Pressemitteilung

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Wir brauchen Ethik in der Pflege

Ingolstadt - Arbeitnehmer-Union (CSA), Frauen-Union (FU) und Gesundheits- und Pflegepolitischer Arbeitskreis (GPA) haben mit der Senioren-Union (SEN) am vergangenen Samstag, den 14. Juli 2018 zu einem eigenen Pflegekongress der CSU nach Ingolstadt eingeladen. Weit über 250 Besucher und eine lebendige Diskussion in den Arbeitskreisen bestätigten die Notwendigkeit der thematischen Aufbereitung.

Die Senioren-Union (SEN) versicherte für die fachlichen Aussagen professionelle Unterstützung: Frau Prof. Dr. Veronika Schraut, Professorin für Pflege- und Rehabilitationswissenschaften in der geriatrischen Versorgung an der Hochschule Kempten, berichtete in einem eigenen Forum zum Thema Ethik in der Pflege, ging dabei von der Hospiz- und Palliativversorgung aus.

Die SEN fordert ausreichend palliativmedizinische und -pflegerische Kompetenz in allen Bereichen, insbesondere der letzten Lebensphase. "Spezialisierte palliativmedizinische Versorgungsteams im häuslichen Bereich müssen ausgebaut werden, da bisher flächendeckende Präsenz fehlt", so Dr. Thomas Goppel, MdL, Landesvorsitzende der Senioren-Union.

"Es ist notwendig, die Anzahl der qualifizierten Hospiz- und Palliativfachkräfte in Pflegeheimen z.B. um eine "Palliative Fachkraftquote" zu erweitern. So kann die unnötige Einweisung am Lebensende in Krankenhäuser unnötig werden. Ein Verzicht auf medizinische Hilfen aller Art im hohen und höchsten Lebensalter kommt nicht in Frage, wenn dadurch die Lebensqualität verbessert werden kann." Frau Prof. Schraut unterstreicht: "Palliativmedizin und Palliative Care müssen zum verpflichtenden Bestandteil in der medizinischen und pflegerischen Ausbildung werden, dort integriert werden."

Sie fordert, das Vergütungssystem der Krankenversicherungen hin zu einer sektorenübergreifenden Versorgung weiter zu entwickeln, um eine würdevolle Gestaltung der letzten Lebensphase zu ermöglichen. In die gesundheitliche Versorgungsplanung (gVP oder auch ACP) sei als verpflichtende Maßnahme die hospizlich-palliativer Kultur zu implementieren. Unterstützungsstrukturen für pflegende Angehörige sind ein guter Ansatz und müssen nach Ansicht der SEN verbessert und professionalisiert werden. Auch in dem Zusammenhang begrüßt die Senioren-Union alle Anstrengungen im Bund und in Bayern, Pflegepersonal nachhaltiger und in großer Zahl schnell auszubilden bzw. auch in der Zeit des Übergangs bis zu einer besseren Ausstattung gastweise in unserem Land zuzulassen. "Söders Pflegegeld und Spahns Zusage zur Personalerweiterung sind ein guter Anfang", unterstreicht Dr. Thomas Goppel, MdL.

 

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