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Bezirkstagsfraktion besucht sozialen Gebrauchtwarenmarkt in Hersbruck

Carisma - eine Vorzeigeeinrichtung der Inklusion!

 
Bezirksrat Dr. Bernd Eckstein (2. v. links) und weitere Mitglieder des Bezirkstags schauten in der Montageabteilung den Beschäftigten über die Schulter
Foto: M. Keilholz

Bei Carisma in Hersbruck wird Inklusion praktiziert

CSU-Bezirkstagsfraktion bekam interessante Einblicke in Gebrauchtwarenmarkt und die Montageabteilung – Offenen Gedankenaustausch mit Caritas-Geschäftsführer Michael Groß

Im Rahmen einer Landkreistour der CSU-Bezirkstagsfraktion besuchte Bezirksrat Dr. Bernd Eckstein zusammen mit Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, weiteren Mitgliedern des mittelfränkischen Regionalparlaments und der CSU-Listenkandidatin für die Bezirkstagswahl, Kreisbäuerin Marion Fischer, den sozialen Gebrauchtwarenmarkt Carisma in Hersbruck. 

Die Einrichtung, die neben dem Gebrauchtwarenmarkt heute auch eine Montageabteilung für die Autozulieferindustrie umfasst, wurde 1996 durch den Anstoß von Angela Henke, heute Ehrenvorsitzende des Caritasverbandes im Nürnberger Land, gegründet und wird heute als Inklusionsbetrieb geführt. Der Betrieb beschäftigt zahlreiche ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.  

Wolfgang Würker, Aufsichtsratsvorsitzender des Caritas-Verbandes im Nürnberger Land, begrüßte zusammen mit Geschäftsführer Michael Groß die Gäste. Danach führte Bereichsleiter Walter Häring die Gruppe durch die Einrichtung. Diese besteht aus dem bekannten Gebrauchtwarenmarkt Carisma, wo gebrauchte, aber sehr gut erhaltene Möbel und Haushaltswaren dem Warenkreislauf wieder zugeführt werden. Der Inklusionsbetrieb bietet zahlreichen fest angestellten Mitarbeitern die Möglichkeit der Wiedereingliederung in die Arbeitsabläufe eines normalen, sozialversicherungspflichtigen und nach Tarif bezahlten Arbeitsverhältnisses.  

Dasselbe gilt für die Werkstatt- und Montageabteilung. An den Fertigungsarbeitsplätzen werden Teile für die Automobilindustrie montiert; in der Elektronikabteilung werden Leiterplatten bestückt und verlötet sowie Kabelbefestigungen gefertigt. In beiden Arbeitsbereichen arbeiten Menschen mit und ohne gesundheitliche oder seelische Beeinträchtigungen inklusiv zusammen.   

Für Menschen, die hier Arbeit und nach beruflichen oder persönlichen Lebensbrüchen eine neue Perspektive und neuen Lebensmut gefunden haben, ist neben dem eigenen Verdienst vor allem eine menschliche Wertschätzung wichtig und hilfreich.  

Die praktische Umsetzung der Inklusion wie bei der Carisma hilft den Betroffenen darüber hinaus, Berührungsängste abzubauen. Wichtig ist es zudem, den Betroffenen, häufig weniger belastbaren Menschen wieder zu einem geregelten Tagesablauf zu verhelfen und deren Selbstwertgefühl zu steigern.

Ein Problem karitativer Einrichtungen ist immer auch deren Finanzierung. Der Bezirk Mittelfranken fördert die Einrichtung anteilig als „Freiwillige Leistung“. Die Bezirksräte waren sich einig, dass das entsprechende Geld gut angelegt sei und alle denkbaren Alternativen der Projekt- oder Werkstättenförderung in den betroffenen Fällen weniger effektiv oder teurer wären oder in die Arbeitslosigkeit münden würden.  

Darüber diskutierten Bezirkstagspräsident Richard Bartsch und Bezirksrat Dr. Bernd Eckstein zusammen mit den weiteren anwesenden Mitgliedern des Bezirkstags und den Kandidatinnen und Kandidaten der CSU im Anschluss an den Rundgang in einem offenen Gedankenaustausch mit Caritas-Geschäftsführer Michael Groß. Dieser beschrieb anschaulich die Arbeit und gesellschaftspolitische Funktion solcher Inklusionsbetriebe und bedankte sich für die Förderung durch den Bezirk Mittelfranken, der im bayerischen Vergleich vorbildliche Arbeit leiste.

 

 

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