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CSU-Kreistagsfraktion

Gespräch mit Verantwortlichen der Hospiz- und Palliativversorgung

 

Ehrenamtliche vernetzen, runden Tisch weiterentwickeln und Möglichkeit einer stationären Einrichtung prüfen


Bei einem Fachgespräch zur Hospiz- und Palliativversorgung im Nürnberger Land hat sich die CSU-Kreistagsfraktion mit den Verantwortlichen ausgetauscht, wie Versorgungsangebote und die Situation für schwerstkranke und sterbende Menschen verbessert werden können und wie das bestehende sowie bewährte Versorgungsnetz unterstützt werden kann.

Präsent ist das Thema Hospiz- und Palliativversorgung in der CSU-Kreistagsfraktion nicht nur durch die Ankündigung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder vom April 2018, diesen Bereich in Bayern ausbauen zu wollen, sondern auch durch viele persönliche Begegnungen und Gespräche. Aus diesem Grund luden die Fraktionsvorsitzende Cornelia Trinkl gemeinsam mit MdB Marlene Mortler, MdL Norbert Dünkel und Bezirksrat Dr. Bernd Eckstein im Namen der gesamten Fraktion kompetente Experten aus dem Nürnberger Land ein. Neben den beiden im Landkreis ansässigen Hospizvereine Caritas, vertreten durch Sabine Hess, Geschäftsführer Michael Groß und der Ehrenkreisvorsitzenden Angela Henke, und dem Rummelsberger Hospizverein, vertreten durch Johannes Deyerl und Karina Englmeier-Deeg, waren zudem der ärztliche Leiter des Palliativ-Care-Teams Nürnberger Land, Dr. Wolfram Gröschel und der Koordinator des runden Tischs Hospizarbeit des Landkreises, Sozialamtsleiter Wolfang Röhrl anwesend.

Außer der Caritas und dem Rummelsberger Hospizverein gibt es im Landkreis seit einigen Monaten das Modell-Projekt Tageshospiz der Caritas in Hersbruck. Die palliativmedizinische Versorgung wird im Landkreis durch das Palliativ-Care-Team Nürnberger Land sichergestellt. Schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen können derzeit zu Hause, in Einrichtungen der Altenhilfe und in Krankenhäusern betreut werden.                 Geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier eng mit Pflegefachkräften, Ärzten und Seelsorgern zusammen.

Im Großraum Nürnberg stehen hierfür die Palliativstationen in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie stationäre Hospize zum Beispiel in Nürnberg oder Erlangen zur Verfügung. Aus Sicht der Krankenkassen ist somit der Bedarf gedeckt. Das seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises Nürnberger Land kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass im Landkreis zwischen 13 und 19 Hospizbetten fehlen. Dies wirft nach Meinung der CSU-Kreistagsfraktion die Frage auf, ob und wie die Ansiedlung einer stationären Einrichtung oder einer Palliativstation im Nürnberger Land realisiert werden kann. Dazu will sich die CSU-Fraktion gemeinsam mit MdL Norbert Dünkel mit dem Klinikum Nürnberg austauschen.

Weitere Gesprächsthemen waren die Stärkung und Unterstützung der ambulanten Struktur und die Information für Betroffene. „Die Möglichkeiten der palliativmedizinischen Versorgung im Landkreis sind nicht überall bekannt, es läuft bei uns viel über Mundpropaganda“, so Dr. Wolfram Gröschel, ärztlicher Leiter des Palliativ-Care-Teams. Die Klienten seien für die telefonische Erreichbarkeit der Netzwerke rund um die Uhr dankbar. Zudem steige im Landkreis die Anzahl palliativmedizinisch ausgebildeter Ärzte. Wolfgang Röhrl, der Koordinator des Runden Tischs Hospizarbeit beim Landratsamt berichtete, dass im Landkreis vieles gut geklärt sei, es aber trotzdem noch Herausforderungen gebe. „Wir müssen weg von einer Versorgungsstruktur, hin zu einer Sorgestruktur!“, so Johannes Deyerl vom Rummelsberger Hospizverein.

In einer sehr offenen und konstruktiven Runde wurde auch über das Konzept der Pflegestützpunkte, die es derzeit in Lauf und Hersbruck gibt, debattiert. Diese könnten noch stärker als Informationsplattform genutzt und dezentral auch im südlichen Teil des Landkreises angesiedelt werden. Ein weiterer Punkt sei die Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Durch gezielte Öffentlichkeitskampagnen könnten die Schulungsangebote ein breiteres Publikum erreichen.

Wie das Beispiel des Nürnberger Gesundheits- und Palliativnetzwerks  -derartige Netzwerke gibt es auch in anderen Regionen Bayerns wie Coburg, Würzburg oder Regensburg - zeigt, könnte der schon bestehende Runde Tisch Hospizarbeit weiterentwickelt werden, um den Austausch und die Vernetzung, aber auch die palliative Ausbildung stärker in den Fokus zu rücken und stationäre Träger im Landkreis an einen Tisch zu bringen. Einen entsprechenden Antrag wird die CSU-Kreistagsfraktion hierzu einreichen.

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