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CSU Bezirksvorstandssitzung in Thurnau:

CSU-Oberfranken für Lärmschutz und Ärzteausbildung

Thurnau. Mit der Ärzteversorgung in Oberfranken befasste sich der CSU- Bezirksvorstand bei seiner jüngsten Sitzung in Thurnau. Als kompetenter Ansprechpartner referierte der ärztliche Direktor des Klinikums Bayreuth Prof. Thomas Rupprecht. Rupprecht wies darauf hin, dass das Durchschnittsalter der Hausärzte in den meisten Teilen Oberfrankens sehr hoch sei; dies lasse Handlungsbedarf für die zukünftige Ärzteversorgung erkennen. Anhand von Statistiken wies Rupprecht nach, dass junge Ärzte dann in sehr hohem Maße in ihrer Heimat blieben, wenn sowohl das Abitur als auch das Studium und die erste Anstellung in Heimatnähe erfolgen könnten. Rupprecht forderte, eine möglichst umfangreiche Ausbildung von Ärzten in Oberfranken zu ermöglichen.

CSU-Bezirksvorsitzender Hans-Peter Friedrich unterstützte diese Forderung und wies darauf hin, dass in Coburg und Lichtenfels bereits eine Ärzteausbildung in Zusammenarbeit mit einer europäischen Universitäten angelaufen sei. Auch in Kulmbach gebe es konkrete Pläne in diese Richtung. Für Bayreuth sei eine Ärzteausbildung gemeinsam mit der Universität Erlangen in Vorbereitung.

Die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml nannte als Ziel, deutsche Studenten, die ihren theoretischen Teil des Studiums im Ausland abgelegt hätten, zur klinischen Ausbildung nach Oberfranken zu holen und sie möglichst hier zu halten, wenn sie sich als Ärzte niederließen. Eine Länderquote bei der Vergabe von Studienplätzen könne es mehr angehenden Ärzten ermöglichen, auch in ihrer Heimat zu arbeiten.

MdB Hans Michelbach kritisierte, dass die strengen Begrenzungen der ärztlichen Niederlassungen durch die Kassenärztliche Vereinigung die Niederlassungsfreiheit einschränkt. Stattdessen müssten Landräte und Bürgermeister als Bittsteller bei der Kassenärztlichen Vereinigung auftreten. „Dies kann auf Dauer so nicht bleiben„, sagte Michelbach.

Europaabgeordnete Monika Hohlmeier sah dies ähnlich. „Wenn die Planung in Versorgungsbereichen nicht funktioniert, dann ist es keine Lösung, die Planungsbereiche zu verkleinern und weiter auf Lösung alleine durch Planung zu setzen“, sagte sie.

Die CSU beschloss, alle Initiativen zur Verstärkung einer Ärzteausbildung in Oberfranken und die Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Universitäten zu unterstützen.

Unterstützen will der CSU-Bezirksverband darüber hinaus den Bau von Lärmschutzmaßnahmen an Autobahnen, Bundesstraßen und Eisenbahnen. Besonderen Wert legt die CSU in Oberfranken darauf, dass ein Lärmschutz auch nachträglich noch möglich sein muss, wenn sich nach Inbetriebnahme einer Straße entscheidende Veränderungen zu den ursprünglichen Planungen ergeben.

Die CSU-Oberfranken unterstützt darüber hinaus, auf Anregung von Emmi Zeulner, MdB, eine Verlegung von leistungsfähigen Glasfaserkabeln gemeinsam mit der Erdverkabelung von Stromtrassen zu fordern. Leistungsfähiges Internet sei für die Zukunftschancen Oberfrankens von herausragender Bedeutung.

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