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Franz Schreyer und Andi Aichinger für Bezirkstag nominiert - Frischhut unterliegt knapp

100 Prozent für Josef Zellmeier und Hans Ritt

 
(Bild von links nach rechts): Josef Zellmeier, Hans Ritt, Franz Schreyer und Andreas Aichinger erhielten am Samstag Rückendeckung von den Delegierten.

Straubing-Bogen. Die CSU aus Stadt und Landkreis hat ihre Kandidaten mit einem starken Votum in den Landtagswahlkampf geschickt: Sowohl Josef Zellmeier als auch Hans Ritt erhielten am Samstag in Aiterhofen 100 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen der Stimmkreis-Delegiertenversammlung. Bezirkstagskandidaten sind Franz Schreyer und Andi Aichinger. Die Reihung der Listenbewerber erfolgt im März. Von ihr wird abhängen, welche Chancen Ritt und Aichinger, die jeweils auf der Liste antreten, auf ein Mandat haben.

In trauter Einigkeit präsentierten sich die CSU-Verbände der Stadt Straubing und des Landkreises. "Differenzen wie auf Landesebene gibt es im Kreisverband nicht", merkte MdL Josef Zellmeier, zugleich CSU-Kreisvorsitzender, an. Auch sein "Amtsbruder" vom CSU-Kreisverband Straubing, OB Markus Pannermayr, stellte den Zusammenhalt als klares Erfolgskriterium heraus. Das habe sich nicht zuletzt auch darin gezeigt, dass die Landkreis-CSU zugunsten der Stadt auf das aussichtsreiche Bezirkstags-Direktmandat verzichtet habe. Und das, "obwohl ihr mit Andi Aichinger einen super Kandidaten habt".
Davon war offenbar auch die Mehrheit der Delegierten überzeugt, die Aichinger mit 99,3-prozentiger Zustimmung als Listenbewerber für den Bezirkstag nominierte. Für das Bezirkstagsdirektmandat hatte es drei Bewerber gegeben; zwischen zwei von ihnen, Holger Frischhut und Franz Schreyer, kam es zur Kampfabstimmung. Diese entschied Schreyer mit 52,7 Prozent für sich; knapp dahinter unterlag Frischhut mit einem Stimmenanteil von 47,3 Prozent.  

Verdienste Schedlbauers im Bezirkstag gewürdigt
Vor der Abstimmung hatten sowohl MdL Zellmeier als auch OB Pannermayr die Verdienste Franz Schedlbauers gewürdigt, der seinen Platz im Bezirkstag aus freien Stücken für die junge Generation zur Verfügung gestellt habe. Pannermayr erinnerte daran, dass etwa das Institut für Hören und Sprache oder auch für die forensische Klinik in Straubing Einrichtungen des Bezirks seien. Zudem unterstütze der Bezirk mit erheblichen finanziellen Mitteln den Betrieb des Tierparks. Umso wichtiger sei es, dass Stadt und Landkreis im Bezirkstag weiterhin eine starke Vertretung hätten - so, wie das mit dem Bezirkstags-Urgestein und Vizepräsidenten Franz Schedlbauer mehr als zwei Jahrzehnte der Fall gewesen sei.
Die Vertretung der Region in München soll nach dem Willen der CSU in Stadt und Landkreis weiterhin das bewährte Doppel Zellmeier/Ritt übernehmen. Beide waren im Vorfeld von Stadt- und Kreisverband einstimmig nominiert worden und beide wurd3en am Samstag mit hundertprozentiger Rückendeckung in den Landtagswahlkampf geschickt.

Söder und Seehofer "starker Mann" und "Fuchs"
MdL Zellmeier verhehlte in seiner Vorstellungsrede nicht ,dass die CSU gerade schwierige Zeiten durchmache: "In Berlin haben wir noch keine Regierung, in München haben wir gerade die Diskussionen im Hinblick auf die neue Landesregierung beendet." Auf Landesebene sei aber eine gute Kombination gelungen: Mit Markus Söder werde ein junger, starker Mann an der Spitze stehen; zugleich gehe mit Horst Seehofer ein "erfahrener Fuchs" nach Berlin. Die Perspektive für die Region Straubing unter einem Ministerpräsidenten Söder sah Zellmeier positiv: Dieser habe als Finanz-und Heimatminister bewiesen, dass ihm der ländliche Raum wichtig sei. Er habe den Breitbandausbau vorangetrieben mit "um Längen besseren Programmen" als sein Vorgänger. Wünschenswert wäre nun noch, die Netz- Geschwindigkeiten zu erhöhen und ein Programm für die Breitband-Erschließung von Gewerbegebieten aufzulegen. "Da sind wir dran." Als Zukunftsprojekte nannte er unter anderem eine weitere Verbesserung der Polizeiausstattung, den Ausbau des Universitätsstandorts Straubing, die Digitalisierung in Schulen sowie die Suche nach einer Nutzung des Oberalteicher Klosterkomplexes.
Gewohnt "versammlungsfreundlich" zeigte sich MdL Hans Ritt: " I hob eich ja schon an Briaf gschickt", leitete er seine Vorstellungsrede zur Nominierung des Listenkandidaten für die Landtagswahl ein. Darin habe er ein Resümee seiner Arbeit gegeben und Ziele formuliert. Daher könne er sich nun kurzfassen. Was die Entwicklung des Freistaats unter CSU-Ägide angelange, sei der Blick auf die Bevölkerungsentwicklung aussagekräftig: "In den letzten 20 Jahren ist Bayern um zwei Millionen Einwohner gewachsen." Sorge bereite ihm der anstehende Gerichtsentscheid zu Stickoxid-Überschreitungen. Hier drohten Fahrverbote, deren Folgen nicht absehbar seien.

Ritt: Mit Geschlossenheit zum Erfolg  
Weiteres Thema sei die Verschärfung der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft, kurz TA Luft. Komme es zur geplanten Verschärfung, stünden die Biomasse-Heizkraftwerke in Mitterfels und Ascha in fünf Jahren still. Um solche Szenarien zu verhindern, brauche es eine starke CSU. Ritts Appell an seine Parteikollegen lautete daher: "Wir brauchen drei Dinge: Geschlossenheit, Geschlossenheit, Geschlossenheit."
  

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