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CSU Kreisverband Miesbach

Klausur des CSU-Kreisverbands in Seeon: MVV-Anschluss soll Fahrt aufnehmen

 
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausurtagung 2018

Den Landkreis Miesbach nach Zeiten des Stillstands wieder voranbringen – das hat sich die Kreis-CSU für die nächsten Jahre auf die Fahnen geschrieben. Eine Standortbestimmung erfolgte jetzt im Rahmen einer Klausurtagung in Kloster Seeon, deren Ergebnisse Fraktionssprecher Josef Bierschneider wie folgt zusammenfasste: „Wir wollen den Landkreis für die Zukunft rüsten – mit Themen, die die Lebenswirklichkeit unserer Bürgerinnen und Bürger bestimmen.“

Eines dieser zentralen Bereiche ist der öffentlicher Personen- und Schienennahverkehr sowie der Anschluss des Landkreises an den Münchner Verkehrsverbund (MVV). Die Vorteile stellte Heino Seeger, Geschäftsführer der Tegernsee Bahn, als Experte dar.

„Gerade im Hinblick auf die 2024 bis 2026 bevorstehenden Neuausschreibung der BOB-Linien muss sich der Landkreis bereits jetzt intensiv mit der Frage eines Beitritts zum MVV befassen“, betonte der Kreisvorsitzende Alexander Radwan. Ein solcher Beitritt bringe deutliche Vorteile für die Menschen in der Region: günstigere Tarife, eine Fahrplan-Harmonisierung und eine bessere Taktung.

Wichtig sei auch eine Entzerrung der Park-and-Ride-Situation an den MVV-Endpunkten und die Entlastung des Straßenverkehrs. „Nicht nur in Bezug auf die Pendlerströme, auch touristisch können wir mit einem erweiterten MVV-Verbund punkten“, sagte Radwan. „Denn damit bringen wir noch mehr Gäste auf die Schiene.“

Das allein reicht laut Radwan aber nicht aus: Es müsse zwingend auch das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Landkreis verbessert werden. „Es bringt uns nichts, wenn wir auf der Schiene gut an München angebunden sind, wir aber mit dem Bus nicht zum Bahnhof kommen.“ Starken Verbesserungsbedarf gebe es auch bei der Ost-West-Verbindung innerhalb des Landkreises. Beispielsweise sei es sehr schwierig, mit dem Bus vom Bad Wiessee zum Krankenhaus Agatharied zu kommen.

Zu den bevorstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen stand den Teilnehmern die Stimmkreisabgeordnete Ilse Aigner Rede und Antwort. Dabei freute sich Bayerns Wirtschaftsministerin besonders darüber, dass es gelungen sei, für beide Wahlen hervorragend qualifizierte Kandidaten aufbieten zu können. Für den Bezirkstag treten Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis als Direktkandidat und die JU-Kreisvorsitzende Verena Assum als Listenkandidatin an, für den Landtag kandidiert Bayrischzells Bürgermeister Georg Kittenrainer auf der Liste. Hinzu kommt Aigner, die erneut als Direktkandidatin für den Landtag antritt.

Laut Aigner sei es mit diesen Bewerbern gelungen, bodenständige Politiker zu gewinnen, die allesamt viel Erfahrung mitbringen. Dies gelte auch für die jungen Kandidaten Assum und Kittenrainer.  Darüber hinaus wird mit dieser Aufteilung auch das Ziel umgesetzt, Frauen bei Wahlen aufzustellen.

Besprochen wurde neben den aktuellen Landesthemen auch die Frage, wie es gelingen kann, das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler in die etablierten demokratischen Parteien wieder zu gewinnen. Hier gelte es, Protestwählern die Gefahren deutlich zu machen, die jede Stimme für radikale, die demokratischen Werte ablehnenden Parteien bedeuten. Dies unterstrich Radwan mit seinem Bericht aus dem Bundestag: „Zu sehen, wie in einem demokratischen Parlament Anträge von einer Partei gestellt werden, die unter anderem auf eine Abschaffung der Pressefreiheit abzielen, ist unerträglich.“

Impressionen der Klausurtagung 2018

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