler dazu beitragen, die vielen Facetten dieses Berufsbildes besser kennenzulernen. Bei der Kurzzeitpflege müssen mehr Plätze angeboten und eine größere Planungssicherheit gewährleistet werden, ohne die Träger mit zu viel Bürokratie zu belasten. Außerdem fordert die Frauen-Union von den Arbeitgebern, Mitarbeiter, die pflegende Angehörige sind, besser zu

Im Forum 3 (GPA) war die Hauptforderung, dass sichergestellt sein muss, dass die Datenhoheit ausschließlich beim Patienten bzw. Versicherten liegen muss. Sowohl welche Daten als auch, wer Zugriff auf die Daten haben kann. Die zweite Kernforderung war die Nutzung der Chancen der Digitalisierung schnellstmöglich im Rahmen der elektronischen Patientenakte verfügbar zu machen . Das Thema Digitalisierung muss kommuniziert werden. Und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden, damit Vernetzung gelingen kann.

Forum 4: Überragendes Thema ist der immer drängender werdende P f l e g e k r ä f t e m a n g e l . Folgerichtig finden sich dazu vielversprechende Ansätze und konkrete Lösungsvorschläge im Sofortprogramm und der konzentrierten Aktion der Bundesregierung wie auch im Pflegepaket Bayern von Staatsregierung und der Regierungsfraktion im Landtag. „Gerade im Umgang mit den Schwächsten zeigt sich der Wert, die Humanität einer Gesellschaft. Deshalb begrüßen wir alle Initiativen wie allgemeingültiger Tarifvertrag, verbesserter Personalschlüssel, bezahlbarer Wohnraum für Pflegekräfte, generalistische Pflegeausbildung, Akademisierung u.v.m., die den Pflegeberuf attraktiver machen. Bis das alles aber umgesetzt ist, darf auch die gezielte Anwerbung ausländischer Pflegekräfte kein Tabu sein“, so Dr. Goppel.

Gerade Pflegefachkräfte aus den Philippinen suchen Arbeit und drängen verstärkt nach Deutschland. Philippinen sind seit jeher ein klassisches Auswanderungsland, zudem werden dort wegen der besonders hohen Wertschätzung gegenüber dem Alter seit jeher mehr Pflegekräfte ausgebildet als die eigene Gesellschaft dort benötigt. Bis also all‘ die jetzt initiierten Lösungsansätze greifen, muss es auch gelingen, philippinische Pflegekräfte gezielt nach Bayern anzuwerben. Seriösen Schätzungen nach warten 200.000 ausgebildete Pflegekräfte in den Philippinen auf ihre Ausreise bzw. Einreise!

 

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