Meldung

Zum Überblick

Straubings CSU stattet ihren Chef mit dem besten aller möglichen Ergebnisse aus

Pannermayr: 100 Prozent

Markus Pannermayr ist mit einem Traumergebnis als CSU-Kreischef bestätigt worden. Bei den Kreisvorstandswahlen im Reisinger-Saal in Sossau erhielt Pannermayr das Optimum von 100 Prozent. Auch der übrige Kreisvorstand wurde mit großen Mehrheiten wiedergewählt. Für die nächsten beiden Jahre kündigte Pannermayr an, die Rolle der Mitglieder und Verbände innerhalb der Partei zu stärken. Der Chef der Landkreis-CSU MdL Josef Zellmeier, forderte als Gastredner eine neue Asylpolitik.  

So schnell und harmonisch war schon lange keine CSU-Kreiswahl mehr abgelaufen. Keine Kampfabstimmungen und Denkzettelwahlen wie zuletzt, schon nach rekordverdächtigen zweieinhalb Stunden war alles vorbei. Fast überall waren strahlende Mienen, nur Holger Frischhut schaute ein wenig verhalten.
Markus Pannermayr, natürlich hatte am meisten Grund zu strahlen: Seine 97 Prozent von vor zwei und vier Jahren schienen kaum steigerungsfähig, doch es wurde das Optimum, der Saal quittierte das mit langem Applaus.
Die Traumzahl 100 durfte Pannermayr als Ergebnis seiner politisch überaus erfolgreichen Jahre betrachten. Bei den Kommunalwahlen hatte Pannermayr die CSU zu ihrem größten Erfolg seit Jahrzehnten geführt und das bayernweit beste Ergebnis geholt, bei der Staatsregierung in München hatte er erst vor wenigen Wochen feste Zusagen für den Hochschulstandort Straubing erreicht.

"Kurs der klaren Ziele" 
In seinem Arbeitsbericht hatte Pannermayr zuvor klar gemacht, dass er auch künftig einen Kurs mit klaren Zielen fahren werde: "Wir müssen selbstbewusst einfordern, was uns zusteht. Die Botschaft aus Straubing ist nicht, dass wir allerbeste Ergebnisse liefern und dann brav zuschauen."
Auch die übrigen Wahlgänge liefen wie erwartet. Der Chef des starken Ortsverbands Alburg, Peter Ries, erhielt mit 95,2 Prozent ein erwartet gutes Ergebnis, überraschend gut war das Ergebnis der Ittlinger Ortschefin Hannelore Christ, die mit 94,3 erstmals klar über 90 Prozent kam. Enttäuschung dagegen bei vierten Stellvertreter Holger Frischhut. Der oft als Liebling der Partei gehandelte Chef der Altstadt-CSU bekam mit 91,6 Prozent das schwächste Ergebnis, außerdem hatte er die höchste Zahl an ungültigen Stimmen.

Nachwehen interner Kämpfe
Parteimitglieder werteten das als Nachwehen eines internen Kampfs von vor zwei Jahren. Offenbar hatte vor allem der Ortsverband Süd Frischhut nicht verziehen, dass er vor zwei Jahren mit einer Überraschungskandidatur in den Zweikampf zwischen Süd-Mann Markus Böhm und JU-Chef Michael Hien um den vierten Stellvertreter-Posten eingegriffen hatte. Auch deswegen fühlt sich die Süd-CSU parteiintern unterrepräsentiert. Pannermayr gab an, dass die Rolle sowohl von Partei-Verbänden als auch von einzelnen Mitgliedern künftig gestärkt werden solle.
Der zweite große Gewinner des abends war nach Pannermayr aber Straubings MdL Hans Ritt. Mit 98,9 Prozent erhielt er das nach Pannermayr beste Ergebnis und steigert sich damit um rund acht Prozent. Pannermayr hatte Ritt zuvor mit Lob geradezu überschüttet und dessen Engagement beim Hochschul-Gespräch mit Ministerpräsident Seehofer herausgearbeitet. "Er hat in München Flagge gezeigt. Bei diesen Gesprächen muss ich ihn explizit herausheben."
Ritts Resultat wurde ebenfalls mit starkem Applaus quittiert. Er selbst hob in seiner kurzen Rede die Rolle Josef Zellmeiers als Initiator des Treffens mit dem Ministerpräsidenten hervor.
Zellmeier ging in seiner Rede insbesondere auf die Asylproblematik ein und forderte einen neuen politischen Kurs: "Wir nehmen jeden Verfolgten auf. Aber 60 Prozent der Asylbewerber kommen aus Ländern wie dem Kosovo, wo es keine politische Verfolgung gibt." Die derzeitige Asylpolitik nannte er "ein Treibenlassen, und keine Lösung des Problems."

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.