Pressemitteilung

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„Wir müssen die Autonomie in den Ländern stärken!“

Prof. Josef Hecken beim Jahresempfang des Gesundheits- und Pflegepolitischen Arbeitskreises der CSU (GPA)

Noch nie war der Andrang so groß als am vergangenen Freitag der Gesundheits- und Pflegepolitische Arbeitskreis der CSU (GPA) zu seinem traditionellen Jahresempfang nach München in die CSU-Landesleitung einlud. Zahlreiche hochrangige und namhafte Repräsentanten des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, des neu gegründeten Landesamtes für Pflege, des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Mitglieder des Deutschen Bundestages, des Bayerischen Landtages und der Kommunalpolitik, Vertreter von Wissenschaft und Lehre, der ärztlichen und zahnärztlichen Organisationen, der Apothekerschaft, der Heilmittelerbringer, der Pflegeberufe und der pflegenden Angehörigen, der Krankenkassen, der Gesundheitswirtschaft und der Arzneimittelhersteller wie auch  Repräsentanten der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Wohlfahrtsverbände und Anbieter sozialer Dienste gaben sich ein großes Stelldichein.

Mit seiner Begrüßung stimmte der GPA-Landesvorsitzende Dr. Christian Alex die Gäste auf einen Abend mit hochkarätigen Vorträgen ein. Nach politisch inhaltsreichen Grußworten des stellvertretenden Vorsitzenden und gesundheits- und finanzpolitischen Sprechers der CSU-Stadtratsfraktion München Prof. Dr. Hans Theiss und der wieder berufenen Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, MdL, folgte die mit Spannung erwartete Festrede von Prof. Dr. Josef Hecken, dem Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Berlin. Sein gewohnt mitreißender und humorvoller Vortrag stellte das christliche Menschenbild in den Mittelpunkt. „Die Politik muss die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen und nicht nur danach fragen, was medizinisch möglich und von den Krankenkassenbeiträgen gedeckt ist, sondern was den Menschen in ihrer ganz konkreten Lebenssituation wirklich hilft“, so Hecken. In diesem Zusammenhang stellte er Maßnahmen der Bedarfsplanung in Frage und plädierte für eine Regionalisierung in dieser Frage. „Wir müssen die Autonomie in den Ländern stärken, damit den jeweiligen Verhältnissen vor Ort Rechnung getragen werden kann“, betonte Hecken. „Die Menschen brauchen eine flächendeckende patientengerechte Versorgung vor Ort, die nicht nur den gesundheitlichen, sondern auch den pflegerischen Aspekt im Auge hat. Die Akteure im Gesundheitswesen müssen ganzheitlich alle Versorgungsformen berücksichtigen, damit die im Verhältnis immer weniger werdenden Ärzte und Pflegekräfte sinnvoll und effektiv eingesetzt werden können.“ Sein leidenschaftlicher und emotionaler Vortrag wurde mit phrenetischem Beifall belohnt. Im Anschluss erfreuten sich die zahlreichen Gäste an interessanten Gesprächen am Buffet.

 

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