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AKE Oberfranken

Besuch im Umspannwerk Redwitz

 
Überzeugten sich in der Leitwarte des Umspannwerks Redwitz selbst vom aktuellen Last-fluss: Ludwig Freiherr von Lerchenfeld (links vorne), Ralf Stöber (2. Links vorne) und die Teilnehmer der Veranstaltung

Im Rahmen der Energiewende kommt dem Austausch von regenerativ erzeugtem Strom zwischen den Regionen besondere Bedeutung zu. Herzstücke des Stromaustausches sind die Umspannwerke im Höchstspannungsnetz, in denen verschiedene Leitungen zusammenlaufen. Der Arbeitskreis Energiewende (AKE) Oberfranken hat Anfang September mit dem Umspannwerk Redwitz das wichtigste Herzstück der Energiewende in Nordbayern besichtigt. Der Bezirksvorsitzende des AKE Oberfranken und stellvertretende Landesvorsitzende des AKE Ralf Stöber dankte der Firma Tennet für diesen Besuch: „Mein besondere Dank gilt allen Mitarbeitern von Tennet, die sich heute Abend Zeit nehmen, uns die komplexe Technik des Umspannwerks und des Höchstspannungsnetzes vor Ort zu erklären.“ Bei der anschließenden Führung durch die Freiluftanlagen des Umspannwerks Redwitz konnten die Teilnehmer alle Betriebsmittel von Abspannportalen über Leistungsschalter bis hin zu den Transformatoren selbst in Augenschein nehmen. Dabei erläuterten jeweils die Mitarbeiter von Tennet, welche Funktion und welche Belastungsgrenzen die jeweiligen Betriebsmittel haben. Der aus dem nahen Presseck stammende Landtagsabgeordnete Ludwig Freiherr von Lerchenfeld zeigte sich beeindruckt: „Wenn man die Einrichtungen selbst unter fachkundiger Führung gesehen hat, kann man mit diesem Wissen bei anstehenden Entscheidungen die Sachlage viel besser beurteilen. Die umfangreichen Bauarbeiten, die derzeit im Umspannwerk laufen, zeigen, dass der Netzausbau für die Energiewende zügig vorankommt.“

Nach der Führung durch die Freiluftanlagen stellt sich das Unternehmen Tennet den Teilnehmern vor: „Mit einer Leitungslänge von 11.000 km in den Niederlanden und Deutschland sind wir ein starker Partner der Energiewende und sorgen mit zuverlässigen Anlagen für eine hohe Versorgungssicherheit in unserem Netzgebiet zwischen der Nordseeküste und den Alpen.“ Herr Herath erklärte, wie Tennet sein Netz nach dem Netzausbauplan verstärkt: „Der Netzausbau im 380 kV-Höchstspannungsnetz umfasst im Wesentlichen die Erhöhung der Kapazität vorhandener Leitungen, nur wenige Abschnitte wie die Frankenleitung zwischen Redwitz und Altenfeld müssen neu gebaut werden.“ Sein Kollege erläuterte den Teilnehmern am Beispiel der Frankenleitung mit welcher Sorgfalt beim Neubau vorgegangen wird: „Mit der neuen Frankenleitung entlasten wir die Bürger, da deren Abstand immer mehr als 400 m zu geschlossener Wohnbebauung beträgt und dafür eine alte 110 kV-Leitung abgebaut wird, die teilweise direkt durch die Gärten der Bürger führt.“

Ralf Stöber fasste zum Abschluss den Besuch folgendermaßen zusammen: „Wir haben heute Abend an einem wichtigen Netzknotenpunkt gesehen, wie die technischen Herausforderungen der Energiewende gelöst werden und dabei die Ziele der optimalen Nutzung regenerativer Energien, die Belange der Bürger vor Ort und der Versorgungssicherheit Berücksichtigung finden.“