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CSU Bezirksverbände Treffen sich am Dreifrankenstein

Wir haben Wort gehalten

 

Plädoyer für starke Volksparteien – Lust auf CSU!

Franken (pmw). „Demokratie braucht starke Volksparteien und keine Klientelparteien“, so Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Silberhorn beim diesjährigen Drei-Franken-Treffen der CSU. Nur Volksparteien könnten die unterschiedlichen Interessen bündeln und zu einem großen Ganzen zusammenführen. Mit Blick auf die derzeitige Situation globaler Fluchtbewegungen meinte der stellvertretende oberfränkische CSU-Bezirksvorsitzende, dass nur eine tolerante Gesellschaft Respekt und Würde der Menschen garantiere könne. „Dabei muss darauf geachtet werden, dass sich keine Parallelgesellschaften bilden“. Und weiter: „Wir wollen Toleranz auch künftig nur mit einem ‚l‘ schreiben“.

Die oberfränkische CSU war heuer Ausrichter des traditionellen Treffens der fränkischen CSU am „geodätischen Referenzpunkt“ am Drei-Franken-Stein, wo die fränkischen Regierungsbezirke aneinanderstoßen. Nach der ökumenischen Andacht durch die Pfarrer Gabriel Ramos und Johannes Kestler ging Silberhoren am Himmelfahrtstag auch auf das „C“ in der CSU ein. „Freiheit hat auch etwas mit Christentum zu tun“, und deshalb müsse sich die Gesellschaft scharf zum Missbrauch von Religionen abgrenzen.

Für den mittelfränkischen CSU-Bezirksvorsitzenden Joachim Herrmann sei der Verweis auf die christlich-abendländische Prägung unseres Landes nicht nur ein Lippenbekenntnis. „Die Politik der CSU leitet sich aus dem christlichen Menschenbild ab“. Dazu gehörten Werte wie Demokratie und Recht, Meinungs- und Glaubensfreiheit, und die gleiche Rechte für Männer und Frauen. „Deshalb heißt Integration nicht, dass Deutschland sich ändern muss“.

Dass frühere Demonstranten diesmal als „normale Gäste“ am Drei-Franken-Stein teilnahmen, begründete Staatsminister Joachim Herrmann unter dem Applaus der mehrere hundert Teilnehmer so: „Wir haben Wort gehalten“. Mit dem vorgezogenen Beginn des sechsspurigen Ausbaus der Autobahn bei Geiselwind mit entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen würden bald auch die Belastungen für die Anwohner weniger werden. Und was der Region noch am Herzen lag: „Der Steigerwald bleibt Naturpark, wir mögen ihn so, wie er ist“. Solch glaubwürdige Politik mache „Lust auf Zukunft und Lust auf die CSU“.

Für den stellvertretenden Parteivorsitzenden Christian Schmidt gehöre zur Toleranz „auch die Wertschätzung für unsere deutschen Produkte“ und nicht eine Diskussion darüber, ob wir vor überzogener Rücksicht „das Schweinfleisch aus dem Angebot nehmen“. Als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft bedauerte er, dass die Belastungen durch niedrige Preise für landwirtschaftliche Produkte auf dem Rücken der Erzeuger ausgetragen würden. „Deutschland gibt prozentual am wenigsten für Lebensmittel aus“. Und mit Bezug auf vielerlei Vorgaben für die Landwirtschaft und entsprechende Wunschvorstellungen meinte Schmidt: „Die Ernährung von bald neun Milliarden Menschen auf der Erde gelingt halt nicht mit Liebhaberei“.

„Schützen und nützen“ stehe im Mittelpunkt des Umgangs mit dem Steigerwald, sagte Staatssekretär Gerhard Eck. Die naturnahe Waldbewirtschaftung habe die Kultur- und Waldlandschaft geformt und diese Symbiose aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit mache Sinn. Davon könne sich jetzt jeder mit einem Besuch des Baumwipfelpfades in der Nähe von Ebrach überzeugen: „Genießen Sie spektakuläre Ausblicke auf eine reizvolle und wunderschöne Kulturlandschaft“.

Für Eck ist der Treffpunkt am Drei-Franken-Stein „kein Grenzgebiet“, weil Franken sich als Einheit verstehe. „Jeder Cent Investitionen in Franken ist gut angelegt“, unabhängig davon, in welcher Region. Er freute sich über die ausgeglichenen Haushalte im Bund und im Land, welche zusätzliche Investitionen ermöglichten. Solide Finanzen hätten zudem bei der Bewältigung der Herausforderungen durch die Fluchtbewegungen geholfen, wobei Bayern in Deutschland die Hauptlast zu tragen habe. Der unterfränkische CSU-Bezirksvorsitzende zeigte sich stolz darauf, dass besonders in Bayern unter aktiver Mithilfe der Bevölkerung verantwortungsbewusst gehandelt werde.

Es lag an Johannes Krapp, Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender von Schlüsselfeld, der Musikkapelle Aschbach für die musikalische Begleitung und den Organisatoren zu danken und die zahlreichen Gäste zu begrüßen.

Zusätzlich zu den im Bild gezeigten wurden unter anderem gesehen: Die Landräte Wilhelm Schneider und Johann Kalb, Bezirksrat Alexander Küßwetter, eine ganze Reihe von Bürgermeistern aus ganz Franken, die Präsidentin der Evangelischen Landessynode in Bayern, Dr. Annekathrin Preidel, und der Vizepräsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, Dr. Michael Griesbeck.